Kampf gegen steigende Mietpreise

Premiere: Augsburg hat ab morgen einen Mietspiegel

Symbolbild: Die Augsburger Innenstadt von oben. Foto: Ulrich Wagner
Bereits Ende November hat der Stadtrat dem Mietspiegel zugestimmt. Gültig wird er mit seiner Veröffentlichung am 19. Dezember 2017.

7,27 Euro pro Quadratmeter: Das kosten die Mieten in Augsburg im Durchschnitt. Doch um die ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln, müssen viele Punkte beachtet werden. Ab Dienstag, 19. Dezember, ist der Augsburger Mietspiegel 2017 deshalb als Broschüre in der Bürgerinformation am Rathausplatz erhältlich. Zudem ist auf der Internetseite unter augsburg.de/mietspiegel eine Online-Version verfügbar. Diese enthält auch eine Berechnungsfunktion, mit der in sechs Schritten die „ortsübliche Miete“ einer Wohnung errechnet werden kann.

Erster Mietspiegel in Augsburg

Mit dem Augsburger Mietspiegel steht erstmals eine klar nachvollziehbare „ortsübliche Vergleichsmiete“ fest. Damit soll der örtliche Wohnungsmarkt übersichtlicher werden. Die Stadt kann damit endlich ein Instrument nutzen, das in den meisten anderen deutschen Großstädten schon länger zum Einsatz kommt. „Der Mietspiegel hilft Mietern und Vermietern, indem er Rechtsstreitigkeiten verhindern kann, die bislang oft vor Gericht ausgetragen werden. Zudem kann der Mietspiegel Augsburg dazu beitragen, dass gesetzliche Regelungen eingehalten werden“, erläutert Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer.

Mietspiegel als Grundvoraussetzung für Mietpreisbremse

Das Stadtgebiet Augsburg zählt zu den Gebieten Bayerns mit einem angespannten Wohnungsmarkt. Hier gelten sowohl eine reduzierte Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen wie auch eine Mietpreisbremse bei Neuvermietungen. Anders ausgedrückt: Der Gesetzgeber will verhindern, dass Mieten ungebremst anteigen. Der Mietspiegel ist die Basis dafür, dass diese rechtliche Regelungen überhaupt erst greifen können.

Auch neuer Wohnraum wird in Augsburg geschaffen

Die Stadt Augsburg rechnet damit, dass jährlich 1.100 neue Wohneinheiten benötigt werden. Um der Nachfrage an Wohnraum in der Fuggerstadt gerecht zu werden, sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Das wohl größte laufende Vorhaben ist die Entwicklung des Gebiets Haunstetten Süd/West zu einem neuen Stadtteil. Rund 12.000 Menschen könnten hier künftig leben. Die 200 Hektar große Fläche soll aber nicht nur Wohnraum bieten, sondern auch Gewerbe-Ansiedlungen ermöglichen. Ziel ist es, ein innovatives und nachhaltiges Konzept zu entwickeln.

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