IG Metall Augsburg / OSRAM GmbH

OSRAM streicht bis zu 529 Stellen in Augsburg und Schwabmünchen

Die IG Metall Augsburg nahm Stellung zur Zukunft OSRAMs in Augsburg und Schwabmünchen. Foto: B4B SCHWABEN

Die IG Metall Augsburg lud am 27.2.2015 zu einem Pressegespräch ins OSRAM Werk Augsburg ein. Thema war die Perspektive der OSRAM-Standorte Augsburg und Schwabmünchen. Dabei ging es vornehmlich um den Personalabbau bei OSRAM. In Augsburg und Schwabmünchen sind davon bis zu 529 Stellen betroffen.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Ende Juli 2014 hat OSRAM bekannt gegeben, dass bundesweit 1.700 Stellen abgebaut werden sollen. Die IG Metall nahm heute bei einer Pressekonferenz im OSRAM-Werk Augsburg hierzu Stellung. 529 Mitarbeiter in Augsburg und Schwabmünchen müssen um ihre Arbeitsplätze bangen. Beide Standorte sollen jedoch langfristig gesichert werden.

Stellenabbau bei OSRAM

Am OSRAM-Werk in Augsburg in derzeit rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Bis zu 439 von ihnen könnten ihren Job verlieren. In Schwabmünchen sind circa 360 Arbeitnehmer bei OSRAM tätig. Hier sind 90 Stellen in Gefahr. Willi Sattler, Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender und BR-Vorsitzender Werk Augsburg, erklärte: „Der Markt ändert sich ständig, und mit ihm ändern sich diese Zahlen. Wir hoffen, viele dieser Stellen noch retten zu können.“ Werner Leyer, Konzernbetriebsrats-Vorsitzender und BR-Vorsitzender Werk Schwabmünchen, fügte hinzu: „In Schwabmünchen sind viele Stellen in der Entwicklung betroffen. Ursprünglich war angedacht gewesen, eine ganze Abteilung hier einfach aufzulösen. Das wäre der Dolchstoß für den Standort Schwabmünchen gewesen.“ Dieses Vorhaben wurde zunächst auf Eis gelegt.

OSRAM-Mitarbeiter wissen erst in ein paar Monaten, wer gehen muss

Es gibt keinerlei genaue Angaben, welche Stellen genau betroffen sind. Es heißt, diese Entscheidungen seien noch nicht getroffen worden. Für die OSRAM-Mitarbeiter in Augsburg und Schwabmünchen heißt das: Sie werden noch monatelang mit dieser Unsicherheit leben müssen.

Zukunftspapier soll OSRAM-Standorte Augsburg und Schwabmünchen sanieren

Die IG Metall hat gemeinsam mit OSRAM ein Zukunftspapier entwickelt. Dieser Vertrag gilt bis mindestens Ende 2017. Oberstes Ziel des Zukunftspapiers ist es, die Standorte Augsburg und Schwabmünchen zu sichern. Wenn dieser Vertrag scheitert, sind die OSRAM-Werke in Augsburg und in Schwabmünchen weiterhin in Gefahr.

Nur Innovationen können OSRAM noch retten

Die IG Metall hat sich dafür eingesetzt, dass alle die, die gehen müssen, weiterhin eine finanzielle Entschädigung erhalten. Ferner soll es keine Standortschließungen geben. Desweiteren sind sich die IG Metall und OSRAM darüber einig, dass die Veränderungen an den Standorten Augsburg und Schwabmünchen Zeit brauchen, um Früchte tragen zu können. Hier geht es darum, neue Geschäftsmodelle und Produkte an beiden Standorten anzusiedeln. So sind beispielsweise im LED-Bereich durchaus Kompetenzen vorhanden. Es braucht allerdings Zeit, diese weiter auszubauen. Diese Zeit gesteht OSRAM den Werken zu. Auf diese Weise soll die Zukunft der OSRAM-Standorte Augsburg und Schwabmünchen langfristig und nachhaltig gesichert werden können. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass OSRAM schneller und innovativer werden muss: Nur, wer Zukunftstechnologien als erster auf den Markt bringt, kann sich langfristig dort behaupten. Roberto Armellini, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, stellte klar: „OSRAM könnte in Augsburg von der Bildfläche verschwinden, wenn das Werk ausschließlich bei den traditionellen Produkten bleibt.“

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IG Metall: sieht Grund zur Hoffnung für OSRAM

Die IG Metall hat die OSRAM-Werke in Augsburg und Schwabmünchen nicht retten können – noch nicht. Aber sie hat beiden Standorten wertvolle Zeit verschafft. Damit sollen jetzt Innovationen geschaffen werden, um Stellen zu retten. „Wir haben keine Garantie, dass die OSRAM-Standorte in Augsburg und Schwabmünchen nicht geschlossen werden. Aber wir haben jetzt viel mehr Spielraum. Wir führen Verhandlungen auf Augenhöhe, und es gibt durchaus Grund zur Hoffnung“, so Roberto Armellini von der IG Metall Augsburg.

OSRAM: Verhandlungen gehen weiter

Die Entscheidungen über die langfristige OSRAM-Strategie – bezüglich Personalabbaus und neuer Produkte – soll bis Ende Juni 2015 fallen. Die Hoffnung aller ruht auf dem neuen OSRAM-Vorstandsvorsitzenden, Dr. Olaf Berlien. Berlien kennt sich mit den Herausforderungen des Technologiewechsels aus. Seit Januar baut OSRAM auf die Erfahrungen des Ex-Thyssen-Krupp-Vorstands Berlien. 

OSRAM: bis zu 529 Stellen vom Personalabbau betroffen
OSRAM wird bis zu 529 Stellen in Augsburg und Schwabmünchen abbauen. Foto: B4B SCHWABEN
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Die IG Metall Augsburg nahm Stellung zur Zukunft OSRAMs in Augsburg und Schwabmünchen. Foto: B4B SCHWABEN

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von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Ende Juli 2014 hat OSRAM bekannt gegeben, dass bundesweit 1.700 Stellen abgebaut werden sollen. Die IG Metall nahm heute bei einer Pressekonferenz im OSRAM-Werk Augsburg hierzu Stellung. 529 Mitarbeiter in Augsburg und Schwabmünchen müssen um ihre Arbeitsplätze bangen. Beide Standorte sollen jedoch langfristig gesichert werden.

Stellenabbau bei OSRAM

Am OSRAM-Werk in Augsburg in derzeit rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Bis zu 439 von ihnen könnten ihren Job verlieren. In Schwabmünchen sind circa 360 Arbeitnehmer bei OSRAM tätig. Hier sind 90 Stellen in Gefahr. Willi Sattler, Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender und BR-Vorsitzender Werk Augsburg, erklärte: „Der Markt ändert sich ständig, und mit ihm ändern sich diese Zahlen. Wir hoffen, viele dieser Stellen noch retten zu können.“ Werner Leyer, Konzernbetriebsrats-Vorsitzender und BR-Vorsitzender Werk Schwabmünchen, fügte hinzu: „In Schwabmünchen sind viele Stellen in der Entwicklung betroffen. Ursprünglich war angedacht gewesen, eine ganze Abteilung hier einfach aufzulösen. Das wäre der Dolchstoß für den Standort Schwabmünchen gewesen.“ Dieses Vorhaben wurde zunächst auf Eis gelegt.

OSRAM-Mitarbeiter wissen erst in ein paar Monaten, wer gehen muss

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