Bezahlbar Wohnen im Sheridan

Stadt will Baugrund in Augsburg zum Festpreis verkaufen

Die Stadt Augsburg hat beschlossen, ein Konzept-Vergabeverfahren vorzubereiten. Damit soll den stetig steigenden Bodenpreisen entgegengewirkt werden.

Der Bedarf an Wohnraum in der Fuggerstadt ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Gekoppelt mit der knappen Ressource Boden und stetig steigenden Bodenpreise führt dies zu einem Anstieg der Wohnkosten. Davon sind inzwischen selbst einkommensstärkere Haushalte betroffen. Die Stadt will nun etwas dagegen unternehmen.

Festpreis für Grundstücke geplant

Um die Entwicklung der Bodenpreise zumindest durch den Verkauf der Grundstücke in der Sheridan-Kaserne nicht weiter anzutreiben, beschloss die Stadt, ein Konzept-Vergabeverfahren vorzubereiten. Kern ist, die Grundstücke zu einem Festpreis zu vergeben, der sich nach den gutachterlich bestimmten Verkehrswerten richtet. Nach Maßgabe zuvor festgelegter Kriterien wird dann das beste Konzept für den jeweiligen Standort ausgewählt.

Projektidee im Vordergrund

Wer die Fläche bekommt, hängt damit nicht vom gebotenen Preis ab, sondern der inhaltlichen Qualität der Projektideen. Damit soll nicht die wirtschaftlichste Rendite bei der Grundstücksveräußerung das oberste Ziel sein, sondern die sozialste, sprich: der Mehrwert für das Quartier und die Stadtgesellschaft. Dieser könne vielfältig sein, beispielsweise in Form von nachhaltiger Bauweise, räumlichen Angeboten an das Quartier oder Inklusion als Bestandteil des Konzeptes.

Sheridan Kaserne als Modell

Als Modellprojekt soll das Konzept-Verfahren erstmals für die Flächen der Sheridan Kaserne angewandt werden, perspektivisch auch auf weitere Liegenschaften. Voraussichtlich im März 2020 werden im Stadtrat die Vergabe-Kriterien verabschiedet. Im Juni 2020 werden dann die Grundstücke ausgeschrieben.

Stadt spricht sich für Baugemeinschaften aus

Neben dem einkommensorientierten Wohnungsbau möchte die Stadt auch Anreize für einkommensstärkere Haushalte schaffen. Diese in der Stadt zu halten und langfristig eine soziale Durchmischung der Stadtgesellschaft zu erreichen, so das Ziel. Baugemeinschaften stellen hier laut Stadt eine attraktive Alternative zum Einfamilienhaus dar. Sie ermöglichen es, auch im Bereich des Mehrfamilienhausbaus den Wunsch nach individuellem und selbstgestaltetem Wohnraum umzusetzen.

Mit dem Konzeptverfahren will die Stadt so also auch die Kultur des gemeinschaftlichen Bauens befördern. Die Grundstücksvergabe richtet sich deshalb nicht nur an klassische Bauträger, sondern auch an Vereine, soziale Träger sowie Baugemeinschaften unterschiedlicher Rechtsform. In Baugemeinschaften schließen sich Bauherren zusammen, um, je nach Rechtsform, entweder selbstgenutztes Wohneigentum oder Mietwohnungen im Gemeinschaftseigentum zu errichten. Die zukünftigen Bewohner entscheiden selbst, in welche Qualitäten sie investieren. Baugemeinschaften würden daher zu mehr Vielfalt und Durchmischung im Wohnungsbau, zu einer meist höheren architektonischen Qualität und besseren ökologischen Standards führen.

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Mit dem Konzeptverfahren will die Stadt so also auch die Kultur des gemeinschaftlichen Bauens befördern. Die Grundstücksvergabe richtet sich deshalb nicht nur an klassische Bauträger, sondern auch an Vereine, soziale Träger sowie Baugemeinschaften unterschiedlicher Rechtsform. In Baugemeinschaften schließen sich Bauherren zusammen, um, je nach Rechtsform, entweder selbstgenutztes Wohneigentum oder Mietwohnungen im Gemeinschaftseigentum zu errichten. Die zukünftigen Bewohner entscheiden selbst, in welche Qualitäten sie investieren. Baugemeinschaften würden daher zu mehr Vielfalt und Durchmischung im Wohnungsbau, zu einer meist höheren architektonischen Qualität und besseren ökologischen Standards führen.

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