Neustrukturierung

Siemens streicht weltweit 10.400 Stellen: Ist Augsburg betroffen?

Symbolbild. Foto: Siemens AG, München/Berlin
Siemens will sich künftig auf digitale Bereiche konzentrieren und baut in diesem Zuge bis 2023 weltweit rund 10.400 Stellen ab. In den geplanten Zukunftsfeldern sind hingegen 20.500 neue Arbeitsplätze geplant. Trifft Augsburg diese Neustrukturierung?

Wie genau Augsburg von diesen Veränderungen betroffen sein wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, so ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage unserer Redaktion. Sicher sei jedoch, dass es innerhalb des Unternehmens einen Wandel geben werde. Im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern soll zunächst geklärt werden, wo und unter welchen Rahmenbedingungen der Stellenabbau möglichst sozialverträglich vollzogen wird.

Gas and Power soll eigenständig werden

Plan des Unternehmens ist es, die Energiesparte Gas and Power (GP) auf eigene Beine zu stellen und damit an die Börse zu gehen. Darüber hinaus plant die Siemens AG, den Mehrheitsanteil an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE), dem Marktführer im Geschäft mit Erneuerbaren Energien, in die neue Gesellschaft einzubringen. Neben konventionellen Kraftwerken werde damit künftig auch Windenergie angeboten. Schon jetzt verzeichnet der Bereich hohe Gewinnsteigerungen. Zwar liege die Einheit Energie nach wie vor unter den angestrebten Zielen, befinde sich aber auf dem steigenden Ast, heißt es vonseiten Siemens. Das sei gerade hinsichtlich des schwächelnden Weltmarkts ein gutes Zeichen.

Digital Industries und Smart Infrastructure werden fokussiert

In den Wachstumsmärkten Automatisierung, industrielle Digitalisierung und intelligente Infrastruktur will Siemens deutlich zulegen und seine führende Stellung weiter ausbauen. Die Operating Companies Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) bilden künftig den industriellen Kern von Siemens. Ergänzt wird dieser durch die konzernweiten Technologie- und Serviceeinheiten sowie die strategische Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers. Auch Siemens Mobility soll als Wachstumsgeschäft weiter gestärkt werden. So sollen die mittelfristigen Wachstums- und Renditeziele erreicht werden. Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat dazu einstimmig den nächsten Schritten der Unternehmensstrategie Vision 2020+, inklusive dem Spin-off von Siemens Gas and Power (GP), zugestimmt.

„Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg“

„Wir fokussieren Siemens mit der Vision 2020+ und machen unsere Geschäfte schneller und flexibler. Das ist die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg in langfristig attraktiven Wachstumsmärkten. Gleichzeitig schaffen wir gute Perspektiven für die Geschäfte, die sich im Strukturwandel bewähren und neue Wachstumsfelder adressieren müssen“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Wir stehen vor einer grundlegenden Transformation des Unternehmens“

Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrates stimmen für den Plan für GP und unterstützen das Wachstumskonzept Vision 2020+, auch wenn sie auf die besondere Verantwortung des Vorstandes im Umgang mit den von der Strukturveränderung betroffenen Mitarbeitern hinweisen. „Die Arbeitnehmervertretung billigt den Plan für GP und unterstützt das Wachstumskonzept der Firmenleitung. Wir stehen vor einer grundlegenden Transformation des Unternehmens“, betonte die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Birgit Steinborn.

„Wenn der Vorstand das Wachstumskonzept ernst meint, dann erwarten wir, dass die Kompetenzen der Mitarbeiter im Unternehmen gehalten und hinsichtlich Digitalisierung entwickelt beziehungsweise erweitert werden. Das kann durch Requalifizierung und bevorzugte Berücksichtigung bei den angekündigten Neueinstellungen passieren. Der vereinbarte Zukunftsfonds bietet dafür gute Möglichkeiten. Außerdem gehen wir davon aus, dass auch die Region Deutschland von den Investitionen und Wachstumsprogrammen des Vorstandes profitiert. Ideenlose Abbauprogramme lehnen wir ab“, so Steinborn.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Neustrukturierung

Siemens streicht weltweit 10.400 Stellen: Ist Augsburg betroffen?

