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Sina Trinkwalder: „Geld ist kein Erfolg“ - Teil 2
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manomama GmbH

Sina Trinkwalder: „Geld ist kein Erfolg“ - Teil 2

Hinter den Kulissen von manomama. Foto: B4B SCHWABEN

Mit Bildergalerie: In vier Folgen präsentierte die Augsburger Unternehmerin Sina Trinkwalder in der Sendung „Made in Germany – Wir können’s selbst am besten“ auf RTL ihr soziale Textil-Unternehmen manomama. Nach der ersten Folge wurde die Serie aufgrund schwacher Quoten prompt von der Montag-Abend-Prime-Time auf Sonntagnachmittag verlegt. Und das trotz bester Kritiken. 

Werfen Sie hier einen Blick hinter die Kulissen von manomama

Im 101-Köpfe Interview erzählte uns Sina Trinkwalder von der Textilindustrie und frechen Politikern 

Am 26. Januar 2014 wird die letzte Folge der vierteiligen Serie „Made in Germany – Wir können’s selbst am besten“ bei RTL ausgestrahlt. In der Serie wird Sina Trinkwalder bei der täglichen Arbeit in ihrem textilen Unternehmen begleitet. Das Besondere: Sina Trinkwalder stellt ausschließlich Menschen ein, die auf dem gewöhnlichen Arbeitsmarkt kaum noch Chancen haben – Ältere Damen, alleinerziehende Mütter, Straffällige und Menschen mit Handicap. Dazu kommt, dass Sina Trinkwalder für ihre Bekleidung ausschließlich ökologische Produkte aus der Region verwendet. So wurde beispielsweise  die Nähgarn-Produktionsstätte der Amann Group in Augsburg durch Sina Trinkwalders große Nachfrage an Nähgarn wiederbelebt. Im Interview mit der B4B SCHWABEN-Redaktion erzählte uns Sina Trinkwalder von ihrer Zeit während und nach der RTL-Serie.

Sina Trinkwalder: "Geld ist kein Erfolg" - Teil 2

B4B SCHWABEN: Wo nehmen Sie die Energie her? Gerade, wenn es einmal nicht so gut läuft?

Sina Trinkwalder: Puh, das weiß ich nicht, die habe ich halt. Es ist auch nicht so schlimm, einmal Geld in den Wind zu schießen. Wenn ich alle Entscheidungen im Unternehmen geldabhängig fällen würde, gäbe es das Unternehmen nicht mehr. Der Unternehmenszweck muss die Maximierung der Menschlichkeit sein. Wenn die Leute Spaß an der Arbeit haben, kommt das Geld von ganz allein. Wir schreiben schwarze Zahlen und mit den zwei bis drei Prozent Gewinn reicht es, um mal einen neuen Gabelstapler zu kaufen. Die meisten Unternehmer wirtschaften ja lediglich für die Aktieninhaber oder für die Boni der Manager, das brauchen wir hier nicht. Geld ist kein Erfolg.

B4B SCHWABEN: Trotz dieser Einstellung ist die Sendung auf RTL nicht so gelaufen wie erwartet…

Sina Trinkwalder: Die Sendung hat lustigerweise viel gute Kritik von Medien bekommen, bei denen ich es gar nicht erwartet hätte, wie Focus und Spiegel. Alle haben geschrieben: „Wow RTL, was macht ihr denn da?“ das war mein Ziel. Wir wollten keine Menschen vorführen, sondern die Realität zeigen. Das hat auch gut funktioniert, denn der Kameramann stand hinter einem und irgendwann hat man ihn gar nicht mehr bemerkt. So wurde die Authentizität bewahrt und so haben wir es auch geschafft, die Menschen zu inspirieren. Es ging auch nicht darum, den Öko-Aspekt des Unternehmens zu zeigen, sondern „Schau her, wenn du ein Werner oder eine Agnes bist, krieg deinen Arsch in deiner Stadt hoch, die anderen schaffen es auch“.

B4B SCHWABEN: Also haben Sie die schlechten Quoten gar nicht getroffen?

Sina Trinkwalder: Nein, gar nicht. Ich hatte keine Erwartungen an die Sendung, daher konnte ich auch nicht enttäuscht werden. Mein Ziel ist es nicht, Rachs Nachfolger zu werden. ich habe einen Job und möchte nur Einblicke geben und muss mich nicht über das Fernsehen definieren. Und wenn ich nur einen einzigen dazu animieren konnte, seinen Arsch hochzukriegen, hat sich für mich die Sendung schon gelohnt.

B4B SCHWABEN: Was hat sich für Sie durch die Sendung verändert?

Sina Trinkwalder: Ich bekommen viele Bewerbungen und tolle Zuschriften. Am meisten hat sich jedoch durch mein Buch verändert (Anm. d. Redaktion: Wunder muss man selber machen). Viele Medien haben dieses Thema inzwischen aufgegriffen, das wollte ich erreichen.

B4B SCHWABEN: Sie haben bereits einige Preise für ihr Unternehmen und ihr Handeln bekommen. Was war für sie der beste Preis?

Sina Trinkwalder: Es gab drei Stück, die ich sehr toll fand. Zum einen den Bayerischen Bürgerkultur Preis, den wir als erstes als Unternehmen für unser bürgerliches Engagement bekommen haben. Den Nachhaltigkeitspreis fand ich gut, weil dort viele Leute das erste Mal Notiz von meinem Engagement genommen haben. Der schönste preis war der myself-Liebling, weil es ein Leserpreis war. Dass uns gerade Leserinnen, die sich extrem für Mode interessieren, mir, die ich für Ökologie und soziales Engagement stehe, verleihen, hat mich sehr berührt.

B4B SCHWABEN: Hätten Sie für jemanden der Weltbild-Mitarbeiter Platz?

Sina Trinkwalder: Platz ist für jeden Menschen, der Lust hat, das Unternehmen nach vorne zu bringen. Man muss es aber auch so sehen: Die wollen ja auch nicht hier her, die Category-Manager und wie sie alle heißen. Und ehrlich gesagt, ist unser Unternehmen kein Auffanglager für ökonomische Fehlentscheidungen. Weltbild hat einmal bei mir angefragt, ob wir zusammen kooperieren wollen. Aber bei dem Tempo von dem Laden…

B4B SCHWABEN: Welche größeren Projekte sind als nächstes geplant?

Sina Trinkwalder: Am 18. Februar werden wir bei „real.-“ mit unserer Jeanskollektion einsteigen. Ab März werden wir die Reformhäuser mit Kleidung beliefern.

B4B SCHWABEN: Durch Ihre Arbeit sind Sie nicht nur viel im Unternehmen, sondern auch oft unterwegs. Wie kriegen Sie da Kind und Karriere unter einen Hut?

Sina Trinkwalder: Mein Mann ist ein sehr guter alleinerziehender Vater (lacht). Mein Sohn geht in die Ganztagsschule, es gefällt ihm gut und er macht super Fortschritte dort. Ich bin viel unterwegs, aber Kind und Beruf sind immer vereinbar. Man findet immer Zeit füreinander. Mein Mann und mein Sohn sind schon immer ein Spitzenteam, was wohl auch daran liegt, dass mein Sohn sich schon im Mutterleib ausgesucht hat, dass er ein Papa-Kind wird. Der wusste wohl schon, was kommt.

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