Industriebericht Bayern 2018

Schwaben hat Bayerns niedrigste Export-Quote

Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer. Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie
Der Industriebericht zeigt auf, dass Schwaben das Schlusslicht bei den Exporten bildet. Die Quote von 44,7 Prozent liegt 13 Punkte unter dem Spitzenreiter Oberbayern.

In 2017 legte der Auslandsumsatz mit einem Plus von 7,4 Prozent in Bayern besonders deutlich zu. Die Exportquote konnte dadurch auf über 53 Prozent gesteigert werden. Schwaben kommt jedoch nur auf eine Quote von unter 45 Prozent. Dafür ist der Regierungsbezirk an andere Stelle Spitzenreiter.

Stärkster Zuwachs in Schwaben in einem Bereich

„Das Verarbeitende Gewerbe ist traditionell stark in ländlichen Räumen und sichert dort durch hohe Wertschöpfung attraktive Arbeitsplätze. Mit 126 Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe je 1.000 Einwohner hat die Oberpfalz den höchsten Industriebesatz. Spitzenreiter beim Umsatz ist Unterfranken mit einer Zunahme von 10,7 Prozent gefolgt von Niederbayern mit 7,8 Prozent. Bei den Beschäftigten konnte Schwaben den stärksten Zuwachs verzeichnen mit 2,7 Prozent“, so Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer.

Industrie ist „verlässlicher Impulsgeber“

Lob gab es auch für die Industrie. „Die bayerische Industrie ist ein verlässlicher Impulsgeber für die bayerische Wirtschaft. 2017 wurden im bayerischen Verarbeitenden Gewerbe wieder hervorragende Werte erreicht. Die knapp 1,3 Millionen Beschäftigten erzielten einen Umsatz von 370 Milliarden Euro. Der Anteil der Industrie an der wirtschaftlichen Leistung in Bayern hat sich seit dem Jahr 2000 nochmals um 2,5 Prozentpunkte auf jetzt 27,2 Prozent gesteigert. Davon profitieren auch viele Dienstleister in deren Umfeld“, so Pschierer weiter.

Zölle belasten Automobilbranche

Mit Blick auf den weltweiten Markt machte der Minister deutlich: „Ich bin ein Verfechter des regelbasierten, freien Handels zu fairen Bedingungen. Deshalb begrüße ich, dass wir vorankommen mit Partnern wie Japan und dass wir mit den USA eine erste Verständigung erreichen konnten. Der wechselseitige Verzicht auf zusätzliche Zölle könnte großen volkswirtschaftlichen Schaden für unsere bayerischen Autobauer abwenden. Jetzt gilt es, dies zügig in eine verlässliche Vereinbarung umzusetzen. Der Vergleich mit früheren Jahrzehnten sollte uns alle überzeugen, wie groß die Vorteile für Europa aus dem freien Warenhandel sind.“

Industrie muss wettbewerbsfähig bleiben

Zudem müssten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Industrie wettbewerbsfähig bleibe. Hier sei die Bundesregierung gefordert. Neben bezahlbaren Energiepreisen und Lohnzusatzkosten sowie flexiblen Arbeitsmärkten müsse hier ein Hauptaugenmerk auf der Steuerpolitik liegen. „Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Hochsteuerland und riskiert so seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb brauchen dringend eine Senkung der Unternehmenssteuer-Belastung auf ein international übliches Niveau. Bayern hat daher einen Entschließungsantrag zur steuerlichen Entlastung der deutschen Wirtschaft in den Bundesrat eingebracht. Ziel ist eine Senkung der Unternehmenssteuer-Belastung um rund vier Prozentpunkte durch teilweise Anrechnung der Gewerbesteuer bei der Körperschaftsteuer und Einbeziehung kleiner Kapitalgesellschaften in die erste Stufe zum Abbau des Solidaritätszuschlags.“

Minister fordert steuerliche Forschungsförderung

Genauso wichtig, so der Minister, sei die Umsetzung der bereits vereinbarten steuerlichen Forschungsförderung. „Gleichzeitig setzt der Freistaat in seiner Verantwortung bereits wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Mit dem Masterplan Bayern Digital II, dem Automobilpakt, dem Mobilfunkpakt, unseren Initiativen zu Gründern und Fachkräften stellen wir uns den Herausforderungen und schaffen beste Voraussetzungen für unsere innovative Industrie“, betont Pschierer.

