Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

swa-Straßenbahntunnel: So geht es am Augsburger Hauptbahnhof weiter

Für den Straßenbahntunnel haben jetzt die Arbeiten im Bereich der Gütergleise begonnen. Foto: swa / Thomas Hosemann

Die Arbeiten für den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof haben begonnen. Um die Belastung für den Güterverkehr gering zu halten, werden derzeit Gleisabschnitte ausgebaut. In den kommenden Wochen wird auch die Baugrube für den späteren Straßenbahntunnel vorbereitet.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Für den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof haben jetzt die Arbeiten im Bereich der Gütergleise begonnen. Fünf Gleise werden in den nächsten Wochen mit Behelfsbrücken für den weiteren Bau vorbereitet. Dafür werden derzeit Gleisabschnitte ausgebaut. Ab Montag, den 1. Juni 2015,  nimmt dann auch ein großes Bohrgerät seine Arbeit auf. In den kommenden Wochen werden so die Voraussetzungen für den späteren Aushub der Baugrube im Gütergleisbereich geschaffen: Hier verläuft künftig der Straßenbahntunnel des Hauptbahnhofs.

Geringe Beeinträchtigungen für den Güterverkehr

In kommender Woche werden die fünf Gütergleise in Teilen abgebaut sein. An den Stellen, an denen künftig der Tunnel unter den Gleisen verläuft, werden Behelfsbrücken errichtet. So kann später das Erdreich darunter für den Tunnelbau ausgegraben werden, ohne den Güterverkehr wesentlich zu beeinträchtigen. Dazu werden mit einem Bohrgerät zunächst Stahlträger als Fundamente ins Erdreich eingebracht. Darauf werden anschließend die bis zu 20 Meter langen Behelfsbrückenteile gelegt und die Gleise wieder montiert.

Lärmbelästigung für Anwohner weitestgehend minimiert

Parallel werden für den Verbau der künftigen Tunnelbaugrube mit dem Bohrgerät Stahlträger in den Boden eingebracht. Weil die Träger eingebohrt und nicht eingerüttelt werden, ist bei dieser Methode die Lärmbelästigung für Anwohner minimiert. Später werden beim Ausbaggern der Baugrube je nach Tiefe nach und nach Holzbohlen zwischen die Stahlträger geschoben. So entsteht eine standsichere Wand für die Baugrube entsteht.

Arbeiten im Bereich der Tunnelausfahrt beginnen im Juli

Im Bereich der künftigen Böschung der Tunnelausfahrt an der Rosenaustraße werden ab Juli auf der Südseite Betonbohrpfähle in die Erde eingebracht. Von August bis Jahresende wird die rund 70 Meter lange und bis zu 14 Meter tiefe Baugrube ausgebaggert. Gleichzeitig wird der etwa 50 Meter lange Einschnitt in die Hangkante von der Rosenaustraße bis zur Tunneleinfahrt ausgehoben. Der Aushub wird mit Lastwagen Richtung Gögginger Straße abtransportiert.  Auf einer angemieteten Fläche in der Nähe der Fußballarena wird der Aushub für die notwendigen Altlasten-Analysen zwischengelagert. Ab kommendem Jahr werden in der Baugrube die Bodenplatten, Wände und Decken des Tunnelbauwerks hergestellt.

Die Mobilitätsdrehscheibe Augsburg (MDA) Hauptbahnhof

2022 soll der Straßenbahntunnel samt Haltestelle unter dem Hauptbahnhof in Betrieb gehen. Dadurch soll sich die Situation für Fahrgäste wesentlich verbessern. Die Tramhaltestelle im zweiten Untergeschoß ist barrierefrei. Sie ist mit Aufzügen sowie mit Rolltreppen und Treppen mit der darüber liegenden sogenannten Verteilerebene und weiter mit den Bahnsteigen der DB verbunden. 143,5 Millionen Euro zuzüglich allgemeiner Baupreissteigerungen, fünf Millionen Euro Kostenpuffer sowie Nebenkosten etwa für das Projektmanagement wird die MDA Hauptbahnhof kosten. Das Projekt wird mit dem Höchstsatz von 83 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land bezuschusst. In den zusätzlichen Bahnsteig F für den Regio-Schienen-Takt und die Modernisierung insbesondere bahntechnischer Anlagen investiert die Deutsche Bahn in Augsburg zusätzlich über 100 Millionen Euro.

