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Projekt des Clusters MAI Carbon geht an den Start Hochschule Augsburg, Universität Augsburg
MAI Carbon

Projekt des Clusters MAI Carbon geht an den Start Hochschule Augsburg, Universität Augsburg

Zur Kick-off-Veranstaltung des Projektes MAIbildung trafen sich die Akteure von MAI Carbon und die Projektpartner, Foto: CCeV
Zur Kick-off-Veranstaltung des Projektes MAIbildung trafen sich die Akteure von MAI Carbon und die Projektpartner, Foto: CCeV

Ende Oktober brachte das Sitzencluster MAI Carbon ein weiteres Projekt in Augsburg auf den Weg. Gemeinsam mit der Universität Augsburg, der Hochschule Augsburg und dem Carbon Composites e.V. will das Cluster im Rahmen des Projekts „MAIbildung“ an einer durchgängigen Bildungsstrecke für den neuen Werkstoff Carbon Composites arbeiten. Dabei setzten die Partner schon im frühen Kindesalter an.

Insgesamt steht für die Projekte des Spitzenclusters MAI Carbon in der Region München-Augsburg-Ingolstadt ein Gesamtvolumen von 80 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Gelder kommen zur Hälfte vom Bund und von den 50 beteiligten Partnern. Auch das neue Projekt MAIbildung profitiert von diesen Geldern. Insgesamt stehen für das Projekt MAIbildung 2,06 Millionen Euro bereit. Davon gehen 1,38 Millionen Euro an die Universität Augsburg, ca. 460.000 Euro an den Carbon Composites e.V. (CCeV) und ca. 220.000 Euro an die Hochschule Augsburg.

Eine neue Branche gesellschaftstauglich machen

MAIbildung soll sich aber nicht nur auf den Bildungssektor spezialisieren, sondern auch in der Gesellschaft den Boden für die völlig neue Branche der Faserverbundtechnologie bereiten. Ein Arbeitspaket innerhalb des Projektes ist daher der Einrichtung einer Spielecke im Kinderbereich des Deutschen Museum gewidmet. Bereits die kleinsten Besucher des Deutschen Museums sollen so spielerisch in die Welt der „Leichtigkeit und Festigkeit“ von Carbon Composites eingeführt werden. Erzieherinnen erhalten in Workshops einen Einblick in die Möglichkeiten des neuen Werkstoffs.

Projekte in Schulen sollen Interesse wecken

Von den Kleinsten soll es weiter in die Schulen gehen. Prof. Dr. Karin Aschenbrücker von der Universität Augsburg will gemeinsam mit ihrem Team das Bewusstsein für Faserverbundtechnologie auch bei Schulkindern prägen. „Forschendes Lernen Faserverbund“ soll bei Schülerinnen und Schülern an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen Erkenntnis und ein „Grundverständnis für die Faserverbundtechnologie fördern“, so Prof. Dr. Aschenbrücker im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung. Die Maßnahme soll aber auch „Interesse an nachhaltigen Anwendungsmöglichkeiten in Beruf und Alltag wecken“. Projektartig werden innovative  Unterrichtssequenzen zum Forschenden Lernen in ausgewählten Schulen in Augsburg, München und Ingolstadt über mehrere Schuljahre vergleichend erprobt und evaluiert.

AMU ist Verbundführer

Die Universität ist darüber hinaus mit dem Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (AMU) bei MAIbildung engagiert. An der Konzeption des Projektantrages war das AMU beteiligt und übernimmt als Verbundführer auch dessen übergeordnete Organisation. Folgerichtig fand die Kick-off-Veranstaltung für das Projekt in den Räumen des AMU im innocube auf dem Universitätsgelände statt.

Irgendwann entsteht ein Einzelberuf

Die IHK Schwaben hat sich als Mitglied des Carbon Composite e.V. für ein durchgängiges Ausbildungskonzept in der Faserverbundtechnologie stark gemacht. Die vorhandene Ausbildung zum „Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ wurde bereits um die Komponente „Fachrichtung Faserverbundwerkstoffe“ erweitert. „Unser Ziel ist es, einen Einzelberuf für die Arbeit mit Carbon Composites zu kreieren“, sagt Jürgen Korschinsky von der IHK Schwaben selbstbewusst.

Hochschule Augsburg will Kompetenzen weiter ausbauen

Im Rahmen des Projekts MAIbildung will auch die Hochschule Augsburg ihre bestehende Faserverbundkompetenz noch weiter ausbauen, nutzen und vernetzen. Durch die Möglichkeit, den Bachelor Faserverbundtechnologie (sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend und dual) an den Standorten München, Augsburg und Ingolstadt zu studieren, sollen die Studierenden einen Einblick in die Luft- und Raumfahrt, den Maschinen- und Automobilbau sowie in den Hoch- und Brückenbau mit Carbon Composites erhalten. „Diese Zusammenarbeit zwischen drei – und mit dem Lehrstuhl für Klebetechnik in Landshut sogar vier – Hochschulen ist extrem ehrgeizig“, weiß Prof. Dr. André Baeten von der Hochschule Augsburg. Dennoch ist er zuversichtlich, dass sie erfolgreich sein wird.

In Fünf Jahren wird Bilanz gezogen

Für junge Menschen, die den Einstieg in die neue, in vielen Bereichen noch längst nicht ausgeschöpfte Faserverbundtechnologie wagen, bietet sich ein Plus, das durch MAIbildung erarbeitet wird: Alle Bildungsschritte sollen durch eine Harmonisierung der Creditpoints anrechenbar sein, so dass eine völlige Durchgängigkeit des Bildungsweges gewährleistet ist. In fünf Jahren, wenn das Projekt abschließend bewertet wird, soll es soweit sein.

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