Stadt Augsburg

Theater Augsburg für 235 Millionen saniert

Baureferent Gerd Merkle stellt Sanierungspläne für Theater Augsburg (Bild) beim Kultur- und Bauausschuss vor. Foto: B4BSCHWABEN

Fest steht: das Theater Augsburg muss dringend saniert werden. Bauliche und Brandschutzrechtliche Mängel gibt es in allen Teilen des Schauspielhauses. Heute, am 10. Februar, wird dem Kultur- und Bauausschuss nun der Sanierungsplan vorgestellt. Verantwortlich dafür sind Kulturreferent Thomas Weitzel, Baureferent Gerd Merkle sowie Architekt Walter Achatz. Eine der wichtigsten Fragen dabei: Wie viel soll es kosten, und wer wird dafür aufkommen?

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Augsburg hat ein weiteres Mammut-Projekt: Das Theater Augsburg. Bis zu 235 Millionen Euro soll die Sanierung des Hauses kosten. Baubeginn wird, voraussichtlich, Ende 2016 sein.  Dann wird das Theater seinen Betrieb im Großen Haus einstellen müssen und Presslufthammer und Bohrmaschine den Ton angeben lassen. Die konkreten Sanierungspläne wurden gestern vor dem Kultur- und Bauausschuss im Rathaus vorgestellt.

Architekturbüro Achatz aus München für das Große Haus zuständig

Die Räume sind zu klein, die Bausubstanz angegriffen und die Brandschutzvorschriften können nur mäßig bis gar nicht eingehalten werden. Diese Mängel sollen durch die Komplett-Sanierung behoben werden. Das Architekturbüro Achatz aus München übernimmt in diesem Zuge die Planung des Großen Hauses. Allein für dieses sind Kosten in Höhe von 118 Millionen und 120 Tausend Euro ausgerufen. Davon verschlingt der überlastete Bühnenturm etwas mehr als 36 Millionen Euro. Dieser erhält eine neue innere Konstruktion, die als Tragfläche für die Drahtzüge des Bühnenbildes dienen soll.

Brechtbühne soll Neubau weichen

Wenn Ende 2016, Anfang 2017 die Bauarbeiten im Großen Haus beginnen, läuft laut Sanierungsplan die Uhr für die Brechtbühne ab. Bis 2018 soll dort noch gespielt werden, doch dann wird das Gebäude einem Neubau, dem sogenannten „Neuen Haus“ weichen müssen. Das „Neue Haus“ soll multifunktional nutzbar sein. Es soll zudem auch anderen Veranstaltungen der Stadt dienen und mit 300-400 Plätzen eine Saalgröße haben, die es so noch nicht in der Stadt zu finden gibt. Ohne die Komplikationen durch Archäologische Funde mit einzuberechnen, geht das Planungsteam anhand der Skizzen von einem Kostenvolumen zwischen rund 80 und 105 Millionen Euro aus. Ebenfalls neu soll ein großer Orchesterprobensaal westlich des Großen Hauses entstehen.

Umzug des Theaters in die Kongresshalle

Nach dem Motto „The show must go on“ wird aber  auch in der laufenden Bauzeit das Programm nicht unterbrochen werden. Das Theater zieht für diese Zeit in die Kongresshalle. Gespräche dazu wurden bereits mit Herrn Beck und Frau Weber geführt. Auch die Werkstätten werden in Industriebrachen verlegt werden. „Man muss das auch als Möglichkeit sehen, mal was neues auszuprobieren“, sagte die Intendantin des Theater Augsburg, Juliane Votteler, zu den räumlichen Veränderungen die auf sie zukommen werden. Insgesamt wird mit 10 Millionen Euro gerechnet, die die Anmietung dieser Ausweichplätze kosten werden.

Stadtrat wird Grundsatzentscheidung voraussichtlich Ende März fällen

Gestern Nachmittag wurden die genauen Pläne nun dem Kultur- und Baureferat vorgestellt. Eine Grundsatzentscheidung vom Stadtrat darüber wird Ende März erwartet. Die Gelder, die das Theater dadurch verschluckt, sind im Haushalt nämlich nicht abgebildet. Vom Freistaat Bayern ist mit einer maximalen Beteiligung von rund 70 Millionen Euro zu rechnen. Diese Summe ergibt sich aus einer maximalen Förderung von 46 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Baureferent Gerd Merkle äußerte sich auf die Frage, was geschehen sollte, wenn der Stadtrat sich Ende März gegen das Großprojekt entscheidet, wie folgt: „Wir möchten uns damit noch nicht auseinandersetzen. Aber eine gewisse Anspannung ist schon da.“

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