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Schantin: Stellungnahme zu Kinderbetreuungskosten
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Stadt Gersthofen

Schantin: Stellungnahme zu Kinderbetreuungskosten

Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

Die Kinderbetreuungskosten der Stadt Gersthofen sind in letzter Zeit häufig Thema in den lokalen Medien. Gersthofens Erster Bürgermeister Jürgen Schantin nimmt Stellung zur anhaltenden Diskussion über Kinderbetreuungskosten.

Die Kinderbetreuungskosten für die Einrichtungen der Stadt Gersthofen sind in letzter Zeit häufig Thema in den lokalen Medien. Diese sind meist mit dem Hinweis verbunden, dass die Kosten sehr hoch seien. Nun nimmt Gersthofens Erster Bürgermeister Jürgen Schantin Stellung zu der derzeit geführten Diskussion über die Kosten der Gersthofer Kinderbetreuungsangebote.

Kinderbetreuung wurde stark ausgebaut

Gersthofens Erster Bürgermeister Jürgen Schantin verweist in diesem Zusammenhang auf folgende Tatsache. In der Zeit seit seinem Amtsantritt wurde die Kinderbetreuung stark ausgebaut. Die Stadt bietet ein rundes Angebot. Dieses besteht sowohl aus Krippen und Kindergärten – auf Wunsch mit Verpflegung – als auch aus Hort- und Mittagsbetreuungsplätzen für Schulkinder.

Finanzielle Entlastung der Eltern wünschenswert

Für Rathauschef Jürgen Schantin ist eine finanzielle Entlastung der Eltern wünschenswert. Diese kann er jedoch selbstverständlich nicht im Alleingang herbeiführen. „Schuld ist immer der Bürgermeister“ – so titelte die Augsburger Allgemeine im Bayern-Teil am Mittwoch. Diese Meinung herrscht auch in der Öffentlichkeit vor. Nichtsdestotrotz kann auch ein Erster Bürgermeister nicht einfach Entscheidungen treffen. Man ist an die Beschlüsse des Stadtrats gebunden.

Stadtrat soll sich Kinderbetreuungsgebühren annehmen

In der Sitzung des Stadtrates wurde die Neufassung der Gebührensatzung beschlossen. Keine Fraktion hatte gegen die Gebührenerhöhungen argumentiert. Schantin ist der Ansicht, dass sich der neu gewählte Stadtrat ab Mai sehr schnell den Kinderbetreuungsgebühren annehmen sollte. Dies ist ein Thema, das allen – Stadtrat, Bürgermeister, Stadtverwaltung und den Eltern – untern den Nägeln brennt. Dies zeigt die anhaltende Berichterstattung sowie die Diskussion in der Öffentlichkeit. In diese Diskussion haben sich auch verschiedene Stadtratsmitglieder eingeschaltet.

Vergleichende Übersicht der Grundgebühren

Die Elternbeiträge setzen sich aus diversen Gebühren zusammen. Zum einen aus den Gebühren für die in Anspruch genommenen Buchungszeiten. Zum anderen aus den Kosten wie Spielgeld, Getränke- und Verpflegungsentgelten. In den Medien werden die Gesamtbeiträge häufig verglichen. Diese Vergleiche verzerren das Gesamtbild oft durch unterschiedliche Verpflegungskosten. Die Verpflegungskosten können je nach Anbieter und Qualität stark differieren. Daher ist eine vergleichende Übersicht der Grundgebühren sinnvoll. Aus solch einem Vergleich geht hervor, dass sich die Betreuungskosten im Stadtgebiet Gersthofen gegenüber anderen im Landkreis befindlichen Kindergärten kaum absetzen. Dies betrifft, wenn überhaupt, lediglich den Bereich der Krippeneinrichtungen.

Hoher Elternbeitrag für Krippenbetreuung gewünscht

Die städtische Krippeneinrichtung in der Kita St. Elisabeth war 2004 eine der ersten Krippeneinrichtungen im Landkreis Augsburg. Die Krippe sollte soweit wie möglich kostendeckend betrieben werden. Dies war seinerzeit eine politische Entscheidung. Neben staatlichen Zuschüssen und dem monatlichen Elternbeitrag stehen für den Defizitausgleich letztlich kommunale Mittel zur Verfügung. Diese sollten so gering wie möglich gehalten werden. Aus diesem Grund wurde ein hoher Elternbeitrag für Krippenbetreuung gewünscht.

Mehrmalige Gebührenanpassungen in den letzten Jahren

Dieser Elternbeitrag wurde in den vergangenen Jahren von der Politik weiterhin so getragen und beschlossen. Durch mehrmalige Gebührenanpassungen in den letzten Jahren wurde auch immer wieder der Krippenbeitrag analog der geltenden Beiträge für Kindergärten erhöht. Hierbei sind laut Gebührensatzung die Beiträge der Kindertageseinrichtungen mit den tariflichen Lohnkosten gekoppelt.

Günstigere Gebühren ab Krippenjahr 2013/14

Die Satzung sieht seit dem aktuellen Krippenjahr 2013/14 eine Änderung vor. Kinder ab dem dritten Lebensjahr sollen in der Krippe den (günstigeren) Kindergartenbeitrag bezahlen. Bisher musste für sie bis Ende des Krippenjahres der Krippenbeitrag bezahlt werden. Die Kinder können somit das Jahr in der gleichen Einrichtung beenden. Dies bedeutet, dass sie nicht unterjährig wechseln müssen. Die Eltern profitieren trotzdem von den günstigeren Gebühren.

Zuschuss auf monatliche Elterngebühr

In den städtischen Kindergärten kam es ebenfalls zu einer Entlastung. Seit dem Jahr 2012/13 wurde von Seiten des Freistaates ein deutlicher Beitrag zur Entlastung der Eltern geleistet. Im letzten Jahr erhielten alle Eltern mit Vorschulkindern 50 Euro. Ab diesem Jahr gibt es einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro auf die monatliche Elterngebühr.

Defizit im Betreuungsbereich der Stadt Gersthofen

Das derzeitige Defizit im Betreuungsbereich liegt bei der Stadt Gersthofen bei jährlich ca. 1,5 Mio. Euro. Diese Gelder investiert die Kommune jährlich, um die jetzige Betreuung sowie Kindertagesstätten-Ausstattung im Stadtgebiet zu gewährleisten. Sie sollen so vorhanden sein, wie sie von den Eltern und Kindern benötigt werden.

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