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Bislang absolvieren bereits Medizinstudierende der Universität Augsburg praktische Lehranteile bei Hessing sowie beim Klinikverbund Allgäu. Künftig sollen auch Studierende der THA Einblicke in medizinische Abläufe und den Einsatz medizintechnischer Geräte erhalten.
Mit der Kooperation baut Hessing sein Engagement in Forschung und Lehre innerhalb der Universitätsmedizin weiter aus. Neben der Patientenversorgung übernehmen die Ärztinnen und Ärzte der Klinik damit künftig auch zusätzliche Aufgaben in der Ausbildung angehender Medizintechnikingenieurinnen und -ingenieure.
Nach Angaben von Dr. Nils Schikora, Chefarzt des Hessing Zentrums für Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie, soll die Kooperation die praxisnahe Ausbildung stärken. Angesichts zunehmend komplexer Technologien solle die Verbindung zwischen medizinischer Versorgung und technischer Entwicklung gestärkt werden.
Die von Hessing betreuten Lehranteile werden ab dem Wintersemester 26/27 Bestandteile des Grundstudiums und der Vertiefungsphase des Bachelorstudiengangs Medizintechnik. Insbesondere sollen Lehrveranstaltungen, Gastvorträge, Praktika, Workshops, Gerätedemonstrationen, Projektbetreuung sowie Exkursionen angeboten werden. Bestimmte Lehrinhalte sollen auch in Präsenzblöcken direkt an den Hessing Kliniken vermittelt werden.
Der neue Bachelorstudiengang Medizintechnik verbindet ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit medizinischen Anwendungen. Die Kooperation mit Hessing soll diesen Praxisbezug weiter stärken.
„Ziel des neuen Bachelor-Studiengangs Medizintechnik ist es, Ingenieurinnen und Ingenieure auszubilden, die die Sprache und die Sichtweise der Medizin verstehen und praxisnah arbeiten. Wir verzeichnen schon jetzt ein hohes Interesse an dem neuen Angebot, wie die aktuellen Bewerber-Zahlen zeigen.“, erklärte Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg.
Die Studierenden können medizinische Anforderungen so nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern den klinischen Alltag erleben. Sie erhalten Einblicke in Behandlungsabläufe, den Einsatz medizintechnischer Geräte und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen.
Die Kooperation soll langfristig die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Klinik ausbauen. Direktor Roland J. Kottke sieht darin einen wichtigen Schritt für die medizinische Lehre in der Region.