Umfrage der Handwerkskammer für Schwaben

So bewertet das schwäbische Handwerk seine Lage

Wie die Handwerkskammer meldet, zeigt sich das schwäbische Handwerk weiterhin robust und krisenfest. Doch wie sieht es in den kommenden Monaten aus?

Knapp 95 Prozent der befragten Betriebe bewerten ihre wirtschaftliche Lage laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer für Schwaben als positiv.

94 Prozent der Betriebe sind zufrieden

Quer über alle Gewerke bewerten 94 Prozent ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Lediglich 6 Prozent bezeichnen sie als schlecht. Diese hohe Zufriedenheit erstreckt sich über alle Gewerke. Die Bau- und Ausbauhandwerke fungieren als umsatzstarke Branchen weiter als starker Konjunkturmotor. 98 Prozent der Bau- und 94 Prozent der Ausbaubetriebe äußern sich zufrieden. Die konsumorientierten Gewerke wie Bäcker oder Optiker profitieren von einer stabilen Kauflaune der Verbraucher. Bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und dem Kfz-Handwerk ist die Zufriedenheit ebenfalls hoch.   

Auftragsbücher weiter gut gefüllt

Die Unternehmen haben allen Grund zur Zuversicht: Die Auftragsbücher sind weiter prall gefüllt und die Umsätze haben sich schwungvoll entwickelt. Laut Umfrage liegt die durchschnittliche Auftragsreichweite bei 9,6 Wochen und damit nur leicht unter dem Spitzenwert des Vorquartals von 9,9 Wochen.

Im Bauhauptgewerbe reichen die Aufträge für 13,2 Wochen, im Ausbauhandwerk sind es 11,6 Wochen. Bei den Umsätzen konnten 28 Prozent der Firmen ein Plus verzeichnen, das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Vorquartal. Das schafft auch die nötigen Spielräume für Investitionen. 41 Prozent der Firmen haben in Maschinen, Gebäude oder Ausstattung investiert. Noch vor einem Jahr waren es lediglich 34 Prozent.  Angespannt bleibt hingegen die Lage am Arbeitsmarkt. Der Fachkräftebedarf im Handwerk bleibt hoch. In 12 Prozent der Unternehmen wurden zusätzliche Stellen geschaffen. Und nicht alle Betriebe konnten ihren Bedarf decken.

Das fordert die HWK von der Politik

„Unsere Betriebe profitieren zwar von niedrigen Zinsen und einer hohen Kaufkraft. Wachstum ist aber kein Selbstläufer. Unsere Betriebe müssen sich Tag für Tag neu behaupten, und das oft am Rande ihrer Leistungsfähigkeit“, äußert sich Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben. Wagner bereiten die schwierige Fachkräftesituation Sorgen, es fehle an Nachwuchskräften im Handwerk. Von der Politik erwartet Wagner „mehr Einsatz für die berufliche Bildung, gerade auch, was die finanzielle Mittelausstattung angeht.“ Und Wagner ergänzt: „Wir müssen endlich runter mit den Steuern für diejenigen, die die Wirtschaft am Laufen halten.“  

Ausblick auf die kommenden Monate

Die Unternehmen blicken mit Zuversicht auf die kommenden Monate. Ausgehend von einem sehr hohen Niveau könnte sich die bisherige Aufwärtsdynamik allerdings etwas abschwächen. So gehen 11 Prozent davon aus, dass sich ihre Geschäftslage verbessern wird. Weitere 84 Prozent erwarten keine Veränderung ihrer wirtschaftlichen Situation. Nur eine kleine Minderheit von 5 Prozent glaubt, dass sich ihre Lage verschlechtern wird. 90 Prozent der Betriebe rechnen mit einer gleichbleibenden oder sich verbessernden Entwicklung bei Umsätzen oder Auftragseingängen. Fachkräfte werden weiter gesucht. Jeder zehnte Betrieb möchte zusätzliches Personal einstellen, weitere 85 Prozent wollen ihren Personalstamm stabil halten.

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94 Prozent der Betriebe sind zufrieden

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Auftragsbücher weiter gut gefüllt

Die Unternehmen haben allen Grund zur Zuversicht: Die Auftragsbücher sind weiter prall gefüllt und die Umsätze haben sich schwungvoll entwickelt. Laut Umfrage liegt die durchschnittliche Auftragsreichweite bei 9,6 Wochen und damit nur leicht unter dem Spitzenwert des Vorquartals von 9,9 Wochen.

Im Bauhauptgewerbe reichen die Aufträge für 13,2 Wochen, im Ausbauhandwerk sind es 11,6 Wochen. Bei den Umsätzen konnten 28 Prozent der Firmen ein Plus verzeichnen, das sind 7 Prozentpunkte mehr als noch im Vorquartal. Das schafft auch die nötigen Spielräume für Investitionen. 41 Prozent der Firmen haben in Maschinen, Gebäude oder Ausstattung investiert. Noch vor einem Jahr waren es lediglich 34 Prozent.  Angespannt bleibt hingegen die Lage am Arbeitsmarkt. Der Fachkräftebedarf im Handwerk bleibt hoch. In 12 Prozent der Unternehmen wurden zusätzliche Stellen geschaffen. Und nicht alle Betriebe konnten ihren Bedarf decken.

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„Unsere Betriebe profitieren zwar von niedrigen Zinsen und einer hohen Kaufkraft. Wachstum ist aber kein Selbstläufer. Unsere Betriebe müssen sich Tag für Tag neu behaupten, und das oft am Rande ihrer Leistungsfähigkeit“, äußert sich Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben. Wagner bereiten die schwierige Fachkräftesituation Sorgen, es fehle an Nachwuchskräften im Handwerk. Von der Politik erwartet Wagner „mehr Einsatz für die berufliche Bildung, gerade auch, was die finanzielle Mittelausstattung angeht.“ Und Wagner ergänzt: „Wir müssen endlich runter mit den Steuern für diejenigen, die die Wirtschaft am Laufen halten.“  

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