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Thema Energie: Was ändert sich 2016?
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Regionale Energieagentur Augsburg e.V.

Thema Energie: Was ändert sich 2016?

Foto: Regionale Energieagntur Augsburg e.V.
Foto: Regionale Energieagntur Augsburg e.V.

Strengere Vorgaben, steigende Strompreise, erweiterte Förderprogramme: Ab 1. Januar 2016 traten einige gesetzliche Änderungen im Energiebereich in Kraft. Das hat auch Auswirkung für die Verbraucher in der Region. Die Regionale Energieagentur Augsburg informiert, was für private Haushalte beim Thema Energie wichtig wird.

Strompreise ändern sich

Laut dem unabhängigen Verbraucherportal stromauskunft.de erhöhen mehr als 100 Stromanbieter zum Jahreswechsel 2016 die Strompreise. Dies ergibt eine durchschnittliche Preiserhöhung von 2,8 Prozent. Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) bedeutet das jährliche Mehrkosten von 32 Euro. Bei 35 Stromanbietern wird Strom aber günstiger. Dort sinken die Preise um durchschnittlich 2,3 Prozent. Sylke Schlenker-Wambach, die Geschäftsführerin der Regionalen Energieagentur Augsburg, empfiehlt einen kritischen Blick auf den eigenen Stromverbrauch und gibt Tipps. „Bereits mit einfachen Maßnahmen lassen sich effektiv Strom und damit Kosten sparen. Mit Master-Slave-Steckdosenleisten wird z.B. nicht nur der Computer (Master) vom Stromnetz getrennt, sondern auch andere angeschlossene Geräte wie Drucker (Slave). Mit einem einmaligen Invest von ca. 45 Euro für drei Steckdosenleisten kann eine jährliche Energieeinsparung von etwa 140 Euro erzielt werden.“

Ökostrom-Umlage steigt

Die erneuerbaren Energien sind ein Erfolgsmodell. Immer mehr grüner Strom wird in Deutschland produziert. Über die Ökostrom-Umlage wird die Vergütung der erneuerbaren Energien gestützt. Dadurch konnte der Börsenstrompreis in den letzten Jahren deutlich sinken. Die Differenz zwischen Börsenstrompreis und Vergütung für erneuerbare Energien wird ebenso über die Ökostrom-Umlage ausgeglichen. Dadurch wird ein Paradoxon geschaffen, denn wenn der Börsenstrompreis sinkt, steigt automatisch die Umlage. 

So sorgen die erneuerbaren Energien zwar für einen günstigen Börsenstrompreis, der Verbrauchspreis für Endversorger verteuert sich jedoch. Die Ökostrom-Umlage steigt im kommenden Jahr auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2015 waren es noch 6,17 Cent.

Strengere Regeln bei Wohnhaus-Neubauten

Bei Neubauten müssen verschärfte Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) beachtet werden: Die Obergrenze für den Energiebedarf von Warmwasser und Heizung wird um 25 Prozent gesenkt. Dies bezieht sich auf den Primärenergiebedarf. „Nicht mit eingerechnet werden hier Strom und Wärme, die durch erneuerbare Energien erzeugt werden, etwa mittels Wärmepumpe oder Solaranlage", erklärt Dr. Sylke Schlenker-Wambach, Geschäftsführerin der Regionalen Energieagentur Augsburg. Der erlaubte Wärmeverlust durch Wände und Dächer wird künftig ebenfalls um 20 Prozent gesenkt. Dies kann durch eine dickere Dämmung erreicht werden. Sylke Schlenker-Wambach sieht in einer energieeffizienten Bauweise viele Chancen. „So erhält man ein zukunftsfähiges Haus und kann künftigen Energiepreissteigerungen entspannt entgegenblicken.“ Für die Sanierung von bestehenden Häusern gelten die Änderungen nicht.

Neues Förderprogramm: Effizienzhaus 70 läuft aus, Effizienzhaus 40 Plus neu dabei

Die Novellierung der EnEV und die damit verbundenen höheren Anforderungen an Wohngebäude haben auch Auswirkungen auf die KfW-Förderung im Neubausektor. Das seit 2009 von der KfW geförderte Effizienzhaus 70 würde dann in etwa dem gesetzlichen Mindeststandard bei Wohnungsneubauten entsprechen und fällt deshalb aus dem Förderprogramm. Dafür wird das „Effizienzhaus 40 Plus“ als neue Förderstufe eingeführt – unter anderem mit der Stromerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energien als wichtige Komponente. Verbesserungen gibt es bei den KfW-Förderbedingungen bei Neubauten: Bauherren können ab 1. April für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW-Bank aufnehmen wie bisher: Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird von 50.000 auf 100.000 Euro angehoben.

