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Stadtwerke Augsburg bauen zwei Windkraftanlagen
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Stadtwerke Augsburg

Stadtwerke Augsburg bauen zwei Windkraftanlagen

 Die Stadtwerke Augsburg bauen in Kaasa, Thüringen, zwei neue Windkraftanlagen, © visdia - Fotolia.com

Die Stadtwerke Augsburg bauen die regenerative Stromerzeugung weiter aus und investieren in zwei neue Windkraftanlagen. Damit kommen sie ihrem Ziel, bis 2014 alle Augsburger Haushalte und bis 2017 alle Straßenbahnen des öffentlichen Personennahverkehrs mit selbst oder in der Abfallverwertungsanlage erzeugtem, ökologischem Strom zu versorgen, einen gewaltigen Schritt näher. Die beiden Windräder werden aber nicht in der Region installiert.

Gerne würden die Stadtwerke Augsburg hier in der Region Strom mit Windkraft erzeugen. Leider machen die natürlichen Gegebenheiten wie Windgeschwindigkeit, aber auch die technische Entwicklung der Windkrafträder den Stadtwerken einen Strich durch die Rechnung. Um ihr selbst gesetztes Ziel aber dennoch zu erreichen, hat der Aufsichtsrat nun einstimmig beschlossen in zwei Windkraftanlagen in Kraasa (Thüringen) zu investieren.

Energiewende in Augsburg gibt es nicht erst seit 2011

Die Stadtwerke haben aber schon frühzeitig begonnen sich auf die Energiewende vorzubereiten. Schließlich war schon unter Schröder klar, dass wir aus der Atomkraft aussteigen werden. „Strom aus erneuerbaren Energien ist ein wichtiges Thema, vor allem auch in Bayern.“ erklärte Dr. Claus Gebhardt bei einer Pressekonferenz zum Thema „Neue Windkraftanlage der Stadtwerke Augsburg“. Auch in Augsburg ist Stromerzeugung aus regenerativen Energien nichts Neues: „In den vergangenen 10 Jahren haben wir rund 60 Millionen Euro in die Energiewende investiert.“ erklärt Dr. Gebhardt. Unter anderem wurde die Gasturbine Ost installiert, die Fernwärme der Abfallverwertungsanlage Augsburg genutzt, ein Biomasse-Heizkraftwerk in Betrieb genommen, die Turbinen im historischen Wasserwerk am Hochablass erneuert, 20 Blockheizkraftwerke errichtet sowie zwei Windkraftanlagen auf der Schwäbischen Alb.

Ein Projekt ist der Hochablass

Derzeit bauen die Stadtwerke am neuen Wasserkraftwerk am Hochablass, welches Ende 2013 fertiggestellt werden soll. Auch wenn es in den vergangenen Wochen zu ein paar Schwierigkeiten beim Bau des neuen Wasserkraftwerks gekommen ist, bestätigte Dr. Gebhardt, dass alles noch im Zeitplan ist. Das neue Wasserkraftwerk soll nach Fertigstellung umweltfreundliche Energie für über 3.900 Haushalte liefern. Doch diese Energie reicht nicht aus, um das Ziel der Stadtwerke zu erreichen. Für die Stadtwerke ist die Nutzung von Windenergie eine gute Möglichkeit, dem Ziel einen Schritt näher zu kommen.

Mehrere Kriterien sprechen für Thüringer Standort

Die Möglichkeiten Windenergie im Raum Augsburg zu nutzen sind sehr begrenzt. Um den Ausbau regenerativer Stromerzeugung weiter voranzutreiben wurden vier Standorte für mögliche Windkraftanlagen geprüft. Unter anderem standen ein Standort in der Nähe von Aalen, Odelzhausen und Jettingen zur Auswahl. Da hier aber keine Realisierung im kommenden Jahr möglich ist, entschlossen sich die Stadtwerke für den Bau der beiden Windkraftanlagen in Kraasa. Diese werden voraussichtlich auch Ende 2013 fertiggestellt sein und in etwa so viel Strom erzeugen, wie auch der Hochablass. „Dort wo wir jetzt investieren haben wir eine Windgeschwindigkeit von rund 7m/s. Hier in der Region liegen wir bei 2-5 m/s.“ erklärt Dr. Claus Gebhardt die Entscheidung. Außerdem ist hier die Genehmigung am weitesten fortgeschritten und die frühe Inbetriebnahme dadurch Möglich. Dies ist vor allem in Hinblick auf die möglichen Veränderungen im Erneuerbare Energien Gesetz wichtig.

Bürgerbeteiligung auch bei Windkraftanlagen möglich

Insgesamt investieren die Stadtwerke Augsburg 9,1 Millionen Euro in den Bau der beiden Windkraftanlagen. „Dafür benötigen wir keinen Bankkredit“ freut sich Dr. Claus Gebhardt. Ein Teil des Geldes kommt aus dem Verkauf der Bayerngas-Anteile sowie den Gewinnrücklagen aus 2011, die damit wieder erfolgreich investiert werden. Den Rest, rund 2,5 Millionen Euro wollen die Stadtwerke wieder mit einer kleineren Auflage der Bürgerbeteiligung „swa Energiepartner“ stemmen. Bereits in der ersten Runde haben sich viele für eine Energiepartnerschaft interessiert. Insgesamt wurde ein Volumen von 20 Millionen Euro angeboten. Die Stadtwerke benötigten damals aber nur rund 12,5 Millionen Euro. Jetzt wollen die Stadtwerke erneut mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger, bevorzugt diejenigen, die bei der ersten Runde nicht berücksichtigt werden konnten, das neue Projekt angehen.

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