Bilanz 2018

SGL Carbon steigert Umsatz auf über 1 Milliarde Euro

Der SGL Standort in Meitingen. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die SGL Carbon hat im Geschäftsjahr 2018 ihre Umsatz- und Ertragsziele übertroffen. Erstmals als neue SGL Carbon erzielte das Unternehmen mit Standort in Meitingen damit ein positives Konzernergebnis in den fortgeführten Aktivitäten.

Der Umsatz lag knapp oberhalb der angehobenen Prognose von 1 Milliarde Euro. Gleichzeitig hat sich das Ergebnis deutlich erhöht. Rund die Hälfte des Umsatzanstiegs von 22 Prozent entfiel auf starkes organisches Wachstum. Zusätzlich verzeichnete der Konzern positive Effekte bei Umsatz und Ergebnis. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag konzernweit bei rund 65 Millionen Euro und damit 61 Prozent über dem Vorjahr. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 50,3 Millionen Euro.

„Unsere Strategie greift“

„Im ersten Jahr der neuen SGL Carbon haben wir unsere Umsatz- und Ertragsziele für 2018 mehr als erfüllt“, sagt Dr. Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon. „Unsere Strategie greift. Wir sind überzeugt, dass wir uns trotz weltweit abschwächender Konjunktur auch in diesem Jahr gut behaupten werden. Als neue SGL Carbon sind wir diversifizierter aufgestellt und profitieren von strukturellen Zukunfts- und Wachstumsthemen wie Elektromobilität, Energieversorgung und Digitalisierung.“

SGL bestätigt Mittelfristziel

Im Geschäftsjahr 2019 erwartet das Unternehmen einen Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Konzern-EBIT dürfte sich nach der deutlichen Steigerung im Jahr 2018 auf dem hohen Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres stabilisieren. Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen sein neues Mittelfristziel in Höhe von nahezu 1,4 Milliarden Umsatz bei einer EBIT-Marge von weiterhin mindestens 10 Prozent im Jahr 2022. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher EBIT-Beitrag in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags.

Konzern rechnet mit steigendem Umsatz

Das Geschäftsjahr 2018 war neben dem guten operativen Ergebnis im Geschäftsbereich Graphite Materials & Systems auch geprägt von positiven Sondereinflüssen. Diese beeinflussen aufgrund der hohen Ausgangsbasis die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Trotz der sich weltweit abkühlenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht die SGL Carbon von einem Anstieg des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich aus, der vor allem mengengetrieben ist. Dabei sollte sich das Konzern EBIT vor Sondereinflüssen und Kaufpreisallokation auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres stabilisieren.

Mehrbelastung im Finanzergebnis geplant

Nach einem Konzern-Jahresüberschuss von rund 41 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018 dürfte das Konzernergebnis im Jahr 2019 ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen, heißt es von SGL. Darüber hinaus plant die SGL Carbon für das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis. Diese basiert im Wesentlichen auf der geplanten Unternehmensanleihe zur Refinanzierung der Ende 2020 anfallenden Fälligkeiten.

Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro geplant

Wie der Konzern bereits im Dezember 2018 angekündigt hat, werden die Investitionen deutlich gesteigert. Entsprechend erwartet die SGL Carbon im Geschäftsjahr 2019 aus heutiger Sicht ein Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro nach 78 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Der Investitionsschwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr liegt im Geschäftsbereich GMS auf den Marktsegmenten Automobil & Transport, LED, Halbleiter sowie Batterie & sonstige Energie.

SGL rechnet mit positivem Effekt aus gefallenen Rohstoffkosten

Im Gegensatz zu den Vorjahren rechnet SGL damit, dass das erste Quartal das schwächste Quartal im Geschäftsjahr 2019 sein wird. Dies liegt vor allem an dem rapiden und starken Rohstoffpreisrückgang zum Jahresende 2018, der zu niedrigeren Verkaufspreisen für Textile Fasern geführt hat. Bis der Bestand an hochpreisigem Rohstoff abgearbeitet war, musste das Unternehmen eine vorübergehende Margenkontraktion in diesem Geschäft hinnehmen. Diese hat sich vor allem im vierten Quartal 2018 sowie im Januar und Februar 2019 niedergeschlagen. Seit März 2019 sowie im weiteren Jahresverlauf erwartet SGL, dass die gefallenen Rohstoffkosten einen positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung haben.

„Unsere Geschäftsbereiche folgen unterschiedlichen Dynamiken“

„Basierend auf der positiven Entwicklung 2017 und 2018 sind wir zuversichtlich, dass wir mittelfristig 8 bis 9 Prozent pro Jahr wachsen werden“, so Dr. Michael Majerus, Finanzvorstand der SGL Carbon. „Unsere Geschäftsbereiche folgen unterschiedlichen Dynamiken. Der etabliertere Geschäftsbereich GMS erreicht bereits unsere Umsatz- und Renditeziele und soll diese auch mittelfristig weiter ausbauen. Der Geschäftsbereich CFM ist noch am Anfang seines Lebenszyklus. CFM hat in den vergangenen zwölf Monaten zahlreiche zukunftsweisende Projekte gewonnen, die sich aufgrund der Entwicklungszeiten erst mittel- bis langfristig spürbar in Umsatz und Ergebnis niederschlagen werden.“

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Mehrbelastung im Finanzergebnis geplant

Nach einem Konzern-Jahresüberschuss von rund 41 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018 dürfte das Konzernergebnis im Jahr 2019 ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen, heißt es von SGL. Darüber hinaus plant die SGL Carbon für das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis. Diese basiert im Wesentlichen auf der geplanten Unternehmensanleihe zur Refinanzierung der Ende 2020 anfallenden Fälligkeiten.

Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro geplant

Wie der Konzern bereits im Dezember 2018 angekündigt hat, werden die Investitionen deutlich gesteigert. Entsprechend erwartet die SGL Carbon im Geschäftsjahr 2019 aus heutiger Sicht ein Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro nach 78 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Der Investitionsschwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr liegt im Geschäftsbereich GMS auf den Marktsegmenten Automobil & Transport, LED, Halbleiter sowie Batterie & sonstige Energie.

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