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Die internationale Wirtschaft befürchtet, dass China bei einer weiteren Ausbreitung von Omikron harte Maßnahmen ergreift. Denn aufgrund der Null-Covid-Strategie werden dort bei geringsten Anzeichen eines Ausbruchs ganze Regionen isoliert. Jüngst erhielten 1,2 Millionen Bürger im Süden von Peking eine häusliche Anordnung aufgrund von fünf positiven Testergebnissen. Jana Lovell, Leiterin des Geschäftsfelds International der IHK Schwaben verdeutlicht das bayerisch-schwäbische Interesse an den Geschehnissen: „Mit einem Handelsvolumen von 33,9 Mrd. Euro (2020) ist China Bayerns wichtigster Handelspartner und verantwortlich für 9 Prozent des gesamten bayerischen Außenhandelsvolumens.“
Wie sich dieses Szenario auf die bayerisch-schwäbische Wirtschaft auswirkt, zeigen die chinesischen Lockdowns aus der noch jungen Vergangenheit. „Als wichtigster Beschaffungsmarkt für elektrotechnische Erzeugnisse und Maschinen treffen Verzögerungen in Produktion oder Auslieferung den Wirtschaftsstandort Bayerisch-Schwaben. Traditionell sind hier viele Produktionsunternehmen ansässig, die auf die Waren aus China angewiesen sind. Gleichzeitig ist China auch ein wichtiger Exportmarkt. Wenn dort der Zugang erschwert ist, leidet der Absatz“, fasst Lovell zusammen.
Das drohende Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen für Bayerisch-Schwaben lässt sich nur schwer abschätzen. In Deutschland zeigt sich derzeit wie ansteckend die Omikron-Variante sich ihren Weg bahnt. Für Lovell steht eines unumstritten fest: „Sollte eine etwaige höhere Infektionslage zu noch mehr Lockdowns von Städten, Häfen und anderen Einrichtungen führen, so käme es in Bayerisch-Schwaben zu Störungen im Produktionsablauf, Lieferverzögerungen und zu spürbarem wirtschaftlichen Schaden.“
Beschaffungsketten und Transportmöglichkeiten sind aufgrund der pandemischen Entwicklung bereits angespannt. Rohstoffmangel, Inflation und Containerschwund setzen Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben in ihrem geschäftlichen Alltag zu. „Zudem gibt es viele Unternehmen aus der Region, die eigene Standorte in China betreiben. Diese leiden zum einen, wenn es bei Warenlieferungen zu Verspätungen und Ausfällen kommt. Zum anderen stehen die Bänder manchmal still, wenn ganze Städte in Quarantäne müssen und damit auch Beschäftigte in ihren Wohnungen festsitzen und nicht zur Arbeit kommen können“, erklärt Lovell abschließend. Damit bereitet die sich anbahnende Entwicklung auch vor Ort zunehmend Sorgen.