Personalabbau

Premium AEROTEC will über 1.000 Stellen in Augsburg streichen

Auf der gestrigen Betriebsversammlung hat die Augsburger Airbus-Tochter Premium AEROTEC einen massiven Stellenabbau angekündigt. Bis 2023 könnten rund 1.100 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Grund dafür soll sein, dass dem Standort die Auslastung an Aufträgen fehlt. Im Rahmen eines Sparplans will das Unternehmen nun Stellen streichen. Zunächst war vor einem Jahr angekündigt worden, dass rund 500 Zeitarbeiter gehen sollen. Von den rund 3.600 Beschäftigten könnten in Augsburg mittelfristig mehr als 1.100 Arbeitsplätze wegfallen – damit wäre jeder dritte Mitarbeiter betroffen. Hauptsächlich soll es dabei um die Beschäftigten in der Produktion gehen.

„Kein Plan, Augsburg mit zukunftsfähigen Produkten auszulasten“

Die Geschäftsführung „hat offensichtlich keinen Plan, Augsburg mit zukunftsfähigen Produkten auszulasten“, erklärt Sebastian Kunzendorf, Betriebsratsvorsitzender Premium AEROTEC Augsburg in einer Pressemitteilung. „Die Belegschaft ist geknickt, aber auch stinksauer und kampfbereit. Die Beschäftigten haben den Aufbau des Niedriglohnstandortes Braşov durch die Abgabe von Arbeitspaketen mitgetragen und jahrelang mit Sonderaktivitäten den Hochlauf der Auslieferungen abgesichert – und nun will die Geschäftsführung den Standort ausbluten.“

„Wir brauchen einen Plan für eine deutsch-europäische Raumfahrtstrategie“

„Die angekündigte Restrukturierung sorgt bei Premium AEROTEC für Verunsicherung. Für die Mitarbeiter ist eine solche Nachricht kurz vor Ostern hart“, äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich. Für den Erhalt des Augsburger Standorts sei jetzt voller Einsatz notwendig. Für den Fall eines Stellenabbaus müssten sozialverträgliche Lösungen für alle Mitarbeiter gefunden werden. Eine faire Behandlung hätten auch Leiharbeiter verdient, unterstrich der Abgeordnete. „Wir brauchen einen Plan für eine deutsch-europäische Raumfahrtstrategie, um Standorte wie Augsburg dauerhaft erhalten zu können“, so Ullrich.

In Augsburg sollen zusätzliche Arbeitspakete platziert werden

„Die bayrische Staatsregierung ist aufgefordert, ihren Einfluss geltend zu machen um die Arbeitsplätze in Bayern zu sichern.  Betriebsrat und IG Metall sind bereit, den Standort modern aufzustellen, allerdings setzt dies voraus“, so Michael Leppek, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, „dass zusätzliche Arbeitspakete in Augsburg platziert werden.“ Auf Bundesebene will sich Ullrich gezielt für die Luft- und Raumfahrtbranche einsetzen. Zur Lage beim Zulieferer für Flugzeugteile sei er im Gespräch mit dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Luft- und Raumfahrkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek. Im Februar hatte der Abgeordnete in einem Schreiben an den damaligen und neuen Airbus-Vorstand Guillaume Faury Engagement für den Erhalt von Arbeitsplätzen und sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter angemahnt.

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