KfW-Bank fördert Einbau neuer Heizungen und Lüftungen

Außerdem erweitert die KfW-Bank ihre Förderprogramme zur Energieeffizienz. Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ fördert künftig den Austausch von alten Heizungsanlagen und den Einbau von Lüftungsanlagen. Zudem werden künftig auch Kombinations¬lösungen gefördert.
Förderfähig sind:

  • Lüftungspaket: Kombination des Einbaus von Lüftungsanlagen mit mindestens einer weiteren förderfähigen Maßnahme an der Gebäudehülle.
  • Das Heizungspaket unterstützt den Einbau besonders effizienter Heizungen, wobei hier zugleich das Heizsystem in Gänze (Heizung und Wärmeverteilung) optimiert wird.

Kreditnehmer erhalten für das jeweilige Maßnahmenpaket einen Tilgungszuschuss von 12,5 %, max. 6.250 EUR auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 EUR pro Wohneinheit. Bauherren, die aus eigenen Mitteln finanzieren, können mit einem Investitionszuschuss von 15 % der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro, also mit maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit rechnen.

Energieeffizienzlabel auch bei alten Heizungen und Lüftungsanlagen

Ähnlich wie bei Waschmaschinen müssen bereits seit diesem Jahr neue Heizgeräte das EU-Energielabel tragen. Diese ordnen die Anlagen in Energieeffizienzklassen von A+ bis G zu. Ab 1. Januar 2016 sollen auch alte Heizungen ein solches Label erhalten. Das Anbringen des Labels, zum Beispiel durch einen Schornsteinfeger, ist für den Verbraucher kostenlos. Sylke Schlenker-Wambach betont: „Das Label soll die Energieeffizienz der Heizung erkennen lassen und gleichzeitig Modern¬isierungen anregen.“ Ab 1. Januar 2017 wird die Kennzeichnung der Heizgeräte sogar Pflicht.
Wohnraumlüftungsgeräte erhalten im kommenden Jahr ebenfalls ein Energielabel. Neben der Energieeffizienzklasse werden noch die Geräuschemissionen und der Volumenstrom ausgewiesen. Ein niedriger Stromverbrauch ist hier besonders wichtig, da Lüftungsanlagen in der Regel dauerhaft in Betrieb sind.

Änderung der Stromvergütung bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Wer nach dem 1. Januar 2016 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Leistung von unter 50 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb nimmt, bekommt andere Zuschläge als Besitzer bestehender Anlagen. Aufgrund einer Neufassung des KWK-Gesetzes wird der in das öffentliche Netz eingespeiste Strom stärker gefördert als bisher, der selbst verbrauchte Strom dafür etwas geringer. Künftig erhalten Betreiber einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage einen KWK-Zuschlag von 8 statt bisher 5,41 Cent für jedes Kilowatt Strom, den sie ins Netz einspeisen. Die Förderung für selbst verbrauchten Strom sinkt von 5,41 auf 4 Cent pro Kilowattstunde. Zudem wird der Zuschlag nicht mehr für zehn Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden gewährt. Förderungen für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen durch die KfW können noch bis zum 31.3.2016 beantragt werden. Danach läuft die Förderung aus.

Rücknahmepflicht für Elektrogeräte

Am 24. Juli 2016 tritt ein neuer Teil des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in Kraft. Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dann verpflichtet, alte Elektrogeräte zurückzunehmen. Dabei müssen größere Geräte wie Fernseher oder Kühlschrank nur bei Neukauf eines entsprechenden Gerätes angenommen werden. Kleinere Geräte wie Handys oder Toaster müssen jederzeit zurück genommen werden. Online-Händler sind künftig ebenfalls verpflichtet, ausrangierte Geräte zurückzunehmen.

Was bleibt: Auch im neuen Jahr neutrale und kostenfreie Energieberatung bei der Regionalen Energieagentur Augsburg!


Wer Fragen zu den Anforderungen beim Neubau und zu Förderprogrammen hat, ist bei der kostenfreien und unabhängigen Energieberatung der Regionalen Energieagentur Augsburg gut aufgehoben. Auch zum Thema Stromsparen und Nutzung erneuerbarer Energien geben die Berater Auskunft. Mit wertvollen Tipps und Hilfestellungen helfen sie Interessenten dabei, ihre Sparpotenziale zu entdecken und dadurch letztlich Kosten zu sparen.

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