Wohnatlas 2017

Postbank-Studie: So teuer ist Wohneigentum in Augsburg

Symbolbild: 72.772 Personen pendeln zum Arbeiten in die Stadt Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wohneigentum in Augsburg ist erheblich teurer als noch vor fünf Jahren: Zwischen 2012 und 2016 sind die Durchschnitts-Preise inflationsbereinigt um 49,3 Prozent angestiegen.

Im Ranking der 40 größten deutschen Städte ist Augsburg damit die Stadt mit der drittgrößten Steigerungsrate. Nur in Stuttgart und in Braunschweig fiel das Plus noch größer aus. Der Quadratmeterpreis erreichte im vergangenen Jahr 2.718 Euro. Damit verfehlt Augsburg die Top Ten der teuersten Großstädte Deutschlands nur um einen Rang. Dies sind Ergebnisse des Postbank Wohnatlas 2017. Untersucht wurden die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten.

So teuer ist Wohneigentum in Augsburg

Mit einer guten Einkommensentwicklung der Augsburger allein lässt sich der schnelle Anstieg nicht erklären. Zwar verdienen die Menschen real durchschnittlich 11,4 Prozent mehr als noch 2012. Die Preise für Wohneigentum sind jedoch etwa viermal so schnell gestiegen. Für den Kauf einer 100-Quadratmeter-Wohnung werden mittlerweile im Schnitt 12,9 örtliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen fällig.

Das steckt hinter der Preisspirale

Der Grund für die rasche Steigerung ist das Zusammenwirken zweier Effekte. Dazu gehört zunächst einmal der bundesweite Trend, Geld in Immobilien anzulegen. Denn die niedrigen Zinsen machen andere Anlageformen weniger lukrativ. Zweitens liegt Augsburg in Pendel-Distanz zu Deutschlands teuerster Stadt, München. Dort sind die Preise zwar etwas langsamer angestiegen, das Preisniveau ist aber längst hoch: Der Quadratmeter kostet in der bayerischen Landeshauptstadt mittlerweile über 6.000 Euro.

„Augsburg ist attraktiv – nicht nur für Augsburger"

In Augsburg kostet Wohneigentum durchschnittlich 25,3 Jahresnettokaltmieten, in München sind es 33,4. „Augsburg ist attraktiv – nicht nur für Augsburger", erläutert Marcus Wegscheider, Vertriebsdirektor der Postbank Filialvertrieb AG. „Deshalb werden die Preise auch in Zukunft steigen." Die Preisschraube wird sich allerdings voraussichtlich nicht mehr so schnell drehen wie bislang. Die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) haben den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt. Sie rechnen bis 2030 mit einem moderaten Anstieg von 0,28 Prozent pro Jahr. In diese Kaufpreis-Prognose sind neben der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen. „In vielen Großstädten rechnen wir mit fallenden Preisen, aber nicht in Augsburg", sagt Postbank-Experte Wegscheider.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Wohnatlas 2017

Postbank-Studie: So teuer ist Wohneigentum in Augsburg

Symbolbild: 72.772 Personen pendeln zum Arbeiten in die Stadt Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wohneigentum in Augsburg ist erheblich teurer als noch vor fünf Jahren: Zwischen 2012 und 2016 sind die Durchschnitts-Preise inflationsbereinigt um 49,3 Prozent angestiegen.

Im Ranking der 40 größten deutschen Städte ist Augsburg damit die Stadt mit der drittgrößten Steigerungsrate. Nur in Stuttgart und in Braunschweig fiel das Plus noch größer aus. Der Quadratmeterpreis erreichte im vergangenen Jahr 2.718 Euro. Damit verfehlt Augsburg die Top Ten der teuersten Großstädte Deutschlands nur um einen Rang. Dies sind Ergebnisse des Postbank Wohnatlas 2017. Untersucht wurden die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten.

So teuer ist Wohneigentum in Augsburg

Mit einer guten Einkommensentwicklung der Augsburger allein lässt sich der schnelle Anstieg nicht erklären. Zwar verdienen die Menschen real durchschnittlich 11,4 Prozent mehr als noch 2012. Die Preise für Wohneigentum sind jedoch etwa viermal so schnell gestiegen. Für den Kauf einer 100-Quadratmeter-Wohnung werden mittlerweile im Schnitt 12,9 örtliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen fällig.

Das steckt hinter der Preisspirale

Der Grund für die rasche Steigerung ist das Zusammenwirken zweier Effekte. Dazu gehört zunächst einmal der bundesweite Trend, Geld in Immobilien anzulegen. Denn die niedrigen Zinsen machen andere Anlageformen weniger lukrativ. Zweitens liegt Augsburg in Pendel-Distanz zu Deutschlands teuerster Stadt, München. Dort sind die Preise zwar etwas langsamer angestiegen, das Preisniveau ist aber längst hoch: Der Quadratmeter kostet in der bayerischen Landeshauptstadt mittlerweile über 6.000 Euro.

„Augsburg ist attraktiv – nicht nur für Augsburger"

In Augsburg kostet Wohneigentum durchschnittlich 25,3 Jahresnettokaltmieten, in München sind es 33,4. „Augsburg ist attraktiv – nicht nur für Augsburger", erläutert Marcus Wegscheider, Vertriebsdirektor der Postbank Filialvertrieb AG. „Deshalb werden die Preise auch in Zukunft steigen." Die Preisschraube wird sich allerdings voraussichtlich nicht mehr so schnell drehen wie bislang. Die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) haben den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt. Sie rechnen bis 2030 mit einem moderaten Anstieg von 0,28 Prozent pro Jahr. In diese Kaufpreis-Prognose sind neben der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen. „In vielen Großstädten rechnen wir mit fallenden Preisen, aber nicht in Augsburg", sagt Postbank-Experte Wegscheider.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben