Olympia | IHK Schwaben Rechtstipps

Tabu: Unternehmen dürfen keine Olympia-Hashtags verwenden

Symbolbild. Foto: Astrid Götze-Happe  / pixelio.de

Die Jagd nach Medaillen in Rio de Janeiro ist in vollem Gange. Mitgefiebert wird auf der ganzen Welt und folglich auch in den sozialen Netzwerken. Doch für Unternehmen kann dies gefährlich werden.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Mit einem „Hashtag-Verbot“ machte jüngst der DOSB (Deutsche Olympische Sportbund) auf sich aufmerksam. Demnach dürfen Firmen die Olympiahelden nicht in eigenen Tweets und Posts durch Hashtags wie „Rio2016“ oder „WirfuerD“ bejubeln. Nach anfänglicher Kritik äußerte sich auch  Michael Vesper, Chef de Mission Deutsche Olympiamannschaft, auf der DOSB-Twitter-Seite zu Wort.

„Eingeschränkt ist lediglich eine kommerzielle Ausnutzung“

„Es gibt kein Social-Media- und kein Hashtag-Verbot durch de DOSB. Weder gegenüber Athletinnen und Athleten der Olympiamannschaft noch gegenüber Privatpersonen, Gemeinden, Medien, Institutionen et cetera. Eingeschränkt ist lediglich eine kommerzielle Ausnutzung der Aufmerksamkeit der Olympischen Spiele durch Unternehmen, die sich als Trittbrettfahrer betätigen. Hashtags wie #Rio2016 und #WirfuerD dürfen ohne kommerzielle Absicht vor Athletinnen und Athleten sowie Privatpersonen jederzeit verwendet werden“, erklärte Michael Vesper.

Olympia während der Arbeitszeit

Doch nicht nur im Social-Media-Bereich ist Olympia ein Thema. Da, wie schon zur Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien, eine Zeitverschiebung von minus fünf Stunden zu Schwaben besteht, finden viele Wettbewerbe während der üblichen Arbeitszeit statt. Wer trotzdem die Wettkämpfe zwischen dem 5. und 21. August live verfolgen möchte, der muss sich an einige Regeln halten, wie IHK Schwaben Arbeitsrechtsexpertin Anita Christl erläutert:

Spiele dürfen Ablauf nicht stören

Durch Olympia gelten keine arbeitsrechtlichen Ausnahmeregelungen. Ebenso darf der Betriebsablauf durch Live-Berichterstattung nicht gestört werden. Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Arbeitgebers ist das Verfolgen der Spiele am Arbeitsplatz per Fernsehen oder Live-Stream nicht gestattet. Gleiches gilt für das Radio hören. Auch sollten Arbeitnehmer beim Einsatz von Smartphones oder Handys die Erlaubnis des Chefs einholen. War dies beispielsweise zur EM in Frankreich bereits erlaubt und möchte der Arbeitgeber dies nun ändern, sollte er seine Mitarbeiter hierüber informieren. Ansonsten rät die IHK-Expertin, wenn möglich auf Gleitzeit oder Arbeitszeitenkonten zurückzugreifen. In Absprache mit dem Chef und den Kollegen können so Kompromisse im Arbeitsalltag gefunden werden.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Olympia | IHK Schwaben Rechtstipps

Tabu: Unternehmen dürfen keine Olympia-Hashtags verwenden

Symbolbild. Foto: Astrid Götze-Happe  / pixelio.de

Die Jagd nach Medaillen in Rio de Janeiro ist in vollem Gange. Mitgefiebert wird auf der ganzen Welt und folglich auch in den sozialen Netzwerken. Doch für Unternehmen kann dies gefährlich werden.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Mit einem „Hashtag-Verbot“ machte jüngst der DOSB (Deutsche Olympische Sportbund) auf sich aufmerksam. Demnach dürfen Firmen die Olympiahelden nicht in eigenen Tweets und Posts durch Hashtags wie „Rio2016“ oder „WirfuerD“ bejubeln. Nach anfänglicher Kritik äußerte sich auch  Michael Vesper, Chef de Mission Deutsche Olympiamannschaft, auf der DOSB-Twitter-Seite zu Wort.

„Eingeschränkt ist lediglich eine kommerzielle Ausnutzung“

„Es gibt kein Social-Media- und kein Hashtag-Verbot durch de DOSB. Weder gegenüber Athletinnen und Athleten der Olympiamannschaft noch gegenüber Privatpersonen, Gemeinden, Medien, Institutionen et cetera. Eingeschränkt ist lediglich eine kommerzielle Ausnutzung der Aufmerksamkeit der Olympischen Spiele durch Unternehmen, die sich als Trittbrettfahrer betätigen. Hashtags wie #Rio2016 und #WirfuerD dürfen ohne kommerzielle Absicht vor Athletinnen und Athleten sowie Privatpersonen jederzeit verwendet werden“, erklärte Michael Vesper.

Olympia während der Arbeitszeit

Doch nicht nur im Social-Media-Bereich ist Olympia ein Thema. Da, wie schon zur Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien, eine Zeitverschiebung von minus fünf Stunden zu Schwaben besteht, finden viele Wettbewerbe während der üblichen Arbeitszeit statt. Wer trotzdem die Wettkämpfe zwischen dem 5. und 21. August live verfolgen möchte, der muss sich an einige Regeln halten, wie IHK Schwaben Arbeitsrechtsexpertin Anita Christl erläutert:

Spiele dürfen Ablauf nicht stören

Durch Olympia gelten keine arbeitsrechtlichen Ausnahmeregelungen. Ebenso darf der Betriebsablauf durch Live-Berichterstattung nicht gestört werden. Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Arbeitgebers ist das Verfolgen der Spiele am Arbeitsplatz per Fernsehen oder Live-Stream nicht gestattet. Gleiches gilt für das Radio hören. Auch sollten Arbeitnehmer beim Einsatz von Smartphones oder Handys die Erlaubnis des Chefs einholen. War dies beispielsweise zur EM in Frankreich bereits erlaubt und möchte der Arbeitgeber dies nun ändern, sollte er seine Mitarbeiter hierüber informieren. Ansonsten rät die IHK-Expertin, wenn möglich auf Gleitzeit oder Arbeitszeitenkonten zurückzugreifen. In Absprache mit dem Chef und den Kollegen können so Kompromisse im Arbeitsalltag gefunden werden.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben