Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

swa investiert über 5 Millionen in Gaswerk

Die swa sanieren im Gaswerk die Altlasten. Foto: Thomas Hosemann / swa

Die Stadtwerke Augsburg bereiten den Boden für eine neue Nutzung im Gaswerk Augsburg-Oberhausen. Mit der Altlastsanierung helfen die swa bei der kommenden zukunftsfähigen Nutzung. Derzeit werden circa drei Millionen Euro in die Sanierung der 2.400 Quadratmeter investiert.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Bei der Bodensanierung im Gaswerk Augsburg-Oberhausen geht es jetzt in die Tiefe. Mit der umfangreichen Altlastensanierung bereitet die Stadtwerke Augsburg Holding GmbH (swa) das Industriedenkmal für eine zukunftsfähige Nutzung vor. Schon in den vergangenen Jahren haben die swa vieles unternommen, um das Gelände des ehemaligen Gaswerks von Altlasten zu befreien. Als abschließende Maßnahme läuft seit September 2014 eine umfangreiche Bodensanierung. Für rund drei Millionen Euro wird das Erdreich auf einer Fläche von rund 2.400 Quadratmetern bis in zehn Meter Tiefe ausgetauscht.

Gaswerk soll vollständig modernisiert werden

Über 2,3 Millionen Euro haben die swa bisher für die Altlastensanierung im Gaswerk ausgegeben. Zusätzlich sind jedes Jahr rund eine halbe Million Euro in den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude geflossen. „Derzeit erfolgt mit drei Millionen Euro die umfangreichste und letzte große Einzelmaßnahme“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer, „wir wollen damit dieses Industriedenkmal von europäischem Rang für eine künftige Nutzung vorbereiten.“ So ist geplant, das Gaswerk als „Kreativwerk“ zu einem Zentrum für die Kreativwirtschaft zu entwickeln. In diesem könnten die Kunst- und Kulturschaffenden vom Kulturpark West einziehen. Die Planungen dazu laufen derzeit unter Federführung der Stadt Augsburg. Die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt sollen Ende April vorgestellt werden.

Bei vergangener Gasherstellung wurde Boden belastet

Bereits 2003 haben die Stadtwerke eine umfangreiche Untersuchung in Auftrag gegeben. „Seitdem haben wir ein detailliertes Bild über die Altlasten auf dem Gelände“, so Dietmayer. So sind bei der Gasherstellung bis 1968 eine Reihe von Nebenprodukten, wie Benzol, Teer und Teeröl angefallen. Diese wurden in den sogenannten „westlichen Werkstätten“ auf dem Gaswerksgelände aufbereitet, abgefüllt und verladen. In diesem Bereich wurden sowohl Gebäude als auch der umgebende und darunter liegende Boden belastet.

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Fachgerechte Abgrabung und Entsorgung

Entsprechend wurde in den vergangenen Monaten in Abstimmung mit den Umwelt- und Denkmalschutzbehörden ein Gebäudeteil abgebrochen und eine erste Bodenschicht von etwa drei bis fünf Metern abgegraben. In den kommenden Wochen wird der Boden bis zu einer Tiefe von zehn Metern ausgetauscht. Abbruchmaterial und Erdhaushub werden an Ort und Stelle in Erdhaufen beprobt. Nach der Analyse wird der Aushub je nach Schadensklasse fachtechnisch entsorgt. Die Tiefe von etwa zehn Metern wird Ende Mai erreicht sein. Dann wird die riesige Grube wieder verfüllt. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nachdem sich durch den Eingriff Schadstoffe im Boden auslösen und ins Grundwasser gelangen könnten, wurden im Verlauf des Grundwasserstroms acht Brunnen installiert. Diese pumpen seit Beginn der Erdarbeiten das Grundwasser vorsorglich ab. Das Wasser durchläuft eine aufwändige Filteranlage auf dem Gelände und wird anschließend wieder versickert.

Bewohner werden geringfügig betroffen sein

Die Arbeiten lassen sich nicht ganz ohne Beeinträchtigung der direkten Anwohner umsetzen. Während des Aushubs und der Entsorgung des belasteten Erdreichs kann es zu Geruchsbelästigung kommen. Möglicherweise wird es zeitweise nach Teer riechen. Außerdem muss mit erhöhtem LKW-Verkehr gerechnet werden.

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Gaswerk soll vollständig modernisiert werden

Über 2,3 Millionen Euro haben die swa bisher für die Altlastensanierung im Gaswerk ausgegeben. Zusätzlich sind jedes Jahr rund eine halbe Million Euro in den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude geflossen. „Derzeit erfolgt mit drei Millionen Euro die umfangreichste und letzte große Einzelmaßnahme“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer, „wir wollen damit dieses Industriedenkmal von europäischem Rang für eine künftige Nutzung vorbereiten.“ So ist geplant, das Gaswerk als „Kreativwerk“ zu einem Zentrum für die Kreativwirtschaft zu entwickeln. In diesem könnten die Kunst- und Kulturschaffenden vom Kulturpark West einziehen. Die Planungen dazu laufen derzeit unter Federführung der Stadt Augsburg. Die Ergebnisse einer Zukunftswerkstatt sollen Ende April vorgestellt werden.

Bei vergangener Gasherstellung wurde Boden belastet

Bereits 2003 haben die Stadtwerke eine umfangreiche Untersuchung in Auftrag gegeben. „Seitdem haben wir ein detailliertes Bild über die Altlasten auf dem Gelände“, so Dietmayer. So sind bei der Gasherstellung bis 1968 eine Reihe von Nebenprodukten, wie Benzol, Teer und Teeröl angefallen. Diese wurden in den sogenannten „westlichen Werkstätten“ auf dem Gaswerksgelände aufbereitet, abgefüllt und verladen. In diesem Bereich wurden sowohl Gebäude als auch der umgebende und darunter liegende Boden belastet.

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Entsprechend wurde in den vergangenen Monaten in Abstimmung mit den Umwelt- und Denkmalschutzbehörden ein Gebäudeteil abgebrochen und eine erste Bodenschicht von etwa drei bis fünf Metern abgegraben. In den kommenden Wochen wird der Boden bis zu einer Tiefe von zehn Metern ausgetauscht. Abbruchmaterial und Erdhaushub werden an Ort und Stelle in Erdhaufen beprobt. Nach der Analyse wird der Aushub je nach Schadensklasse fachtechnisch entsorgt. Die Tiefe von etwa zehn Metern wird Ende Mai erreicht sein. Dann wird die riesige Grube wieder verfüllt. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nachdem sich durch den Eingriff Schadstoffe im Boden auslösen und ins Grundwasser gelangen könnten, wurden im Verlauf des Grundwasserstroms acht Brunnen installiert. Diese pumpen seit Beginn der Erdarbeiten das Grundwasser vorsorglich ab. Das Wasser durchläuft eine aufwändige Filteranlage auf dem Gelände und wird anschließend wieder versickert.

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Die Arbeiten lassen sich nicht ganz ohne Beeinträchtigung der direkten Anwohner umsetzen. Während des Aushubs und der Entsorgung des belasteten Erdreichs kann es zu Geruchsbelästigung kommen. Möglicherweise wird es zeitweise nach Teer riechen. Außerdem muss mit erhöhtem LKW-Verkehr gerechnet werden.

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