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Stellenabbau: manroland geht Kompromiss mit IG Metall ein
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manroland web systems GmbH

Stellenabbau: manroland geht Kompromiss mit IG Metall ein

 Foto: manroland web systems

Die Mitarbeiter von manroland waren über die Hiobsbotschaft, die die Geschäftsführung Ende Oktober bekannt gab, geschockt: 262 Stellen sollten gestrichen werden, Produktionsprozesse ausgegliedert und die Ausbildung komplett eingestellt werden.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Manroland verkündete unlängst radikale Maßnahmen, um das Unternehmen auch für die Zukunft gut aufzustellen: Outsourcing, Stellenabbau, keine Ausbildung mehr. Für die Mitarbeiter schlechte Neuigkeiten, die Mitarbeitervertretung IG Metall suchte daraufhin das Gespräch mit der Geschäftsführung. Nun konnte ein Kompromiss für alle Beteiligten ausgehandelt werden.

225 statt 262 Stellen werden abgebaut – Ausbildung bleibt erhalten

Die Gewerkschaft IG Metall führte zusammen mit der Geschäftsleitung von manroland lange und ausführliche Gespräche. Ein Kompromiss wurde nun festgelegt. Dennoch: Stellen müssen gestrichen werden, allerdings etwas weniger wie erwartet. 225 Stellen werden abgebaut. Im Gegenzug werden die betroffenen Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft übernommen, falls sie dies wünschen. Hinzu kommen umfangreiche Abfindungen für die entlassenen Beschäftigten. Die betriebliche Ausbildung bleibt, obwohl zunächst anders verkündet, auch in Zukunft erhalten, eine zweijährige Beschäftigungssicherung und Investitionen wurden vereinbart.

Kompromiss sichert hunderte Arbeitsplätze

Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg bewertet das Ergebnis als einen „schmerzhaften Kompromiss“. Dieser sei aber notwendig gewesen, denn es hätten auch ganz andere Planungen im Raum gestanden. Der ursprünglich geplante Personalabbau von 262 Stellen habe auf den ersten Blick zwar nur geringfügig geändert werden können, doch habe man durch den Erhalt der Ausbildung und die Vereinbarung einer zweijährigen Beschäftigungssicherung hunderte von Arbeitsplätzen bei manroland erhalten können. Auch habe man, obwohl manroland nach der Insolvenz nicht sozialplanpflichtig sei, für diejenigen, die gehen müssen, Abfindungsangebote und eine bis zu 12-monatige Transfergesellschaft vereinbaren können.

Löhne werden nicht gekürzt

Entgegen der Ankündigung der Arbeitgeberseite, den verbleibenden Beschäftigten etwa 13 Prozent vom Lohn zu streichen, werde es nicht kommen. So blieben auch das tarifliche Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten. Eine individuelle Neueingruppierung der Beschäftigten soll zum Januar 2015 erfolgen.

Gewerkschaft: „Mitarbeiter müssen für Fehler büßen“

Besonders wichtig ist dem Betriebsrat und der IG Metall die Zukunftsfähigkeit von manroland. Nach intensiven Gesprächen auch mit dem Gesellschafter wird Possehl mit Investitionen und der Bereitstellung von Geldern für Forschung und Entwicklung dafür Sorge tragen, dass entgegen der Ankündigungen von manroland Zukunftsthemen und Alternativprodukte (weiter-) entwickelt werden. „Leider müssen die Beschäftigten für Fehler der Vergangenheit, die das Management zu verantworten hat, die Zeche zahlen“, so Leppek. Daher erwarte man nun volle Konzentration des Gesellschafters auf das Unternehmen und eine Geschäftsführung, der man vertrauen könne, dass sie manroland und die Beschäftigten in eine sichere Zukunft führt.

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