Verkehrsbehinderungen

Sturmtief Sabine: BRB und BOB Züge fallen aus

Symbolbild. BRB Zug am Augsburger Hauptbahnhof. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Sturmtief Sabine zeiht seit gestern Nacht über Deutschland hinweg. Am frühen Montag Morgen hat das Unwetter auch Bayern erreicht. Deswegen kommt es auch zu massiven Behinderung im Bahnverkehr.

Update 11. Februar:

Der Bahnbetrieb von Meridian, BOB und BRB ist weitestgehend wieder aufgenommen worden. Die Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen jedoch voraussichtlich noch bis heute Mittag. Mit Taxis wird der Schienenersatzverkehr zwischen Radersdorf und Schrobenhausen organisiert, denn auch hier sind die Gleise aktuell noch gesperrt. Eine dritte Streckensperrung findet zur Stunde außerdem noch im Allgäu statt: Hier zwischen Marktoberdorf und Lengenwang. Kurzfristige Streckensperrungen mit Zugausfällen und Verspätungen seien aufgrund von verminderten Fahrgeschwindigkeiten weiterhin möglich, erklärten die Bahn-Betreiber. Reisende werden deswegen gebeten, sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Stand zu informieren.

Update:

Meridian: Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München ist der Betrieb wieder angelaufen. Es kann noch zu einzelnen Verspätungen und dem Ausfall der Zwischenzüge nach Traunstein kommen. Die Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim ist wegen der beschädigten Oberleitung weiterhin gesperrt. Eine Betriebsaufnahme hier ist frühestens morgen möglich.

BOB: Die Züge auf den Strecken Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries – Holzkirchen fahren wieder. Eine Weiterfahrt nach München ist derzeit noch nicht möglich. Es wird gerade noch die Möglichkeit geprüft, bis Deisenhofen zu fahren, um den Fahrgästen dort den Umstieg auf die S-Bahn Richtung München Ost zu ermöglichen.

BRB: Auf der Strecke Schongau – Geltendorf – Augsburg laufen die letzten Erkundungsfahrten mit Freischnitt der Strecke. Nach Abschluss dieser Fahrten wird der Betrieb dort ebenfalls wieder aufgenommen. Die Strecke Ingolstadt – Augsburg ist noch nicht wieder befahrbar. Es verkehrt ein Buspendel zwischen Ingolstadt Hbf und Schrobenhausen. Der Verkehr zwischen Eichstätt Stadt und Eichstätt Bahnhof läuft weiterhin.

BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Zwischen Füssen und Buchloe wird weiterhin ein Buspendel angeboten. Die Strecke Augsburg – Buchloe wird vsl. ab 17:00 Uhr wieder in Betrieb gehen. Auf der Strecke Augsburg – Landsberg findet ebenfalls gerade eine Erkundungsfahrt statt. Bei positivem Verlauf wird hier auch der Zugverkehr wieder aufgenommen. Auf dem Abschnitt München – Buchloe ist bis morgen keine Betriebsaufnahme möglich.

Update: Erkundungsfahrten und erste Betriebsaufnahmen sind wieder möglich. Im Einzelnen stellt sich die Lage derzeit wie folgt dar:

- Meridian: Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen. Daher ist auf diesem Abschnitt weiterhin kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München wird der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Der erste Meridian ab Salzburg startet dort um 13:02 Uhr, in Kufstein um 13:13 Uhr. Fahrgäste aus Kufstein müssen dann in Rosenheim in den Salzburger-Zug zur Weiterfahrt nach München umsteigen.

- BOB: Die Strecke Holzkirchen – München ist nach wie vor gesperrt. Erkundungsfahrten im Oberland finden wieder ab 13:00 Uhr statt. Danach wird entschieden, ob der Betrieb auf den Strecken Bayrischzell/Lenggries/Tegernsee – Holzkirchen wieder starten kann.

- BRB: Die Strecken Schongau – Weilheim sowie Augsburg – Ingolstadt sind ebenfalls wegen Bäumen im Gleis weiterhin gesperrt. Die Züge zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt fahren.

- BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Zwischen Füssen und Buchloe ist kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Für die Abschnitte Buchloe/Kaufering – Bobingen – Augsburg sind Erkundungsfahrten geplant, die zu einer Entscheidung über das weitere Vorgehen führen sollen.

