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Stahlkartell sahnt bei Augsburger Stadtwerken ab Stadtwerke Augsburg Holding GmbH
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Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

Stahlkartell sahnt bei Augsburger Stadtwerken ab Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

 Die Ausgaben der swa für Gleise in den vergangenen Jahren betrafen hauptsächlich den Bau der Linie 6, Foto: swa/Thomas Hosemann

Auch die Augsburger Stadtwerke sind von der illegalen Preisabsprache des 2011 enttarnten Stahlkartells um ThyssenKrupp betroffen. Seit 2005 gaben die Stadtwerke Augsburg für Gleise mehrere Millionen Euro aus und bezahlten dabei offenbar überteuerte Kartell-Preise. Wie wollen sich die Stadtwerke nun gegen die Stahlriesen wehren?

Das im vergangenen Jahr aufgedeckte Stahlkartell um ThyssenKrupp hat aller Voraussicht nach auch mit den Augsburgern sein Spiel getrieben. So ist nicht nur die Deutsche Bahn von den Machenschaften des Stahlkartells betroffen, sondern die Stadtwerke Augsburg (swa) ebenfalls  – neben zahlreichen weiteren deutschen Nahverkehrsanbietern. Rund 6,5 Millionen Euro wurden nach Angaben der swa zwischen 2005 und 2011 für Gleise ausgegeben. Den Hauptteil der Ausgaben machten die Arbeiten zum Bau der Linie 6, der Straßenbahn-Verbindung von Augsburg nach Friedberg-West, aus.

Hauptlieferanten der Stadtwerke Augsburg im Stahlkartell

Die ThyssenKrupp AG gehört zu den Hauptlieferanten der Augsburger Stadtwerke für Nahverkehrs-Arbeiten. Laut zahlreichen Medienberichten war ThyssenKrupp einer der Initiatoren des Stahlkartells. Von einem Kartell wird dann gesprochen, wenn Unternehmen einer Branche sich bei der Preisgestaltung untereinander absprechen und den Preis so künstlich nach oben drücken. Auch von den Bahnversorgern voestalpine, Fehlings Narosch und Vossloh Laeis bezogen die swa Material. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch diese Unternehmen Teil des Stahlkartells waren.

Schaden des Augsburger Verkehrsbetriebs noch nicht absehbar

Bereits im November 2011 brachten die swa den Betrug durch das Stahlkartell bei der Staatsanwaltschaft Bochum zur Anzeige. Zu diesem Zeitpunkt waren die Machenschaften des Kartells an die Öffentlichkeit gelangt. Ob der städtische Verkehrsbetrieb jedoch mit einer Entschädigung rechnen kann, ist noch unklar. Bevor zivilrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden können, müssen zunächst das Verfahren des Bundeskartellamts sowie das strafrechtliche Verfahren gegen die Firmen des Stahlkartells zu Ende gebracht werden. Hierbei wird auch geklärt werden, ob die Absprachen des Stahlkartells die swa betreffend noch bis vor 2005 zurück reichen. „Bis zum Abschluss der Verfahren kann aber noch das ein oder andere Jahr ins Land gehen. Erst dann können wir den exakten Schaden absehen“, erklärt Jürgen Fergg, Pressesprecher der swa.

Stadtwerke Augsburg wünschen sich Einigung außerhalb des Gerichts

Bei den Augsburger Stadtwerken strebt man trotz aller Unannehmlichkeiten einen positiven Ausgang an. „Wir hoffen auf eine außergerichtliche Einigung“, legt swa-Pressesprecher Fergg offen. Nur falls sich die entsprechenden Stahlkartell-Unternehmen weigern sollten, eine Schadenszahlung zu leisten, wollen die swa zivilrechtlich gegen diese vorgehen.

Neben den swa sind laut der Zeit unter anderem auch die Stadtwerke München, die Berliner Verkehrsbetriebe, die Straßenbahngesellschaft in Rostock und die Düsseldorfer Rheinbahn von den illegalen Preisabsprachen des Stahlkartells betroffen.

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