Corona-Maßnahmen

Schwäbische Brauereien fordern Öffnungsperspektive im März

Die Gastronomie leidet. Somit auch die Brauereien in Bayerisch-Schwaben. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sicherte den Unternehmen jetzt Unterstützung zu. Gefordert wird unterdessen die Öffnung der Gastronomie.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den bayerischen Brauereien tatkräftige Unterstützung zugesagt. Nach dem bayerischen Brauereigipfel erklärte Aiwanger: „Die Brauereien stehen für ein wichtiges bayerisches Kulturgut. Sie sind unverschuldet stark von der Coronakrise betroffen worden. Die Brauer brauchen jetzt eine Perspektive durch Wiederöffnungen der Gastronomie in Richtung Ostern, bessere Bedingungen bei der Auszahlung der Wirtschaftshilfen durch den Bund und steuerliche Erleichterungen, damit das Geld für einen guten Neustart reicht.“ 

Beim bayerischen Brauereigipfel schilderten Brauer aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken sowie den Verbänden Private Brauereien Bayern und Bayerischer Brauerbund dem Wirtschaftsminister ihre schwierige wirtschaftliche Lage durch Coronakrise und Lockdown. Vereinbart wurde ein zeitnaher Folgegipfel unter Einbeziehung der Bayerischen Staatskanzlei und des Gesundheitsministeriums. Aiwanger erklärte hierzu: „Es stehen viele Existenzen auf dem Spiel. Die Brauer haben durch die Schließung der Gastronomie Zukunftsängste. Mir ist wichtig, dass die enorme Vielfalt der Brauereien und Brauereigaststätten in Bayern erhalten bleibt. Deshalb braucht die Branche Perspektiven. In Richtung Ostern muss die Gastronomie mit guten Hygienekonzepten, klaren Abstandsregeln und dem Einsatz von Schnelltests wieder öffnen können.“

Aiwanger fordert Steuererleichterungen

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Im Fall der Wirtschaftshilfen durch die Bundesregierung sagte Aiwanger zu, in Berlin erneut Nachbesserungen für die Brauereigaststätten bei der Überbrückungshilfe III einzufordern. „Brauereien und Brauereigaststätten gehören genauso unterstützt wie Bäckereien mit angeschlossenen Cafés. Der Bund, vor allem der Finanzminister sollte das endlich verstehen und die Wirtschaftshilfen so anpassen, dass der Branche geholfen werden kann“, erklärte Aiwanger. Wichtig sei, dass wegen des Lockdowns nicht verkäufliches Fassbier als verderbliche Ware eingestuft und als Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III erstattet wird. Mit einer solchen Lösung würde den Brauern schon aus der Patsche geholfen. 

Für den Neustart nach der Coronakrise forderte der Minister eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen, von denen auch die Brauereibranche profitieren würde. Aiwanger: „Es braucht eine Ausweiterung des steuerlichen Verlustrücktrags auf mindestens zwei Jahre sowie eine Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf sieben Prozent auch bei Getränken. Schankwirtschaften, Restaurants, Hotels und auch Brauer würden dadurch zusätzliche finanzielle Spielräume gewinnen, die sie brauchen, um nach der Coronakrise wieder auf die Beine zu kommen."

Riegele fordert Öffnungsperspektive

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Aiwanger appellierte unterdessen auch an die Brauereivertreter, das vorhandene staatliche Unterstützungspaket aktiv und zügig zu nutzen: „Es löst sicherlich nicht alle Schwierigkeiten, aber es mindert zumindest die Auswirkungen der Umsatzeinbrüche ab, die der harte Lockdown hervorgerufen hat.“ Die Vertreter der Brauereiverbände begrüßten den Einsatz des bayerischen Wirtschaftsministers. Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer Bayerischer Brauerbund sagte: „Der Brauerbund und die vertretenen Brauereien sind dankbar, dass Staatsminister Aiwanger ihren drängenden Sorgen Gehör schenkt. Wenn sich im Bund nichts bewegt, sollte Bayern über Möglichkeiten nachdenken, selbst zu helfen. Bayerns Brauer brauchen vor allem dreierlei: Umfassende Hilfen für ihre Brauereigasthöfe, die bislang fast alle durchs Förderraster fallen, eine angemessene Entschädigung für tausende Hektoliter Bier, die jetzt vernichtet werden müssen, weil sie ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreichen und endlich eine verlässliche Perspektive, unter welchen Bedingungen sie sich auf die Wiedereröffnung der Gastronomie einstellen können. Unsere Brauereigasthöfe sind ein wichtiges Stück bayerischer Brautradition und Genusskultur, aber auch touristischer Infrastruktur.“

Auch in den Brauereien in Bayerisch-Schwaben steigt unterdessen der Unmut an den Corona-Maßnahmen, so wie die Forderung nach Öffnung: „Jeden Tag nehmen die wirtschaftlichen und psychischen Collateralschäden der Coronamaßnahmen zu. Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft der Bevölkerung, die Maßnahmen zu befolgen, drastisch ab. Das führt zur absurden Situation, dass Privatparties unkontrolliert stattfinden, während Biergärten mit Hygienekonzept geschlossen sind. Deshalb fordern wir eine Öffnungsperspektive für die Gastronomie noch im März und die Gleichbehandlung von Gastronomiezulieferern in Bezug auf die Coronahilfen“, erklärte Sebastian Priller-Riegele, Geschäftsführer der Brauerei Riegele aus Augsburg.