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Für den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof haben jetzt die Arbeiten im Bereich der Gütergleise begonnen. Fünf Gleise werden in den nächsten Wochen mit Behelfsbrücken für den weiteren Bau vorbereitet. Dafür werden derzeit Gleisabschnitte ausgebaut. Ab Montag, den 1. Juni 2015,  nimmt dann auch ein großes Bohrgerät seine Arbeit auf. In den kommenden Wochen werden so die Voraussetzungen für den späteren Aushub der Baugrube im Gütergleisbereich geschaffen: Hier verläuft künftig der Straßenbahntunnel des Hauptbahnhofs.

Geringe Beeinträchtigungen für den Güterverkehr

In kommender Woche werden die fünf Gütergleise in Teilen abgebaut sein. An den Stellen, an denen künftig der Tunnel unter den Gleisen verläuft, werden Behelfsbrücken errichtet. So kann später das Erdreich darunter für den Tunnelbau ausgegraben werden, ohne den Güterverkehr wesentlich zu beeinträchtigen. Dazu werden mit einem Bohrgerät zunächst Stahlträger als Fundamente ins Erdreich eingebracht. Darauf werden anschließend die bis zu 20 Meter langen Behelfsbrückenteile gelegt und die Gleise wieder montiert.

Lärmbelästigung für Anwohner weitestgehend minimiert

Parallel werden für den Verbau der künftigen Tunnelbaugrube mit dem Bohrgerät Stahlträger in den Boden eingebracht. Weil die Träger eingebohrt und nicht eingerüttelt werden, ist bei dieser Methode die Lärmbelästigung für Anwohner minimiert. Später werden beim Ausbaggern der Baugrube je nach Tiefe nach und nach Holzbohlen zwischen die Stahlträger geschoben. So entsteht eine standsichere Wand für die Baugrube entsteht.

Arbeiten im Bereich der Tunnelausfahrt beginnen im Juli

Im Bereich der künftigen Böschung der Tunnelausfahrt an der Rosenaustraße werden ab Juli auf der Südseite Betonbohrpfähle in die Erde eingebracht. Von August bis Jahresende wird die rund 70 Meter lange und bis zu 14 Meter tiefe Baugrube ausgebaggert. Gleichzeitig wird der etwa 50 Meter lange Einschnitt in die Hangkante von der Rosenaustraße bis zur Tunneleinfahrt ausgehoben. Der Aushub wird mit Lastwagen Richtung Gögginger Straße abtransportiert.  Auf einer angemieteten Fläche in der Nähe der Fußballarena wird der Aushub für die notwendigen Altlasten-Analysen zwischengelagert. Ab kommendem Jahr werden in der Baugrube die Bodenplatten, Wände und Decken des Tunnelbauwerks hergestellt.

Die Mobilitätsdrehscheibe Augsburg (MDA) Hauptbahnhof

2022 soll der Straßenbahntunnel samt Haltestelle unter dem Hauptbahnhof in Betrieb gehen. Dadurch soll sich die Situation für Fahrgäste wesentlich verbessern. Die Tramhaltestelle im zweiten Untergeschoß ist barrierefrei. Sie ist mit Aufzügen sowie mit Rolltreppen und Treppen mit der darüber liegenden sogenannten Verteilerebene und weiter mit den Bahnsteigen der DB verbunden. 143,5 Millionen Euro zuzüglich allgemeiner Baupreissteigerungen, fünf Millionen Euro Kostenpuffer sowie Nebenkosten etwa für das Projektmanagement wird die MDA Hauptbahnhof kosten. Das Projekt wird mit dem Höchstsatz von 83 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land bezuschusst. In den zusätzlichen Bahnsteig F für den Regio-Schienen-Takt und die Modernisierung insbesondere bahntechnischer Anlagen investiert die Deutsche Bahn in Augsburg zusätzlich über 100 Millionen Euro.

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