Tradition trifft Technologie

Roboter von Augsburger Kuka unterstützen in Tischlereien

Industrieroboter finden sich nicht nur in großen Produktionsanlagen. Auch im Handwerk steigern Roboter die Produktivität. Ein Einblick in zwei Familienunternehmen.

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Vor rund zehn Jahren stand die Tischlerei Eigenstetter aus Rehna, im Westen von Mecklenburg Vorpommern, vor einem Mammutprojekt – ein Kuka Roboter war die Lösung. Bis heute fräst der Metallriese, der bis zu 500 Kilogramm tragen kann, in einer Zelle großvolumige Bauteile mit höchster Präzision. Eine kreisrunde Haustür mit Stichbogen für einen Rundturm: Als die Tischlerei 2011 diesen Auftrag erhielt, brauchte es eine besondere Lösung. Der Handwerksbetrieb ist spezialisiert auf den Innenausbau sowie die Herstellung von Fenstern und Türen. Doch der Auftrag stellte die 21 Mitarbeiter starke Tischlerei vor eine neue Herausforderung. Tischlermeister Axel Eigenstetter setzte auf hohe traditionelle Handwerkskunst. Sohn Martin, ein studierter Maschinenbauer, brachte die technische Digitalisierung in den Familienbetrieb – und schuf ein bis dato im Holzhandwerk einzigartiges Roboterfräszentrum von beeindruckenden Ausmaßen. 

Roboter-Kollege ermöglicht größere Projekte

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Ein Roboter in einer Tischlerei? Martin Decker konnte sich nicht vorstellen, dass das funktioniert. „Aber ich muss zugeben, dass sich dadurch einige Türen geöffnet haben“, sagt der Tischler und Projektleiter aus Itter in Tirol. Vor rund vier Jahren stand der Handwerksbetrieb vor einem Projekt für einen Architekten in England, das die alte CNC-Fräse an ihre Grenzen stoßen ließ. „Es ging um eine große schaukelnde Bank, in die eine Sitzfläche gefräst werden sollte. Doch die Bearbeitungshöhe der Fünf-Achs-CNC-Fräse war zu klein“, erklärt Decker. Insgesamt zwischen zwölf verschiedenen Aufsätzen kann der Roboter wählen, um verschiedene Freiformen zu fräsen oder zu schleifen. Also habe man sich nach Alternativen umgeschaut und sei durch Zufall auf einen Roboter gestoßen. „Wir haben in Tirol einen Anbieter gefunden, der einen Kuka Roboter hatte“, erinnert er sich. Mithilfe des neuen Roboter-Kollegen konnte die Tischlerei Decker nun noch größere Projekte in Angriff nehmen. „Wir konnten Teile für riesige Baumhäuser fräsen, genauso elliptische Stiegenwangen oder ungewöhnliche Freiformen“, erklärt Decker. Die Tischlerei Decker hat 42 Mitarbeitende und ist seit rund 40 Jahren weltweit im Einsatz.

Anfängliche Skepsis und Zukunftspotenziale

„Statt Mitarbeiter zu entlassen, haben wir sogar noch zwei weitere eingestellt“, sagt Decker. Andere Tischlereien aus der Umgebung würden bei ihnen Sonderteile anfertigen lassen. Zudem sei man attraktiver für Auszubildende geworden, die in einer vierjährigen Tischlerei Techniker-Ausbildung auch zusätzlich CNC-Kompetenz erlernen. Deckers Fazit zur Anschaffung des Roboters: „Man muss sich schon trauen, diesen Schritt zu gehen – und auch selbst ein wenig erfinderisch werden. Aber es lohnt sich.“ Eigenstetter arbeitet mit dem lokalen Fraunhofer Institut schon am nächsten Projekt. „Wir wollen kleinere Roboter in mittleren Serien an Tischlereimaschinen wie einer Fräse oder einem Bandschleifer nach dem part-to-tool-Prinzip einsetzen“, erklärt er. Die zu bearbeitenden Teile werden dabei von Robotern in die Maschinen gelegt. Darin sehe er großes Zukunftspotenzial im Handwerk.

Anfang August wurde bekannt: Peter Mohnen, CEO des Augsburger Unternehmens Kuka, zeigt sich zufrieden. Denn das Jahr 2021 hat sich für den Robotiker gut entwickelt. Grund dafür sind auch große Auftragseingänge aus China. Aber das ist nicht alles.

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Anfängliche Skepsis und Zukunftspotenziale

„Statt Mitarbeiter zu entlassen, haben wir sogar noch zwei weitere eingestellt“, sagt Decker. Andere Tischlereien aus der Umgebung würden bei ihnen Sonderteile anfertigen lassen. Zudem sei man attraktiver für Auszubildende geworden, die in einer vierjährigen Tischlerei Techniker-Ausbildung auch zusätzlich CNC-Kompetenz erlernen. Deckers Fazit zur Anschaffung des Roboters: „Man muss sich schon trauen, diesen Schritt zu gehen – und auch selbst ein wenig erfinderisch werden. Aber es lohnt sich.“ Eigenstetter arbeitet mit dem lokalen Fraunhofer Institut schon am nächsten Projekt. „Wir wollen kleinere Roboter in mittleren Serien an Tischlereimaschinen wie einer Fräse oder einem Bandschleifer nach dem part-to-tool-Prinzip einsetzen“, erklärt er. Die zu bearbeitenden Teile werden dabei von Robotern in die Maschinen gelegt. Darin sehe er großes Zukunftspotenzial im Handwerk.

Anfang August wurde bekannt: Peter Mohnen, CEO des Augsburger Unternehmens Kuka, zeigt sich zufrieden. Denn das Jahr 2021 hat sich für den Robotiker gut entwickelt. Grund dafür sind auch große Auftragseingänge aus China. Aber das ist nicht alles.

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