Die Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH bereiten sich derzeit wie alle deutschen Bahnunternehmen auf das bisher stärkste Sturmtief 2020 vor. Es wird erwartet, dass der Höhepunkt des Sturms die Netze von Meridian, BOB und BRB genau ab dem Betriebsstart in den frühen Morgenstunden bis mittags erreicht.  

Kein Personenverkehr vor 10.00 Uhr

Heute beginnt der Schienenverkehr daher erst frühestens ab 10.00. Das heißt, die Schülerzüge vormittags und mittags sowie voraussichtlich alle Verstärkerzüge im Pendlerverkehr morgens entfallen. Die Entscheidung über den tatsächlichen Betriebsstart und den weiteren Ablauf wird jedoch je nach aktueller Wetterlage erst in den Morgenstunden sowie permanent im Tagesverlauf getroffen. Aktuell laufen bereits Erkundungsfahrten, um festzustellen wo und ob Schäden an den Gleisen entstanden sind.

Verspätungen und Totalausfälle wahrscheinlich

Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Fahrt unbedingt zu informieren, ob diese stattfindet. In jedem Fall muss bei allen Verbindungen mit Verspätungen aufgrund von Langsamfahrstellen, Zugausfällen und im Extremfall der kompletten Einstellung des Betriebs gerechnet werden.

Zwischenzeitlich sind die ersten Erkundungsfahrten abgeschlossen. Die Betreiber bezeichnen die Lage als „teilweise ernüchternd“: Der Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und München ist wegen Bäumen im Gleis derzeit gesperrt. Die Räumung dauert mindestens fünf Stunden. Auch auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurden Bäume im Gleisbereich gefunden. Der Streckenabschnitt zwischen Holzkirchen und München ist ebenfalls wegen Bäumen an mehreren Stellen im Gleis gesperrt. Der Zugverkehr Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt konnte jedoch inzwischen wieder aufgenommen werden. Kurz hinter Füssen sind ebenfalls Bäume ins Gleis gestürzt. Hier kommt es weiterhin zu Behinderungen.  

Daher ist eine Aufnahme des Zugverkehrs noch bis mindestens 14.00 Uhr nicht möglich. Die Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH stehen in engem Austausch mit den Einsatzkräften, um eine schnelle Räumung der Strecken zu fördern. Allerdings werden so genannte Nebenstrecken erst nach den Hauptstrecken rund um München und Augsburg an die Reihe kommen.  

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Update 11. Februar:

Der Bahnbetrieb von Meridian, BOB und BRB ist weitestgehend wieder aufgenommen worden. Die Züge zwischen München und Deisenhofen entfallen jedoch voraussichtlich noch bis heute Mittag. Mit Taxis wird der Schienenersatzverkehr zwischen Radersdorf und Schrobenhausen organisiert, denn auch hier sind die Gleise aktuell noch gesperrt. Eine dritte Streckensperrung findet zur Stunde außerdem noch im Allgäu statt: Hier zwischen Marktoberdorf und Lengenwang. Kurzfristige Streckensperrungen mit Zugausfällen und Verspätungen seien aufgrund von verminderten Fahrgeschwindigkeiten weiterhin möglich, erklärten die Bahn-Betreiber. Reisende werden deswegen gebeten, sich vor Fahrtantritt über den aktuellen Stand zu informieren.

Update:

Meridian: Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München ist der Betrieb wieder angelaufen. Es kann noch zu einzelnen Verspätungen und dem Ausfall der Zwischenzüge nach Traunstein kommen. Die Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim ist wegen der beschädigten Oberleitung weiterhin gesperrt. Eine Betriebsaufnahme hier ist frühestens morgen möglich.

BOB: Die Züge auf den Strecken Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries – Holzkirchen fahren wieder. Eine Weiterfahrt nach München ist derzeit noch nicht möglich. Es wird gerade noch die Möglichkeit geprüft, bis Deisenhofen zu fahren, um den Fahrgästen dort den Umstieg auf die S-Bahn Richtung München Ost zu ermöglichen.

BRB: Auf der Strecke Schongau – Geltendorf – Augsburg laufen die letzten Erkundungsfahrten mit Freischnitt der Strecke. Nach Abschluss dieser Fahrten wird der Betrieb dort ebenfalls wieder aufgenommen. Die Strecke Ingolstadt – Augsburg ist noch nicht wieder befahrbar. Es verkehrt ein Buspendel zwischen Ingolstadt Hbf und Schrobenhausen. Der Verkehr zwischen Eichstätt Stadt und Eichstätt Bahnhof läuft weiterhin.

BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Zwischen Füssen und Buchloe wird weiterhin ein Buspendel angeboten. Die Strecke Augsburg – Buchloe wird vsl. ab 17:00 Uhr wieder in Betrieb gehen. Auf der Strecke Augsburg – Landsberg findet ebenfalls gerade eine Erkundungsfahrt statt. Bei positivem Verlauf wird hier auch der Zugverkehr wieder aufgenommen. Auf dem Abschnitt München – Buchloe ist bis morgen keine Betriebsaufnahme möglich.

Update: Erkundungsfahrten und erste Betriebsaufnahmen sind wieder möglich. Im Einzelnen stellt sich die Lage derzeit wie folgt dar:

- Meridian: Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen. Daher ist auf diesem Abschnitt weiterhin kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München wird der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Der erste Meridian ab Salzburg startet dort um 13:02 Uhr, in Kufstein um 13:13 Uhr. Fahrgäste aus Kufstein müssen dann in Rosenheim in den Salzburger-Zug zur Weiterfahrt nach München umsteigen.

- BOB: Die Strecke Holzkirchen – München ist nach wie vor gesperrt. Erkundungsfahrten im Oberland finden wieder ab 13:00 Uhr statt. Danach wird entschieden, ob der Betrieb auf den Strecken Bayrischzell/Lenggries/Tegernsee – Holzkirchen wieder starten kann.

- BRB: Die Strecken Schongau – Weilheim sowie Augsburg – Ingolstadt sind ebenfalls wegen Bäumen im Gleis weiterhin gesperrt. Die Züge zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt fahren.

- BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Zwischen Füssen und Buchloe ist kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Für die Abschnitte Buchloe/Kaufering – Bobingen – Augsburg sind Erkundungsfahrten geplant, die zu einer Entscheidung über das weitere Vorgehen führen sollen.

Die Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH bereiten sich derzeit wie alle deutschen Bahnunternehmen auf das bisher stärkste Sturmtief 2020 vor. Es wird erwartet, dass der Höhepunkt des Sturms die Netze von Meridian, BOB und BRB genau ab dem Betriebsstart in den frühen Morgenstunden bis mittags erreicht.  

Kein Personenverkehr vor 10.00 Uhr

Heute beginnt der Schienenverkehr daher erst frühestens ab 10.00. Das heißt, die Schülerzüge vormittags und mittags sowie voraussichtlich alle Verstärkerzüge im Pendlerverkehr morgens entfallen. Die Entscheidung über den tatsächlichen Betriebsstart und den weiteren Ablauf wird jedoch je nach aktueller Wetterlage erst in den Morgenstunden sowie permanent im Tagesverlauf getroffen. Aktuell laufen bereits Erkundungsfahrten, um festzustellen wo und ob Schäden an den Gleisen entstanden sind.

Verspätungen und Totalausfälle wahrscheinlich

Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Fahrt unbedingt zu informieren, ob diese stattfindet. In jedem Fall muss bei allen Verbindungen mit Verspätungen aufgrund von Langsamfahrstellen, Zugausfällen und im Extremfall der kompletten Einstellung des Betriebs gerechnet werden.

Zwischenzeitlich sind die ersten Erkundungsfahrten abgeschlossen. Die Betreiber bezeichnen die Lage als „teilweise ernüchternd“: Der Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und München ist wegen Bäumen im Gleis derzeit gesperrt. Die Räumung dauert mindestens fünf Stunden. Auch auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurden Bäume im Gleisbereich gefunden. Der Streckenabschnitt zwischen Holzkirchen und München ist ebenfalls wegen Bäumen an mehreren Stellen im Gleis gesperrt. Der Zugverkehr Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt konnte jedoch inzwischen wieder aufgenommen werden. Kurz hinter Füssen sind ebenfalls Bäume ins Gleis gestürzt. Hier kommt es weiterhin zu Behinderungen.  

Daher ist eine Aufnahme des Zugverkehrs noch bis mindestens 14.00 Uhr nicht möglich. Die Bayerische Oberlandbahn GmbH und Bayerische Regiobahn GmbH stehen in engem Austausch mit den Einsatzkräften, um eine schnelle Räumung der Strecken zu fördern. Allerdings werden so genannte Nebenstrecken erst nach den Hauptstrecken rund um München und Augsburg an die Reihe kommen.  

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