Stadt Augsburg

Theater Augsburg: offener Brief gegen Sanierungs-Konzept

Kunst- und Kulturszene spricht sich in offenem Brief gegen Sanierungs-Konzept aus. Foto: B4B SCHWABEN

Nein zum Theater-Sanierungskonzept aus der Kunst- und Kulturszene. Eine eher verwunderliche Aussage aus dieser Ecke sollte man meinen. Doch den rund 50 Kulturschaffenden ist es Ernst: So wie der Plan momentan vorliegt, kann er nicht bleiben. Keine Bürgerbeteiligung, kein offener kulturpolitischer Diskurs und viel zu teuer. Das Theater Augsburg gibt dazu keinen Kommentar.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

235 Millionen Euro soll die Sanierung des Theater Augsburg kosten. Eine, für die Stadt Augsburg, nicht zu stemmende Summe. Doch zumindest in der Kunst- und Kulturszene der Stadt ist man sich über die Notwendigkeit dieser Investition einig – oder eben auch nicht. In einen offenen Brief veröffentlichten vorgestern rund 50 Kulturschaffende der Stadt Augsburg ein eher kritisches Schreiben bezüglich dieser Ausgaben.

Der Offene Brief zur Theater Sanierung weist auf mehrere Probleme hin

Adressiert an Oberbürgermeister Kurt Gribl und mit über 50 Unterschriften – auch aus der Politik – ging der offene Brief vorgestern im Rathaus ein. Hierin weisen die Verfasser unter anderem auf das größte Problem hin: Das Theater ist so nicht finanzierbar. Auch wenn der Freistaat der Stadt eine mögliche Unterstützung in Aussicht stellt, sollten die Kosten um rund 50 Millionen Euro gesenkt werden, gibt es noch weitere Probleme zu klären. Die Kulturschaffenden prangern hierbei das Vorgehen „ohne Bürgerbeteiligung und ohne offenen kulturpolitischen Diskurs“ an. Auch läge bis heute „kein Entwicklungskonzept für ein Theater der Zukunft vor“. Sie sind dabei aber nicht grundsätzlich gegen die Sanierung.

Planung stoppen, neu überlegen

Gefordert wird ein Diskurs zur Zukunft des Theaters – gleich nach dem Stopp der aktuellen Planung. Man solle auf die Entwicklung der Stadt Augsburg eingehen und das Theater Augsburg dementsprechend neu gestalten. Auf Nachfragen unserer Redaktion lies das Theater Augsburg vermelden, dass sie bezüglich des offenen Briefes keine Stellungnahme abgeben. Auch zu den erwähnten Forderungen der Verfasser des entsprechenden Schreibens gibt es von Seiten des Theaters keinen Kommentar.

Sanierung ist nötig

Dass es ohne Sanierung nicht mehr weiter geht beim Theater Augsburg, steht dabei außer Frage. Die Zustände sind nicht länger tragbar. In einer Führung wurde schon vor ein paar Monaten gezeigt: Es mangelt an allen Ecken. Ohne Sanierung droht sogar die Schließung. Dennoch scheiden sich die Geister, ob die Sanierung wirklich um jeden Preis geschehen sollte.

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235 Millionen Euro soll die Sanierung des Theater Augsburg kosten. Eine, für die Stadt Augsburg, nicht zu stemmende Summe. Doch zumindest in der Kunst- und Kulturszene der Stadt ist man sich über die Notwendigkeit dieser Investition einig – oder eben auch nicht. In einen offenen Brief veröffentlichten vorgestern rund 50 Kulturschaffende der Stadt Augsburg ein eher kritisches Schreiben bezüglich dieser Ausgaben.

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Sanierung ist nötig

Dass es ohne Sanierung nicht mehr weiter geht beim Theater Augsburg, steht dabei außer Frage. Die Zustände sind nicht länger tragbar. In einer Führung wurde schon vor ein paar Monaten gezeigt: Es mangelt an allen Ecken. Ohne Sanierung droht sogar die Schließung. Dennoch scheiden sich die Geister, ob die Sanierung wirklich um jeden Preis geschehen sollte.

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