Prognose

So hat sich Corona auf Augsburger Immobilienmarkt ausgewirkt

Corona sorgt für Verschiebungen in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Auch im Immobilien-Sektor im Raum Augsburg. Auf Einladung der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH gaben nun Immobilien-Experten diese Prognose für die Region ab.

Wie ist das aktuelle Marktgeschehen einzuschätzen? Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die verschiedenen Segmente des regionalen Immobilienmarkts? Und mit welchen Entwicklungen ist 2021 voraussichtlich zu rechnen? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmenden des A³ Marktgesprächs anhand einer Einschätzung von fünf Immobilienexperten. Nach der Begrüßung von Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, gab Oliver Rohr, Teamleiter bei der bulwiengesa AG, Einblicke in die Entwicklung der verschiedenen Assetklassen im Wirtschaftsraum Augsburg, sowie im Vergleich zu anderen Standorten und Marktzahlen. Einen allgemeinen Marktüberblick aus der Perspektive der Stadtsparkasse Augsburg vermittelte Wolfgang Tinzmann, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Augsburg. Anschließend erhielten die Teilnehmer Markteinschätzungen zu verschiedenen Segmenten: zum Einzelhandelsmarkt von Peter Wagner, Vorstand der Peter Wagner Immobilien AG, zum Wohnungsmarkt von Florian Schreck, Geschäftsführer von Schreck Immobilien, zum Gewerbeimmobilienmarkt von Peter Wagner mit einem Co-Beitrag von Jürgen Kolper, Vorstand der Walter Beteiligungen und Immobilien AG. Den Abschluss übernahm Andreas Thiel mit einem Ausblick zu den geplanten Aktivitäten der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH im Jahr 2021.

Logistik-Segment ist Krisengewinner

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Während in den Segmenten Büro, Einzelhandel und Hotel seit Januar 2020 die Unsicherheit klar erkennbar ist, hat sich das Segment Wohnen nach einem kurzen Einbruch recht schnell erholt, so die Markteinschätzung der bulwiengesa AG. Die Experten waren sich jedoch einig: Als klarer Gewinner der Krise mit einer recht konstanten Entwicklung geht das Segment Logistik hervor. Seit 2015 zeigt die Mietentwicklung in der Logistikregion Augsburg eine erhöhte Dynamik, die sich auch von der Corona-Pandemie nicht beeinflussen ließ. Nettoanfangsrenditen für Logistik- und Lagerimmobilien sanken auch im Jahr 2020 stark und nähern sich anderen Assetklassen an. Die Region Augsburg profitiere hier von der guten Verkehrsanbindung, diagnostizierten die Experten.

Wohn-Segment bleibt stabil

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Auf dem Miet- und Eigenheimmarkt der Region A³ sind auch im Jahr 2020 in der Tendenz klare Preissteigerungen sowie eine hohe Nachfrage ohne signifikanten Einfluss der COVID-19-Pandemie zu erkennen, erläuterten die Experten. Die Mietdynamik blieb auch in 2020 nahezu unverändert. Die Wohnungsmieten lagen Ende 2020 marginal unter dem Mittel der B-Städte. Auch die Kaufpreise nahmen im Pandemie-Jahr 2020 zu, wenn auch, nach Einschätzung mancher Experten, mit einer moderateren Entwicklung als in den Vorjahren. Eine steigende Nachfrage sei insbesondere für Immobilien im Umland sowie betreutes Wohnen beobachtet worden.

Auch zukünftig sehen die Experten klare Signale für eine positive Tendenz: Die Corona-Pandemie habe aufgrund Aufholungseffekte keine großen Auswirkungen, so die Erwartungen. Die wohnwirtschaftliche Nachfrage werde sich auch im Jahr 2021 nicht ändern, Ausweicheffekte von München werden auch weiterhin spürbar sein. Steigerungen sind auch zukünftig bei den Wohnungsmieten zu erwarten. Das Neubauverhalten, das für Entspannung am Wohnungsmarkt sorgen könnte, sei auch in 2021 laut Einschätzung mancher Experten nach wie vor zu gering. Jedoch werden in den kommenden Jahren aufgrund eines Genehmigungsüberhangs aus den Jahren 2017 bis 2019 vermehrte Bautätigkeiten insbesondere im Bereich des Geschosswohnungsbaus erwartet.

Gewerbeimmobilien bleiben gefragt

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Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien sei durch Corona zwar kurzzeitig etwas zögerlich geworden, jedoch unverändert hoch, erklärten die Experten. So ist Augsburg eine der wenigen Städte, die auch im Pandemie-Jahr 2020 Leerstand im Büroflächenmarkt reduzieren konnte. Die Mietpreise mit Spitzenmieten in Bürozentren übersteigen laut Analysen der bulwiengesa AG mittlerweile das Mittel der B-Städte. Im Fokus der Unternehmen liegen, laut Einschätzung der Experten, zunehmend die Ausstattung der Büroimmobilien, um hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden. Mit den aktuellen Neubauprojekten, wie Toni Park oder Weitblick 1.7, kämen Objekte an den Markt, die diese Anforderungen erfüllen.