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In 2017 legte der Auslandsumsatz mit einem Plus von 7,4 Prozent in Bayern besonders deutlich zu. Die Exportquote konnte dadurch auf über 53 Prozent gesteigert werden. Schwaben kommt jedoch nur auf eine Quote von unter 45 Prozent. Dafür ist der Regierungsbezirk an andere Stelle Spitzenreiter.

Stärkster Zuwachs in Schwaben in einem Bereich

„Das Verarbeitende Gewerbe ist traditionell stark in ländlichen Räumen und sichert dort durch hohe Wertschöpfung attraktive Arbeitsplätze. Mit 126 Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe je 1.000 Einwohner hat die Oberpfalz den höchsten Industriebesatz. Spitzenreiter beim Umsatz ist Unterfranken mit einer Zunahme von 10,7 Prozent gefolgt von Niederbayern mit 7,8 Prozent. Bei den Beschäftigten konnte Schwaben den stärksten Zuwachs verzeichnen mit 2,7 Prozent“, so Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer.

Industrie ist „verlässlicher Impulsgeber“

Lob gab es auch für die Industrie. „Die bayerische Industrie ist ein verlässlicher Impulsgeber für die bayerische Wirtschaft. 2017 wurden im bayerischen Verarbeitenden Gewerbe wieder hervorragende Werte erreicht. Die knapp 1,3 Millionen Beschäftigten erzielten einen Umsatz von 370 Milliarden Euro. Der Anteil der Industrie an der wirtschaftlichen Leistung in Bayern hat sich seit dem Jahr 2000 nochmals um 2,5 Prozentpunkte auf jetzt 27,2 Prozent gesteigert. Davon profitieren auch viele Dienstleister in deren Umfeld“, so Pschierer weiter.

Zölle belasten Automobilbranche

Mit Blick auf den weltweiten Markt machte der Minister deutlich: „Ich bin ein Verfechter des regelbasierten, freien Handels zu fairen Bedingungen. Deshalb begrüße ich, dass wir vorankommen mit Partnern wie Japan und dass wir mit den USA eine erste Verständigung erreichen konnten. Der wechselseitige Verzicht auf zusätzliche Zölle könnte großen volkswirtschaftlichen Schaden für unsere bayerischen Autobauer abwenden. Jetzt gilt es, dies zügig in eine verlässliche Vereinbarung umzusetzen. Der Vergleich mit früheren Jahrzehnten sollte uns alle überzeugen, wie groß die Vorteile für Europa aus dem freien Warenhandel sind.“

Industrie muss wettbewerbsfähig bleiben

Zudem müssten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Industrie wettbewerbsfähig bleibe. Hier sei die Bundesregierung gefordert. Neben bezahlbaren Energiepreisen und Lohnzusatzkosten sowie flexiblen Arbeitsmärkten müsse hier ein Hauptaugenmerk auf der Steuerpolitik liegen. „Deutschland entwickelt sich immer mehr zum Hochsteuerland und riskiert so seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb brauchen dringend eine Senkung der Unternehmenssteuer-Belastung auf ein international übliches Niveau. Bayern hat daher einen Entschließungsantrag zur steuerlichen Entlastung der deutschen Wirtschaft in den Bundesrat eingebracht. Ziel ist eine Senkung der Unternehmenssteuer-Belastung um rund vier Prozentpunkte durch teilweise Anrechnung der Gewerbesteuer bei der Körperschaftsteuer und Einbeziehung kleiner Kapitalgesellschaften in die erste Stufe zum Abbau des Solidaritätszuschlags.“

Minister fordert steuerliche Forschungsförderung

Genauso wichtig, so der Minister, sei die Umsetzung der bereits vereinbarten steuerlichen Forschungsförderung. „Gleichzeitig setzt der Freistaat in seiner Verantwortung bereits wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Mit dem Masterplan Bayern Digital II, dem Automobilpakt, dem Mobilfunkpakt, unseren Initiativen zu Gründern und Fachkräften stellen wir uns den Herausforderungen und schaffen beste Voraussetzungen für unsere innovative Industrie“, betont Pschierer.

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