Neue Blitzer-Anlagen in der Kritik

Polizei Augsburg lässt sich von Gerichts-Urteil nicht beirren

Der neue Blitzer. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit zwei Wochen stehen die neuen Blitzer-Anlagen an drei Augsburger Kreuzungen. Ein Urteil in Mannheim warf in der Öffentlichkeit nun Frage auf: Wie genau sind die Blitzer wirklich?

Zwei Kameras tasten mit 15.000 Lichtimpulsen in der Sekunde die Straße ab. Wer die Haltelinie bei Rot überfährt oder zu schnell unterwegs ist, wird geblitzt. Doch stimmen die Ergebnisse? In Mannheim hat ein Fahrer genau dies erfolgreich angefochten. Ein Gutachter konnte das Gericht überzeugen, die Messewerte seien verfälscht. Was bedeutet das für die neuen Blitze in Augsburg? Die Polizei reagiert auf diese Frage gelassen.

Polizei hegt keine Zweifel an den neuen Anlagen

„Uns sind die Vorwürfe bekannt und nicht neu“, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. An den Werten hege die Polizei jedoch „keine Zweifel“. Auf Nachfrage habe der Hersteller VITRONIC noch einmal die Genauigkeit der „PolyScan Red and Speed“-Anlagen gegenüber der Polizei bestätigt. Die Polizei gehe auch nicht davon aus, dass der Gerichts-Beschluss aus Mannheim Auswirkungen auf die hiesigen Bußgeldverfahren durch die neuen Anlagen hat. Urteile wie diese haben in Deutschland keine Allgemeingültigkeit und stellen anders als in den USA keine Präzedenzfälle dar.

Einspruch jederzeit möglich

Dass ein Fahrer Einspruch erhebt wie in Mannheim, sei zudem keine Neuigkeit. „Prinzipiell ist das Recht, Einspruch zu erlegen, immer gegeben“, erklärt die Sprecherin. Es sei daher nicht unüblich, dass solche Bußgeldverfahren angefochten werden.

Ersten Wochen sehr ergiebig

In Augsburg ist die Polizei derweil mit den ersten zwei Wochen und den neuen Blitzern sehr zufrieden. Es sei bereits eine hohe Anzahl an Fotos entstanden, die derzeit ausgewertet werden. Genaue Zahlen zu den Verstößen liegen der Polizei noch nicht vor. Die Investition in die Sicherheit des Straßenverkehrs habe sich aber gelohnt.

Hier stehen die neuen Blitzer in Augsburg

200.000 Euro investierte die Polizei in die neuen Anlagen. Aufgestellt wurden die Säulen an den Kreuzungen Friedberger Straße/Sanderstraße, an der B300/AIC 25 und an der Schaezlerstraße/Frölichstraße. Eine weiter soll an der Kreuzung Inverness Allee/Hofrat-Röhrer-Straße zum Jahreswechsel online gehen. Die alten Standorte mit den analogen Blitzeranlagen bleiben bestehen. Auch mobile Radarkontrollen wird es weiterhin geben.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Neue Blitzer-Anlagen in der Kritik

Polizei Augsburg lässt sich von Gerichts-Urteil nicht beirren

Der neue Blitzer. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit zwei Wochen stehen die neuen Blitzer-Anlagen an drei Augsburger Kreuzungen. Ein Urteil in Mannheim warf in der Öffentlichkeit nun Frage auf: Wie genau sind die Blitzer wirklich?

Zwei Kameras tasten mit 15.000 Lichtimpulsen in der Sekunde die Straße ab. Wer die Haltelinie bei Rot überfährt oder zu schnell unterwegs ist, wird geblitzt. Doch stimmen die Ergebnisse? In Mannheim hat ein Fahrer genau dies erfolgreich angefochten. Ein Gutachter konnte das Gericht überzeugen, die Messewerte seien verfälscht. Was bedeutet das für die neuen Blitze in Augsburg? Die Polizei reagiert auf diese Frage gelassen.

Polizei hegt keine Zweifel an den neuen Anlagen

„Uns sind die Vorwürfe bekannt und nicht neu“, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. An den Werten hege die Polizei jedoch „keine Zweifel“. Auf Nachfrage habe der Hersteller VITRONIC noch einmal die Genauigkeit der „PolyScan Red and Speed“-Anlagen gegenüber der Polizei bestätigt. Die Polizei gehe auch nicht davon aus, dass der Gerichts-Beschluss aus Mannheim Auswirkungen auf die hiesigen Bußgeldverfahren durch die neuen Anlagen hat. Urteile wie diese haben in Deutschland keine Allgemeingültigkeit und stellen anders als in den USA keine Präzedenzfälle dar.

Einspruch jederzeit möglich

Dass ein Fahrer Einspruch erhebt wie in Mannheim, sei zudem keine Neuigkeit. „Prinzipiell ist das Recht, Einspruch zu erlegen, immer gegeben“, erklärt die Sprecherin. Es sei daher nicht unüblich, dass solche Bußgeldverfahren angefochten werden.

Ersten Wochen sehr ergiebig

In Augsburg ist die Polizei derweil mit den ersten zwei Wochen und den neuen Blitzern sehr zufrieden. Es sei bereits eine hohe Anzahl an Fotos entstanden, die derzeit ausgewertet werden. Genaue Zahlen zu den Verstößen liegen der Polizei noch nicht vor. Die Investition in die Sicherheit des Straßenverkehrs habe sich aber gelohnt.

Hier stehen die neuen Blitzer in Augsburg

200.000 Euro investierte die Polizei in die neuen Anlagen. Aufgestellt wurden die Säulen an den Kreuzungen Friedberger Straße/Sanderstraße, an der B300/AIC 25 und an der Schaezlerstraße/Frölichstraße. Eine weiter soll an der Kreuzung Inverness Allee/Hofrat-Röhrer-Straße zum Jahreswechsel online gehen. Die alten Standorte mit den analogen Blitzeranlagen bleiben bestehen. Auch mobile Radarkontrollen wird es weiterhin geben.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben