Interview

Start-up IdeaPlant will Gastronomie digitalisieren

Den Arbeitsalltag von Gastronomen digitaler und vor allem leichter machen.  Das verspricht ein Start-up von ehemaligen Studenten der Hochschule Augsburg. Im Interview erklären Nicco Dillmann und Bastian Raymann, Gründer von IdeaPlant, wie ihre Idee Gastronomen Zeit ersparen soll – und welche Branchen als nächstes erschlossen werden sollen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam die Idee zu timePlant?  

Nicco Dillmann: Die Idee zu timePlant kam durch einen Freund und Barbetreiber in München. Er erzählte uns, wie mühsam und schwierig die Schichtplanung in der Gastronomie sein kann. Ganz besonders für kleine Gastronomiebetriebe. Per Telefon, Mail oder Whatsapp müssen für jede Schicht verfügbare Mitarbeiter ermittelt werden. In letzter Sekunde sagt einer davon wieder ab, die Vertretung ist nicht erreichbar - und alles beginnt von vorn. Unsere App soll hier die Prozesse vereinfachen. 

Welches Ziel verfolgt ihr damit?  

Bastian Raymann: Mit timePlant verfolgen wir das Ziel, die gesamte Personalplanung und Verwaltung für den Gastronomen zu vereinfachen. Vor allem das Kommunikationschaos mit den Mitarbeitern soll übersichtlicher und damit das Thema Schichtplanung wesentlich zeitsparender gestaltet werden. Denn: Zeit ist Geld - das gilt auch für die Gastronomie.  

Kurz gesagt, es sollen Kapazitäten erhöht und Zeitaufwand minimiert werden. Dabei soll unsere App intuitiv und einfach bedienbar sein und den Nutzern natürlich auch Spaß machen.  

Welche bestehenden Schwierigkeiten soll euer Produkt in der Gastronomie lösen?  

Nicco Dillmann: Unserer Erfahrung nach ist es oft so, dass sich Systeme für die Schichtplanung - nehmen wir den Klassiker wie Stift und Papier - gerne einbürgern. Über den Tresen werden schnell die neuen Schichten vergeben und sind damit fix im Schichtplan eingemeißelt. 

In Zeiten von Whatsapp, Mail, SMS, iMessage, Facebook und Konsorten ist die Kommunikation allerdings deutlich schnelllebiger geworden. Hier werden nun Schichten untereinander getauscht, Urlaubstage geplant und verzweifelt kurzfristige Vertretungen gesucht. Der Gastronom hat jetzt alle Hände voll damit zu tun, alle Kommunikationskanäle zu checken.  

Gibt es weitere Herausforderungen?

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Bastian Raymann: Eine weitere Herausforderung gilt es zu meistern, wenn 450-Euro-Kräfte, Studenten oder Teilzeitkräfte eingestellt werden. Denn diese dürfen nur eine bestimmte Stundenzahl im Monat leisten. Die Kontrolle und Nachverfolgung obliegt ebenfalls unseren Gastronomen. 

Muss die Gastronomie digitaler werden?  

Nicco Dillmann: Digitale Lösung für zeitraubende manuelle Prozesse können dem Gastwirt und auch seinen Mitarbeitern mehr Zeit für das Kerngeschäft, nämlich die Bewirtung seiner Gäste, verschaffen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Fehleranfälligkeit von manuell geführten Listen. Sobald alles digital an einer Stelle zusammengeführt und verfügbar ist, reduziert sich damit auch das Fehlerpotential deutlich. Arbeitsstunden von Mitarbeitern können so einfach und kompakt erfasst und zum Beispiel direkt an einen Steuerberater weitergeleitet werden.  

Was sind eure nächsten Schritte mit timePlant? 

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Bastian Raymann: Aktuell entwickeln wir timePlant und bereiten uns auf die erste Testphase mit interessierten Gastronomen vor. Aus dieser Phase erhoffen wir uns viel konstruktives Feedback, anhand dessen wir die App weiterentwickeln können.  

In den nächsten Entwicklungsschritten werden wir dann weitere Funktionen hinzufügen und auch eine eigene Mitarbeiter-App entwickeln. Hier kann der Mitarbeiter dann alle anstehenden und geleisteten Schichten einsehen. Urlaubsanträge, Schichttausch oder Krankmeldungen sollen so besser realisiert werden können.   

Blick in die Glaskugel: Wie sieht euer Start-up in einem, drei und fünf Jahren aus?  

Nicco Dillmann: In einem Jahr ist ideaPlant gegründet und timePlant ein etabliertes Produkt am Markt. Wir können mit unserem ersten Kundenstamm weitere Funktionen erarbeiten und entwickeln. Auch möchten wir uns an weitere Branchen heranwagen. Dabei denken wir zum Beispiel an Krankenhäuser und Arztpraxen. 

In drei Jahren können wir im besten Fall von unseren Einnahmen bereits ein kleines Entwickler Team für timePlant finanzieren. timePlant überzeugt dann sowohl in der Gastronomie, als auch in anderen Branchen als ein durchgängiges Werkzeug für die Personalplanung und Verwaltung.  

In fünf Jahren kann unsere Vision von ideaPlant endlich Realität werden. ideaPlant soll der Nährboden für neue Produktideen und deren Umsetzung sein. Wir wollen mit dem Rückhalt und dem Fundament, welches wir durch die erfolgreiche Implementierung von timePlant gelegt haben, neue Ideen zum Leben erwecken und das tun, was wir am besten können. Dabei möchten wir kleine Teams fördern und ermutigen aus ihren Ideen starke Produkte zu kreieren, mit denen wir Menschen im Alltag unterstützen können. 

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam die Idee zu timePlant?  

Nicco Dillmann: Die Idee zu timePlant kam durch einen Freund und Barbetreiber in München. Er erzählte uns, wie mühsam und schwierig die Schichtplanung in der Gastronomie sein kann. Ganz besonders für kleine Gastronomiebetriebe. Per Telefon, Mail oder Whatsapp müssen für jede Schicht verfügbare Mitarbeiter ermittelt werden. In letzter Sekunde sagt einer davon wieder ab, die Vertretung ist nicht erreichbar - und alles beginnt von vorn. Unsere App soll hier die Prozesse vereinfachen. 

Welches Ziel verfolgt ihr damit?  

Bastian Raymann: Mit timePlant verfolgen wir das Ziel, die gesamte Personalplanung und Verwaltung für den Gastronomen zu vereinfachen. Vor allem das Kommunikationschaos mit den Mitarbeitern soll übersichtlicher und damit das Thema Schichtplanung wesentlich zeitsparender gestaltet werden. Denn: Zeit ist Geld - das gilt auch für die Gastronomie.  

Kurz gesagt, es sollen Kapazitäten erhöht und Zeitaufwand minimiert werden. Dabei soll unsere App intuitiv und einfach bedienbar sein und den Nutzern natürlich auch Spaß machen.  

Welche bestehenden Schwierigkeiten soll euer Produkt in der Gastronomie lösen?  

Nicco Dillmann: Unserer Erfahrung nach ist es oft so, dass sich Systeme für die Schichtplanung - nehmen wir den Klassiker wie Stift und Papier - gerne einbürgern. Über den Tresen werden schnell die neuen Schichten vergeben und sind damit fix im Schichtplan eingemeißelt. 

In Zeiten von Whatsapp, Mail, SMS, iMessage, Facebook und Konsorten ist die Kommunikation allerdings deutlich schnelllebiger geworden. Hier werden nun Schichten untereinander getauscht, Urlaubstage geplant und verzweifelt kurzfristige Vertretungen gesucht. Der Gastronom hat jetzt alle Hände voll damit zu tun, alle Kommunikationskanäle zu checken.  

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Muss die Gastronomie digitaler werden?  

Nicco Dillmann: Digitale Lösung für zeitraubende manuelle Prozesse können dem Gastwirt und auch seinen Mitarbeitern mehr Zeit für das Kerngeschäft, nämlich die Bewirtung seiner Gäste, verschaffen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Fehleranfälligkeit von manuell geführten Listen. Sobald alles digital an einer Stelle zusammengeführt und verfügbar ist, reduziert sich damit auch das Fehlerpotential deutlich. Arbeitsstunden von Mitarbeitern können so einfach und kompakt erfasst und zum Beispiel direkt an einen Steuerberater weitergeleitet werden.  

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Bastian Raymann: Aktuell entwickeln wir timePlant und bereiten uns auf die erste Testphase mit interessierten Gastronomen vor. Aus dieser Phase erhoffen wir uns viel konstruktives Feedback, anhand dessen wir die App weiterentwickeln können.  

In den nächsten Entwicklungsschritten werden wir dann weitere Funktionen hinzufügen und auch eine eigene Mitarbeiter-App entwickeln. Hier kann der Mitarbeiter dann alle anstehenden und geleisteten Schichten einsehen. Urlaubsanträge, Schichttausch oder Krankmeldungen sollen so besser realisiert werden können.   

Blick in die Glaskugel: Wie sieht euer Start-up in einem, drei und fünf Jahren aus?  

Nicco Dillmann: In einem Jahr ist ideaPlant gegründet und timePlant ein etabliertes Produkt am Markt. Wir können mit unserem ersten Kundenstamm weitere Funktionen erarbeiten und entwickeln. Auch möchten wir uns an weitere Branchen heranwagen. Dabei denken wir zum Beispiel an Krankenhäuser und Arztpraxen. 

In drei Jahren können wir im besten Fall von unseren Einnahmen bereits ein kleines Entwickler Team für timePlant finanzieren. timePlant überzeugt dann sowohl in der Gastronomie, als auch in anderen Branchen als ein durchgängiges Werkzeug für die Personalplanung und Verwaltung.  

In fünf Jahren kann unsere Vision von ideaPlant endlich Realität werden. ideaPlant soll der Nährboden für neue Produktideen und deren Umsetzung sein. Wir wollen mit dem Rückhalt und dem Fundament, welches wir durch die erfolgreiche Implementierung von timePlant gelegt haben, neue Ideen zum Leben erwecken und das tun, was wir am besten können. Dabei möchten wir kleine Teams fördern und ermutigen aus ihren Ideen starke Produkte zu kreieren, mit denen wir Menschen im Alltag unterstützen können. 

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