Symbolbild. Foto: Siemens AG, München/Berlin
Siemens will sich künftig auf digitale Bereiche konzentrieren und baut in diesem Zuge bis 2023 weltweit rund 10.400 Stellen ab. In den geplanten Zukunftsfeldern sind hingegen 20.500 neue Arbeitsplätze geplant. Trifft Augsburg diese Neustrukturierung?

Wie genau Augsburg von diesen Veränderungen betroffen sein wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, so ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage unserer Redaktion. Sicher sei jedoch, dass es innerhalb des Unternehmens einen Wandel geben werde. Im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern soll zunächst geklärt werden, wo und unter welchen Rahmenbedingungen der Stellenabbau möglichst sozialverträglich vollzogen wird.

Gas and Power soll eigenständig werden

Plan des Unternehmens ist es, die Energiesparte Gas and Power (GP) auf eigene Beine zu stellen und damit an die Börse zu gehen. Darüber hinaus plant die Siemens AG, den Mehrheitsanteil an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE), dem Marktführer im Geschäft mit Erneuerbaren Energien, in die neue Gesellschaft einzubringen. Neben konventionellen Kraftwerken werde damit künftig auch Windenergie angeboten. Schon jetzt verzeichnet der Bereich hohe Gewinnsteigerungen. Zwar liege die Einheit Energie nach wie vor unter den angestrebten Zielen, befinde sich aber auf dem steigenden Ast, heißt es vonseiten Siemens. Das sei gerade hinsichtlich des schwächelnden Weltmarkts ein gutes Zeichen.

Digital Industries und Smart Infrastructure werden fokussiert

In den Wachstumsmärkten Automatisierung, industrielle Digitalisierung und intelligente Infrastruktur will Siemens deutlich zulegen und seine führende Stellung weiter ausbauen. Die Operating Companies Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI) bilden künftig den industriellen Kern von Siemens. Ergänzt wird dieser durch die konzernweiten Technologie- und Serviceeinheiten sowie die strategische Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers. Auch Siemens Mobility soll als Wachstumsgeschäft weiter gestärkt werden. So sollen die mittelfristigen Wachstums- und Renditeziele erreicht werden. Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat dazu einstimmig den nächsten Schritten der Unternehmensstrategie Vision 2020+, inklusive dem Spin-off von Siemens Gas and Power (GP), zugestimmt.

„Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg“

„Wir fokussieren Siemens mit der Vision 2020+ und machen unsere Geschäfte schneller und flexibler. Das ist die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg in langfristig attraktiven Wachstumsmärkten. Gleichzeitig schaffen wir gute Perspektiven für die Geschäfte, die sich im Strukturwandel bewähren und neue Wachstumsfelder adressieren müssen“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Wir stehen vor einer grundlegenden Transformation des Unternehmens“

Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrates stimmen für den Plan für GP und unterstützen das Wachstumskonzept Vision 2020+, auch wenn sie auf die besondere Verantwortung des Vorstandes im Umgang mit den von der Strukturveränderung betroffenen Mitarbeitern hinweisen. „Die Arbeitnehmervertretung billigt den Plan für GP und unterstützt das Wachstumskonzept der Firmenleitung. Wir stehen vor einer grundlegenden Transformation des Unternehmens“, betonte die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Birgit Steinborn.

„Wenn der Vorstand das Wachstumskonzept ernst meint, dann erwarten wir, dass die Kompetenzen der Mitarbeiter im Unternehmen gehalten und hinsichtlich Digitalisierung entwickelt beziehungsweise erweitert werden. Das kann durch Requalifizierung und bevorzugte Berücksichtigung bei den angekündigten Neueinstellungen passieren. Der vereinbarte Zukunftsfonds bietet dafür gute Möglichkeiten. Außerdem gehen wir davon aus, dass auch die Region Deutschland von den Investitionen und Wachstumsprogrammen des Vorstandes profitiert. Ideenlose Abbauprogramme lehnen wir ab“, so Steinborn.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben