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Renk plant mehr als 2.000 Getriebe pro Jahr in Augsburg
Rüstungsindustrie

Renk plant mehr als 2.000 Getriebe pro Jahr in Augsburg

Archivbild. Der Hauptsitz von Renk in Augsburg. Foto: Adobe Stock/ Frank Gärtner
Archivbild. Der Hauptsitz von Renk in Augsburg. Foto: Adobe Stock/ Frank Gärtner

Bis 2030 will der Augsburger Hersteller in seinem Stammwerk jährlich deutlich mehr als 2.000 Getriebe fertigen. Das neue Produktionskonzept wird auch auf weitere Standorte übertragen.

Renk treibt den Ausbau seiner Produktion voran. Bis 2030 will der Augsburger Konzern die jährliche Ausbringung von Getrieben im Stammwerk auf deutlich mehr als 2.000 Einheiten steigern. Damit soll sich die Produktion gegenüber dem bisherigen Niveau mehr als verdreifachen.

Renk baut auch Standort Rheine aus

Im September 2025 hatte Renk in Augsburg ein neues modulares Produktionskonzept in Betrieb genommen. Damit vollzog der Hersteller den Schritt vom Manufakturbetrieb hin zur industriellen Kleinserienfertigung. Als Vorbild dienen Methoden aus der Automobilindustrie. Dieses Konzept überträgt Renk nun schrittweise auf sein gesamtes Produktionsnetzwerk.

Am Standort Rheine in Nordrhein-Westfalen hat das Unternehmen jetzt drei neue Bearbeitungszentren in Betrieb genommen. Die Kapazitäten dort wachsen laut Renk seit 2025 jährlich um mehr als 30 Prozent. Bis 2030 investiert der Konzern mehr als 20 Millionen Euro in das Werk.

Komponenten für den Schützenpanzer Puma

In Rheine werden künftig unter anderem Komponenten für das Getriebe HSWL 256 gefertigt, das im Schützenpanzer Puma zum Einsatz kommt. „Diese Kapazitätserweiterung ist ein weiterer Schritt in der konsequenten Skalierung unseres globalen Produktionssystems in Richtung Serienfertigung“, erklärt Renk-COO Emmerich Schiller.

Der Ausbau ist Teil größerer Investitionen in Deutschland. Bis 2028 will Renk bis zu 325 Millionen Euro in Digitalisierung, Innovation und zusätzliche Produktionskapazitäten investieren. Der Konzern verweist dabei unter anderem auf die neuen NATO-Fähigkeitsziele sowie die Modernisierung der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte.

Renk erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Der Augsburger Konzern ist seit 2024 an der Frankfurter Börse notiert und gehört seit 2025 dem MDAX an.

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