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Liefern Studierende die Ideen für die Stadtentwicklung von morgen?
Auszeichnung

Liefern Studierende die Ideen für die Stadtentwicklung von morgen?

Beim Sommerfest der Fakultät für Architektur und Bauwesen wurden von der WBG-Stiftung Augsburg drei Arbeiten ausgezeichnet.
Beim Sommerfest der Fakultät für Architektur und Bauwesen der THA wurden von der WBG-Stiftung Augsburg drei Arbeiten im Bereich Stadtentwicklung ausgezeichnet. Foto: Andrea Wolf-Amedovski/Wohnbaugruppe Augsburg

Die Stiftung der Wohnbaugruppe Augsburg hat drei studentische Arbeiten mit insgesamt 2.700 Euro ausgezeichnet. Die Projekte beschäftigen sich mit Stadtentwicklung, nachhaltiger Sanierung und neuen Konzepten für Bildungsbauten in Augsburg

Die Stiftung der Wohnbaugruppe Augsburg hat auch 2026 gemeinsam mit der Technischen Hochschule Augsburg (THA) einen Studierendenwettbewerb veranstaltet. Im Mittelpunkt standen Themen aus den Bereichen Stadtentwicklung und Architektur. Im Rahmen des Sommerfestes der Fakultät für Architektur und Bauwesen an der THA wurden die drei besten Arbeiten ausgezeichnet. Insgesamt vergab die Stiftung Preisgelder in Höhe von 2.700 Euro.

Fokus auf zukunftsfähige Stadtentwicklung

Die eingereichten Arbeiten beschäftigten sich mit unterschiedlichen Fragestellungen für Augsburg. Dazu gehörten die mögliche Neugestaltung des Oberhauser Bahnhofs und des angrenzenden Quartiers. Weitere Themen waren die treibhausgasneutrale Sanierung von Bestandswohnanlagen sowie die Erweiterung der Grundschule St. Max in der Jakobervorstadt für den Ganztagsbetrieb. Eine Jury aus Fachleuten bewertete die Arbeiten und bestimmte die Preisträger.

WBG-Preis für Konzept zum Oberhauser Bahnhof

Der mit 1.500 Euro angesetzte WBG-Preis 2026 ging an Anika Heim, René Kromer und Sophia Willer. Sie entwickelten im Masterstudiengang „Energie Effizienz Design – E2D“ den Projektentwurf „Mehr als nur Umsteigen: Wenn aus einem Bahnhof ein Quartier wird. Bahnhof und Bahnhofsumfeld Oberhausen“. Das Auswahlgremium würdigte den Entwurf für den Umgang mit dem bestehenden Umfeld und die Verbindung von Gestaltung und Technik. Die Arbeit zeige, wie ein Verkehrsknotenpunkt zu einem lebendigen Quartier weiterentwickelt werden könnte.

Zwei Anerkennungspreise vergeben

Zwei weitere Arbeiten erhielten Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 600 Euro. Fabian Schwalm wurde für seine Bachelorarbeit „netZERO“ ausgezeichnet. Das Projekt beschäftigt sich mit der „Treibhausgasneutralen Sanierung und Erweiterung einer Wohnanlage Hessenbach+ in Augsburg“. Die Arbeit zeigt Ansätze, wie bestehende Wohnanlagen zu sozialen und klimafreundlichen Zukunftsorten weiterentwickelt werden können.

Ein weiterer Anerkennungspreis ging an die Gruppenarbeit von Niklas Böhm, Magdalena Christian, Benedikt Hilbich, Sarah-Jane Jenkins und Jannis Winter. Das Projekt „Umplanung der St. Max Schule Augsburg“ überzeugte durch ein Konzept, das den Bestand berücksichtigt und die Schule zu einem modernen Lernhaus weiterentwickeln könnte.

Bedeutung der Stiftung für Augsburgs Nachwuchs

Die WBG-Stiftung wurde 1996 anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Wohnbaugruppe Augsburg gegründet. Sie fördert seither den akademischen Nachwuchs in den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur und Bauwesen. Jährlich werden herausragende Studien- und Abschlussarbeiten mit Bezug zur Stadt Augsburg prämiert.

Zweiter Bürgermeister Dirk Wurm sprach bei der Preisverleihung über den Einfluss, den die WBG-Stiftung auf die Stadtentwicklung habe. „Mit ihrem Wirken setzt sie nicht nur wichtige Impulse für die zukunftsfähige Gestaltung Augsburgs, sondern schafft gleichzeitig auch Sichtbarkeit für junge Talente“, erklärt Wurm.

Auch Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg und Vorstandsvorsitzender der WBG-Stiftung, hob die ausgezeichneten Arbeiten der Talente hervor. „Die prämierten Arbeiten überzeugen durch innovative Lösungsansätze, gestalterische Qualität und ein gutes Verständnis für die Herausforderungen zeitgemäßer Stadtentwicklung“, so Hoppe.

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