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Serfan rechnert ab
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Serfan S&S GmbH

Serfan rechnert ab

 Serhat Yilmaz und Stefan Buntscheck. Foto: Serfan

Das Augsburger Modelabel Serfan konnte seit der Unternehmensgründung im Januar 2014 eine 80-prozentige Umsatzsteigerung generieren. Anfangs haben die Gründer ihre Vision zu zweit umgesetzt. Mittlerweile beschäftigen die Unternehmer mehrere Mitarbeiter auf zwei Etagen. Im Gespräch mit B4B SCHWABEN ziehen sie eine erste Bilanz.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

B4B SCHWABEN: Modelabels gibt es wie Sand am Meer. Wieso haben Sie sich dazu entschieden, gerade diesen Weg zu gehen?

Stefan Buntscheck:  Not macht erfinderisch und natürlich lieben wir die Herausforderung.
Serhat war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Schuh. Nachdem er in den Boutiquen nicht fündig wurde, entstand die Idee zur Gründung unseres eigenen Modelabels. Serhat entwickelt dabei die Designs unserer Produkte. Anschließend visualisiere ich diese graphisch. So verschaffen wir uns zeitnah einen ersten Eindruck von neuen Ideen.

Serhat Yilmaz: Dadurch sparen wir uns enorme Entwicklungskosten. Serfan wird komplett durch die by-agentur sowie unser Eigenkapital finanziert. Unser Unternehmen ist also nicht fremdfinanziert. Die by-agentur konzipiert und realisiert nicht nur unsere komplette Marketingstrategie, sondern gestaltet auch unseren Webauftritt. Unabhängig zu sein und weiterhin zu bleiben ist uns als Gründer enorm wichtig. Daher sind wir besonders stolz, Serfan mit unseren eigenen Mitteln zu stemmen.

B4B SCHWABEN:  Jeder Anfang ist schwer. Wie erging es Ihnen beiden? War der Zuspruch Ihrer Idee von Anfang an so groß wie er es jetzt ist?

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Serhat Yilmaz: Nein, natürlich nicht. Zu Beginn hat noch niemand an unsere Idee geglaubt. Neben unseren Familien und Freunden, die uns immer unterstützt haben, gab es viele Zweifler. Wenn man aber den Zuspruch der Leute hat, die einem wichtig sind, dann entwickelt man schnell eine Stärke, die uns dorthin gebracht hat, wo wir jetzt mit Serfan stehen. Natürlich ärgert es mich, dass unserer Vision auch Steine in den Weg gelegt worden sind. Aber genau das treibt uns auch immer wieder von Neuem an.

B4B SCHWABEN:  Haben Sie sich mit dem Preissegment, in dem sich Serfan bewegt, nicht selbst Steine in den Weg gelegt?

Serhat Yilmaz: Unsere Produkte geben uns gar keine andere Möglichkeit als uns in diesem Preissegment zu bewegen. Bei unseren Kollektionen handelt es sich nämlich sowohl um Qualitäts- als auch Fairtradeprodukte, die nicht nur nachhaltig, sondern auch mit fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Der Kunde trägt durch den Kauf unserer Mode zu sozialen Arbeitsbedingungen bei. Das fängt in den Produktionsstätten an und hört bei unseren Mitarbeitern in Deutschland auf. Dahingehend versuchen wir die Gesellschaft im Bewusstsein wachzurütteln, dass beim Kauf von Mode nicht nur die reinen Materialkosten abgedeckt sind, sondern auch die Kosten für Arbeitszeit und Mitarbeiter beachtet werden müssen. Außerdem geraten die 19% Mehrwertsteuer, die nicht am Unternehmen haften bleiben, oftmals in Vergessenheit.  Das sind bei unseren Produkten immerhin knapp 60 Euro.

B4B SCHWABEN: Gegenüber dem fortschreitenden Online-Handel wird es für kleinere Handelsunternehmen immer schwieriger ihr Bestehen zu sichern. Inwiefern versucht Serfan dieser Entwicklung entgegen zu wirken?

Serhat Yilmaz: Wir versuchen den E-Commerce mit dem lokalen Handel zu verknüpfen. Dadurch, dass wir unsere Ware nirgends zu einem reduzierten Preis anbieten und unseren Kunden so eine stabile Preislage gewährleisten können, unterstützen wir gleichzeitig auch den stationären Handel. Dabei liegt es uns besonders am Herzen das lokale Einkaufserlebnis  zu fördern und ein Aussterben der Innenstädte zu verhindern. Künftig erweitern wir unsere Schuh-Kollektionen, indem wir unseren Kunden dazu passende Accessoires, Oberbekleidung und Kleidung für unterschiedliche Sportarten anbieten werden. In diesem Zuge werden wir auch einen eigenen Showroom in der Augsburger Innenstadt eröffnen.

Stefan Buntscheck: Selbstverständlich muss man  in diesem Business bei der Produktentwicklung am Ball bleiben. Serhat ist die treibende Kraft und sprudelt nur vor Ideen. Ich übernehme den technischen Part und setze seine überdimensionalen Ideen um. Außerdem arbeiten wir ständig an der Optimierung unseres Kundenservices. Bisher haben Kunden die Möglichkeit beim Einkauf über unseren Online-Shop den gewünschten Liefertermin festzulegen. Ab sofort überraschen wir mit einem Lieferservice, der in dieser Art noch nicht existiert. Wir stellen unsere Ware per Fahrradkurier sowie mit dem Elektroauto zu. Hierbei legen wir großen Wert, dass die Zustellung der Produkte umweltfreundlich sowie ökonomisch abläuft.

B4B SCHWABEN: Ist Ihre Marketing-Strategie aufgegangen?

Serhat Yilmaz: Wie vielen jungen Unternehmen, stand auch uns wenig Budget zur Verfügung, um unsere Bekanntheit aktiv zu fördern. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, aktiv durch PR und Celebrities auf unser Label aufmerksam zu machen.

Stefan Buntscheck: Verstärkt arbeiten Prominente mit uns zusammen. Die wissen nämlich, was gut ist und stehen ständig im „Rampenlicht“.  So auch unsere Produkte, die von ihnen in der Öffentlichkeit getragen werden.

B4B SCHWABEN: Wie gewinnt man solche Persönlichkeiten für sein Unternehmen?

Serhat Yilmaz: Das ist das besondere Geheimnis von Serfan. Momentan freuen wir uns auf eine ganz tolle Kooperation. Der bekannte und erfahrene Modedesigner Thomas Rath hat uns sein Vertrauen entgegengebracht und steht uns künftig als Mentor und Netzwerker zur Seite. Was wir mit ihm kommendes Jahr realisieren werden, ist auf der Plattform des B4B Magazins zu erfahren.
Außerdem werden wir der Öffentlichkeit 2015 neue Kollektionen und Technologien präsentieren. So viel sei verraten, es bleibt nicht nur bei Schuhen.

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