Einzelhändler sind Krisenverlierer

Der Einzelhandel zählt auch in Augsburg zu den Verlierern der Krise. Bereits vor der Corona-Pandemie seien Leerstände ausgelöst durch den Online-Handel, aber auch strategische Leerstände in der Augsburger Innenstadt vorhanden gewesen – dieser Mietrückgang in 1a-Lagen wird nun durch die Folgen der Pandemie beschleunigt. Die Experten sehen eine Nutzungsverschiebung, weg von Modehandel hin zu Systemgastronomie und Nahversorgung. Aufgrund der Attraktivität der Innenstadt mit einem ansprechenden Erscheinungsbild und hervorragender Denkmalstruktur gäbe es durchaus Chancen, die Innenstadt zukünftig wieder zu beleben und Frequenzsteigerungen zu erzielen. Dies sei jedoch mit hohen wirtschaftlichen Anstrengungen verbunden. Es seien nicht nur bauliche Entwicklungen notwendig, sondern auch verstärktes Marketing – Anstrengungen, die nur gemeinsam zu meistern seien.

Belebung der Immobilienbranche für 2021 erwartet

Zusammenfassend sind sich die Experten einig: Wie erwartet, sind die Auswirkungen von COVID-19 nicht spurlos am Immobilienmarkt des Wirtschaftsraums Augsburg vorbeigegangen. Während insbesondere das Segment Logistik, aber auch Wohnen nahezu keine Einschränkungen durch die Krise erfahren haben, leidet vor allem der Einzelhandel unter der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen. Abhängig vom weiteren bundesweiten Umgang mit der Pandemie und der Umsetzung der Impfstrategie, wird wieder eine spürbare Belebung auf dem regionalen Immobilienmarkt in den Jahren 2021 und 2022 erwartet.

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Auf dem Miet- und Eigenheimmarkt der Region A³ sind auch im Jahr 2020 in der Tendenz klare Preissteigerungen sowie eine hohe Nachfrage ohne signifikanten Einfluss der COVID-19-Pandemie zu erkennen, erläuterten die Experten. Die Mietdynamik blieb auch in 2020 nahezu unverändert. Die Wohnungsmieten lagen Ende 2020 marginal unter dem Mittel der B-Städte. Auch die Kaufpreise nahmen im Pandemie-Jahr 2020 zu, wenn auch, nach Einschätzung mancher Experten, mit einer moderateren Entwicklung als in den Vorjahren. Eine steigende Nachfrage sei insbesondere für Immobilien im Umland sowie betreutes Wohnen beobachtet worden.

Auch zukünftig sehen die Experten klare Signale für eine positive Tendenz: Die Corona-Pandemie habe aufgrund Aufholungseffekte keine großen Auswirkungen, so die Erwartungen. Die wohnwirtschaftliche Nachfrage werde sich auch im Jahr 2021 nicht ändern, Ausweicheffekte von München werden auch weiterhin spürbar sein. Steigerungen sind auch zukünftig bei den Wohnungsmieten zu erwarten. Das Neubauverhalten, das für Entspannung am Wohnungsmarkt sorgen könnte, sei auch in 2021 laut Einschätzung mancher Experten nach wie vor zu gering. Jedoch werden in den kommenden Jahren aufgrund eines Genehmigungsüberhangs aus den Jahren 2017 bis 2019 vermehrte Bautätigkeiten insbesondere im Bereich des Geschosswohnungsbaus erwartet.

Gewerbeimmobilien bleiben gefragt

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Einzelhändler sind Krisenverlierer

Der Einzelhandel zählt auch in Augsburg zu den Verlierern der Krise. Bereits vor der Corona-Pandemie seien Leerstände ausgelöst durch den Online-Handel, aber auch strategische Leerstände in der Augsburger Innenstadt vorhanden gewesen – dieser Mietrückgang in 1a-Lagen wird nun durch die Folgen der Pandemie beschleunigt. Die Experten sehen eine Nutzungsverschiebung, weg von Modehandel hin zu Systemgastronomie und Nahversorgung. Aufgrund der Attraktivität der Innenstadt mit einem ansprechenden Erscheinungsbild und hervorragender Denkmalstruktur gäbe es durchaus Chancen, die Innenstadt zukünftig wieder zu beleben und Frequenzsteigerungen zu erzielen. Dies sei jedoch mit hohen wirtschaftlichen Anstrengungen verbunden. Es seien nicht nur bauliche Entwicklungen notwendig, sondern auch verstärktes Marketing – Anstrengungen, die nur gemeinsam zu meistern seien.

Belebung der Immobilienbranche für 2021 erwartet

Zusammenfassend sind sich die Experten einig: Wie erwartet, sind die Auswirkungen von COVID-19 nicht spurlos am Immobilienmarkt des Wirtschaftsraums Augsburg vorbeigegangen. Während insbesondere das Segment Logistik, aber auch Wohnen nahezu keine Einschränkungen durch die Krise erfahren haben, leidet vor allem der Einzelhandel unter der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen. Abhängig vom weiteren bundesweiten Umgang mit der Pandemie und der Umsetzung der Impfstrategie, wird wieder eine spürbare Belebung auf dem regionalen Immobilienmarkt in den Jahren 2021 und 2022 erwartet.

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