IHK Schwaben

Phase nach dem Corona-Lockdown startet in Bayerisch-Schwaben

Der annähernd vollständige Lockdown der Wirtschaft durch das Corona-Virus geht zu Ende. Was das für die Mitgliedsunternehmen der IHK Schwaben bedeutet, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen.

Der überwiegende Teil der rund 140.000 Mitgliedsunternehmen der IHK Schwaben aus Produktion, Handel und Dienstleistungen können ihre Geschäfte wieder aufnehmen. „Die Öffnung des Einzelhandels bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und die wieder anlaufenden Produktionsbänder in der Autoindustrie sind positive Signale einer neuen Normalität, die dem Gesundheitsschutz und der Wirtschaft Rechnung trägt. Nun geht es darum, den verbleibenden Unternehmen eine konkrete Perspektive zu geben, unter welchen Voraussetzungen sie wieder loslegen können“, stellt Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, fest.

Chancengleichheit für die Wirtschaft

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Mit der neuesten Entscheidung des bayerischen Kabinetts können nach Aussage von Ministerpräsident Dr. Markus Söder alle bayerischen Einzelhändler ihre Geschäfte wieder öffnen. Auch die mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern, sofern sie ihre Ladenfläche auf diese Grenze reduzieren. Dieser Entscheidung voraus gegangen waren verschiedene Verwaltungsgerichtsurteile sowohl im Nachbarland Baden-Württemberg als auch im Freistaat selbst, mit teilweise abweichenden Urteilen. Dr. Lucassen erklärt: „Diese auch juristisch geführte Diskussion zeigt, wie wichtig die breite Akzeptanz der staatlichen Beschränkungen in der Wirtschaft ist. Es geht um Chancengleichheit über Ländergrenzen und Unternehmensgrößen hinweg. Umso mehr freut es uns, dass die Staatsregierung mit ihrer heutigen Entscheidung nun für einen fairen Wettbewerb gesorgt hat.“

IHK erwartet länderübergreifender Ansatz

Ein fairer Wettbewerb setze außerdem voraus, dass die sektorale und regionale Öffnung der Wirtschaft auch zeitgleich erfolgt. Der Bayerische Ministerpräsident hat in einer Pressekonferenz grundsätzlich festgestellt, dass Bayern nicht nur früher begonnen, sondern auch später aufhören wird. „Wenn sich am Donnerstag die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundeskanzlerin zusammenschalten werden, dann erwarten wir, dass sich der länderübergreifende Ansatz einer gemeinsamen Industriepolitik, wie er beim Automobilsektor angestrebt wird, auch auf die Hotellerie und Gastronomie überträgt“, betont Dr. Lucassen mit Blick auf die rund 9.000 Tourismusbetriebe in Bayerisch-Schwaben.

Kreativität in den verschiedenen Unternehmen groß

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In den letzten Wochen haben die bayerisch-schwäbischen Unternehmen quer über alle Branchen hinweg Konzepte für die der Vereinbarkeit ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten mit den Fragen des Gesundheitsschutzes entwickelt. Die Liste der konkreten Umsetzungsideen und Maßnahmen, die die IHK Schwaben von ihren Mitgliedsunternehmen erhalten hat sei lang. „Diese Kreativität der Wirtschaft bringen wir gerne konstruktiv in die weiteren Phasen der Corona-Krise ein, damit aus der Krise tatsächlich eine gemeinsame Zukunft erwachsen kann. Denn Optimismus ist Bestandteil der unternehmerischen DNA“, so Dr. Lucassen abschließend.

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