B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Studiengebühr: Volksbegehren fordert Politik Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“

Studiengebühr: Volksbegehren fordert Politik Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“

 Das Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“ konnte einen positiven Ausgang verbuchen, Foto: B4B SCHWABEN

Studenten können vorerst aufatmen. Über 14 Prozent der Bayern stimmten im Rahmen des Volksbegehrens „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“ gegen Studiengebühren. Sollte eine Abschaffung tatsächlich stattfinden, stehen Politik und Universitäten vor einer großen Herausforderung.

Rund 1,35 Millionen Bürger haben für das Volksbegehren „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“ ihre Stimme abgegeben. Zwischen dem 17. und dem 30. Januar 2013 unterschrieben somit 14,4 Prozent der Bayern für die Abschaffung der Studiengebühren. Die Anzahl der Unterschriften überschritt das geforderte Maß deutlich: um 411.113 Stimmen. In Bayern müssen sich für die Schaffung eines neuen Gesetzes mindestens 10 Prozent der Bürger in eine Volksbegehrensliste eintragen. Das endgültige Ergebnis stellt der Landeswahlausschuss voraussichtlich am 26. Februar 2013 um 11 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Sitzung im Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung in München fest.

Dank Studiengebühren mehr Qualität an der Uni Augsburg

Laut der Universität Augsburg ruft der nun zu erwartende Wegfall der Studienbeiträge die Politik zum Handeln auf. Die Einführung der Studienbeiträge habe an der Universität Augsburg zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung der Studienbedingungen geführt – nicht zuletzt ein wichtiges Argument für die Wettbewerbsfähigkeit. Ohne eine möglichst rasche und vollständige Kompensation der Einnahmen aus Studienbeiträgen würden die substantiellen Verbesserungen rückgängig gemacht werden, die ausschließlich der Ausbildung der Studierenden zugutekommen. Zahlreiche Verträge mit Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern stünden ebenso auf dem Spiel wie Tutorien, erweiterte Serviceangebote, die verbesserte Ausstattung der Bibliothek und verlängerte Öffnungszeiten. Ebenso stehe die Weiterbeschäftigung zahlreicher Wissenschaftler und Mitarbeiter in Frage: Insgesamt 288 Mitarbeiter sind derzeit an der Universität Augsburg über Studienbeitragsmittel beschäftigt.

vbw fordert: Qualitätsvorsprung bayerischer Unis darf nicht verspielt werden

Auch die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert eine Intensivierung der öffentlichen Diskussion über das Thema Studiengebühren nach dem positiven Verlauf des Volksbegehrens. „Die Studienbeiträge haben die Rahmenbedingungen für Studierende deutlich verbessert“, weiß Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. Die Einnahmen von 180 Millionen Euro im Jahr 2011 hätten zu einem enormen Qualitätsvorsprung bayerischer Hochschulen geführt, der nicht verspielt werden dürfe. Brossardt betonte weiter, dass die Studierenden selbst die Nutznießer der guter Rahmenbedingungen seien, wie die steigenden Studienanfänger-Zahlen in Bayern belegten. Die vbw betrachtet die Studienbeiträge als Gewährleistung einer langfristigen Planungssicherheit für Studierende und Hochschulen und der Qualität der akademischen Ausbildung in Bayern. Kompensationszahlungen über den Haushalt könnten den derzeitigen Standard in der Lehre nicht sicherstellen.

IG Metall begrüßt Abschaffung der Studiengebühren

Die IG Metall hingegen begrüßte den Ausgang des Bürgerbegehrens „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“. Jürgen Wechsler, IG Metall-Bezirksleiter, erklärte: „Die Menschen in Bayern haben ihren Willen zur Abschaffung der unsinnigen und ungerechten Studiengebühren mit großer Eindeutigkeit ausgedrückt. Jetzt muss die Politik das Ergebnis ohne Trödeln und parteipolitisches Kalkül umsetzen.“ Wechsler betonte außerdem, dass Chancengleichheit in der Bildung nicht nur eine ethische Notwendigkeit, sondern auch ganz pragmatisch eine Voraussetzung für gut ausgebildete Fachkräfte sei. Von Beginn an hat die IG Metall Bayern das Volksbegehren gegen Studiengebühren aktiv unterstützt.

Artikel zum gleichen Thema