IHK Schwaben Rechtstipp des Monats

Online-Shopping zu Weihnachten: Darauf sollten Sie achten

Symbolbild. Foto: iStock / Milkos
Gerade in der Vorweihnachtszeit nutzen viele das Internet, um ihre Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Doch wie sieht es dabei mit den unterschiedlichen Bezahlmethoden aus? Eva Schönmetzler von der IHK Schwaben hat für Verkäufer und für Käufer wichtige Tipps.

Kreditkarte, Lastschrift oder doch per Nachnahme? Je nachdem, welche Bezahlmethode gewählt wird, könnten sensible Daten wie die Bank- oder Kreditkartendaten schnell in falsche Hände geraten.

Hier gehen Unternehmen Risiken ein

Relativ sichere Bezahlmethoden im Netz sind beispielsweise das Bezahlen per Lastschrift oder Rechnung. Gerade im letzteren Fall müssen keine empfindlichen Daten wie die Kontonummer angegeben werden. Und die Ware wird erst dann bezahlt, wenn der Empfänger sie erhalten hat und die Ware geprüft wurde. „Allerdings ist dies aus Sicht der Unternehmen eher eine riskante Bezahlmethode, denn auch unter den Kunden gibt es immer wieder schwarze Schafe, die Ihren Rechnungsbetrag nicht begleichen“, erklärt Eva Schönmetzler, Fachberaterin im Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der Industrie- und Handelskammer Schwaben.

Vorsicht bei der Herausgabe sensibler Daten im Internet

Umso beliebter hingegen ist die Bezahlung per Lastschrift oder Kreditkarte, da hier das Risiko des unbezahlten Warenverlustes verringert wird. Allerdings muss sich der Kunde bewusst sein, dass er bei einer Zahlung via Kreditkarte sensible Daten wie die Kartennummer angeben muss. Gerade bei dieser Bezahlmethode ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass die Internetverbindung verschlüsselt ist. Dies ist durch das bekannte und grün hinterlegte „https“-Zeichen erkennbar“, so Schönmetzler. Zusätzlich sind solche sensible Daten mit PIN, TAN und Passwörtern zu sichern.

Dienstleister wie Pay-Pal übernehmen das Risiko

Eine weitere Möglichkeit bietet die Bezahlung über Drittanbieter wie beispielsweise PayPal. Hier wird der fällige Betrag nach Erhalt der Ware vom Kunden nicht an den Shop-Betreiber, sondern an einen Dienstleister überwiesen. Dieser übernimmt das finanzielle Risiko etwa bei einer Zahlungsverweigerung. In diesem Fall geht der Unternehmer nicht leer aus, sondern erhält sein Geld vom Drittanbieter. Die Bezahlung per Nachnahme nimmt hingegen immer mehr ab. Denn hierbei muss der Kunde direkt bei Lieferung den kompletten Betrag entrichten.

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