Finanzielle Hilfen fehlen

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Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer Private Brauereien erklärte: „Unsere kleinen und mittelständischen Brauereien in Bayern brauchen dringend staatliche Unterstützung, um die Coronakrise bewältigen zu können und mit Perspektiven in die Zukunft zu starten. So sind Erleichterungen bei  der Biersteuer ebenso unabdingbar wie eine  zeitnahe und unter Hygieneaspekten verantwortbare Öffnungsstrategie für die Gastronomie. Nach wie vor fehlt den Brauereigaststätten die dringend benötigte November- und Dezemberhilfe, mit der die Verluste aus der Einstellung des Gaststättenbetriebes zumindest teilweise kompensiert werden könnten.“  

In Bayern sind rund 90 Prozent der 640 Brauereien familiengeführte Betriebe. Der regionale Schwerpunkt in der bundesweiten Biererzeugung mit etwa 1500 Betrieben liegt damit im Freistaat, wo mehr als 4.000 unterschiedliche Biersorten gebraut werden. Insgesamt wurden in Bayern 2020 annähernd 23 Millionen Hektoliter Bier hergestellt. Insgesamt sind (ohne Gastronomie) rund 13.000 Menschen bei den bayerischen Brauereien beschäftigt. Im Jahr 2018 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 3,451 Milliarden Euro.

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Beim bayerischen Brauereigipfel schilderten Brauer aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken sowie den Verbänden Private Brauereien Bayern und Bayerischer Brauerbund dem Wirtschaftsminister ihre schwierige wirtschaftliche Lage durch Coronakrise und Lockdown. Vereinbart wurde ein zeitnaher Folgegipfel unter Einbeziehung der Bayerischen Staatskanzlei und des Gesundheitsministeriums. Aiwanger erklärte hierzu: „Es stehen viele Existenzen auf dem Spiel. Die Brauer haben durch die Schließung der Gastronomie Zukunftsängste. Mir ist wichtig, dass die enorme Vielfalt der Brauereien und Brauereigaststätten in Bayern erhalten bleibt. Deshalb braucht die Branche Perspektiven. In Richtung Ostern muss die Gastronomie mit guten Hygienekonzepten, klaren Abstandsregeln und dem Einsatz von Schnelltests wieder öffnen können.“

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Für den Neustart nach der Coronakrise forderte der Minister eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen, von denen auch die Brauereibranche profitieren würde. Aiwanger: „Es braucht eine Ausweiterung des steuerlichen Verlustrücktrags auf mindestens zwei Jahre sowie eine Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf sieben Prozent auch bei Getränken. Schankwirtschaften, Restaurants, Hotels und auch Brauer würden dadurch zusätzliche finanzielle Spielräume gewinnen, die sie brauchen, um nach der Coronakrise wieder auf die Beine zu kommen."

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Auch in den Brauereien in Bayerisch-Schwaben steigt unterdessen der Unmut an den Corona-Maßnahmen, so wie die Forderung nach Öffnung: „Jeden Tag nehmen die wirtschaftlichen und psychischen Collateralschäden der Coronamaßnahmen zu. Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft der Bevölkerung, die Maßnahmen zu befolgen, drastisch ab. Das führt zur absurden Situation, dass Privatparties unkontrolliert stattfinden, während Biergärten mit Hygienekonzept geschlossen sind. Deshalb fordern wir eine Öffnungsperspektive für die Gastronomie noch im März und die Gleichbehandlung von Gastronomiezulieferern in Bezug auf die Coronahilfen“, erklärte Sebastian Priller-Riegele, Geschäftsführer der Brauerei Riegele aus Augsburg.

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In Bayern sind rund 90 Prozent der 640 Brauereien familiengeführte Betriebe. Der regionale Schwerpunkt in der bundesweiten Biererzeugung mit etwa 1500 Betrieben liegt damit im Freistaat, wo mehr als 4.000 unterschiedliche Biersorten gebraut werden. Insgesamt wurden in Bayern 2020 annähernd 23 Millionen Hektoliter Bier hergestellt. Insgesamt sind (ohne Gastronomie) rund 13.000 Menschen bei den bayerischen Brauereien beschäftigt. Im Jahr 2018 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 3,451 Milliarden Euro.

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