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Start-up trifft Mittelstand: 10 Jahre Digitale Gründerzentren als Wachstumsmotor

Start-up trifft Mittelstand: 10 Jahre Digitale Gründerzentren als Wachstumsmotor

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) lud zum 10. Jubiläum der Digitalen Gründerzentren in Bayern in die DZ.S Founders Factory in Augsburg ein. Foto: B4BSCHWABEN.de
Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) lud zum 10. Jubiläum der Digitalen Gründerzentren in Bayern in die DZ.S Founders Factory in Augsburg ein. Foto: B4BSCHWABEN.de

Beim Jubiläum der Digitalen Gründerzentren in Augsburg wurde deutlich: Die Aufbauphase ist abgeschlossen – jetzt geht es darum, Start-ups und Mittelstand enger zu verknüpfen und Innovation in die Fläche zu bringen.

Augsburg war am 11. Februar Treffpunkt für die bayerische Gründerszene: In der DZ.S Founders Factory wurden zehn Jahre Digitale Gründerzentren (DGZ) in Bayern gefeiert. Veranstalter war das Bayerische Wirtschaftsministerium, Gastgeber das Digitale Gründerzentrum Schwaben (DZ.S). Neben Rückblicken stand vor allem die Zukunft im Fokus: Wie gelingt es, Innovation, Mittelstand und Start-ups dauerhaft zusammenzubringen?

Foto: B4BSCHWABEN.de
Foto: B4BSCHWABEN.de

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung der regionalen Verankerung der Zentren: „Die Individualität unserer Digitalen Gründerzentren ist uns sehr wichtig. Das ist auf der einen Seite der lokale Zungenschlag, und trotzdem arbeiten wir auf der anderen Seite überregional zusammen.“ Gerade die Präsenz in der Fläche sei entscheidend, um wirtschaftliche Dynamik nicht nur in München zu bündeln. 

Vom Förderprojekt zur festen Größe im Ökosystem 

Nach zehn Jahren Aufbauarbeit sieht Aiwanger nun eine neue Phase beginnen: „Wir kommen aus den Jahren des Aufbaus. Künftig werden wir den Output daraus spüren.“ Start-ups seien dabei kein Gegenentwurf zur etablierten Wirtschaft, sondern eine Ergänzung: „Unser Anstreben ist es, frischen Elan mit etablierten Herangehensweisen zu verknüpfen und so neue Innovationen zu schaffen.“ 

Paneldiskussion „Mehr als WLAN und Kicker?" mit Augsburgs OB Eva Weber und Stefan Schimpfle, Geschäftsführer des DZ.S (rechts). Foto: B4BSCHWABEN.de
Paneldiskussion „Mehr als WLAN und Kicker?" mit Augsburgs OB Eva Weber und Stefan Schimpfle, Geschäftsführer des DZ.S (rechts). Foto: B4BSCHWABEN.de

In der Paneldiskussion „Mehr als WLAN und Kicker?“ wurde deutlich, dass Gründerzentren längst mehr sind als Arbeitsräume. Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber hob die Rolle als Netzwerkplattform hervor: „Hier haben wir nicht nur den Raum, Dinge auszuprobieren, sondern auch die nötigen Sparringspartner für die Umsetzung in der Praxis.“ Wichtig sei zudem, nicht nur Neugründungen zu fördern, sondern auch Unternehmensnachfolgen stärker mitzudenken: „Man kann dabei auf bestehende Strukturen aufbauen und diese mit neuen Impulsen erweitern. Auch das braucht es, um unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.“ 

Start-up-Mentalität als Standortfaktor 

Stefan Schimpfle, Geschäftsführer des DZ.S, blickte positiv auf die Entwicklung der Gründungskultur: „Meine Beobachtung ist: Mittlerweile wird weniger aus der Not und mehr aus Überzeugung gegründet.“ Zwei Dinge brauche es seiner Meinung aber noch dringend in Deutschland: „Etwas mehr Risikobereitschaft und mehr Mut zu Fehlern.“ 

Aiwanger richtete den Blick abschließend auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Augsburg: „Spannend wird, ob Augsburg es wieder nach vorne schafft als Industriestandort, oder ob wir nur noch darauf zurückblicken, wo wir mal waren. Für ersteres brauchen wir zwingend auch junge und innovative Unternehmer.“ Sein Appell: Innovation müsse zur Normalität werden – nicht als Ausnahme, sondern als wirtschaftliche Grundhaltung. In zehn Jahren solle die Start-up-Mentalität selbstverständlich sein, „damit wir als Wirtschaftsstandort Bestand haben.“ 

Das Jubiläum in Augsburg zeigte: Die Digitalen Gründerzentren haben ein starkes Fundament geschaffen – nun geht es darum, die Erfolgsgeschichte gemeinsam mit Mittelstand und Industrie weiterzuschreiben.

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