Stadt Augsburg

Nutzfahrzeuge in Augsburg bekommen Abbiege-Assistent

Die neuen Assistenzsysteme sollen dazu beitragen, Unfälle in Augsburg zu verhindern. Auf diese Weise sollen auch Radfahrer geschützt werden.

Unfälle zwischen Nutzfahrzeugen und Fahrradfahren sowie Fußgängern gehören zu den folgeschwersten. Dies gilt vor allem jeweils für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Aufgrund dessen stattet die Stadt Augsburg zukünftig ihre Nutzfahrzeuge mit Abbiege-Assistenten aus. Dadurch soll die Sicherheit im Stadtverkehr langfristig erhöht werden. Diese Aktion wird auch anderen Behörden und Unternehmen empfohlen. Durch die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen können sie einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Miteinander im Stadtverkehr leisten.

Anwendung im Fuhrpark und AWS

Im Fuhrpark des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs (AWS) werden 45 vorhandene Fahrzeuge, darunter 25 Müllfahrzeuge und 20 Winterdienstgroßfahrzeuge, in den kommenden Monaten mit Abbiege-Assistenzsystemen nachgerüstet. Gleichzeitig rüstet das Tiefbauamt 17 vorhandene Großfahrzeuge nach. Begonnen wurde mit den Kanalreinigungsfahrzeugen, da diese als die unübersichtlichsten Fahrzeuge im Fuhrpark gelten. Künftige Neufahrzeuge werden grundsätzlich mit dem Abbiege-Assistent bestellt. Die nachgerüsteten Fahrzeuge sind ab sofort an dem Aufkleber „Mit Abbiege-Assistent“ zu erkennen.

Wie die neuen Systeme funktionieren

Das Abbiege-Assistenzsystem besteht aus einer 150 Grad Seitenkamera, einem 7-Zoll-Monitor und einer Steuereinheit. Letztere wertet die Informationen im Kamerabild aus und warnt den Fahrer bei gefährlichen Situationen vor. Die Kamera überwacht beim Abbiegevorgang den rechten toten Winkel neben dem Fahrzeug. Das softwarebasierte System erkennt in diesem Bereich gefährliche Bewegungen und warnt den Fahrer ebenfalls optisch und akustisch. Dabei wechselt der Überwachungsbereich im Monitor von Grün auf Rot. Gleichzeitig ertönt ein deutlich hörbares Warnsignal. Zudem ist das System an das Blinker-Signal angebunden und aktiviert sich automatisch mit dem Einschalten des rechten Blinkers. Im Geschwindigkeitsbereich von null bis 30 Kilometer pro Stunde ist das System dauerhaft aktiv. 

Schutz schwächerer Gruppen

Mobilitätseingeschränkte, Kinder, Fußgänger und Fahrradfahrer gehören zu der schwächeren Gruppe im Verkehr. Besonders diese sollen durch die Neueinführung geschützt werden. Im Rahmen einer im Sommer 2019 durchgeführten Umfrage zum fairen Miteinander im Straßenverkehr haben 740 Augsburger ihre Bitten an unterschiedliche Verkehrsteilnehmer formuliert. „Beim Abbiegen auf Radfahrer und Fußgänger achten“, war die häufigste Bitte an LKW-Fahrer.  Unter den Top-5-Bitten rangierte auch „Abbiegesysteme nachrüsten“. Während der Einbau von Abbiege-Assistenzsystemen aktuell noch freiwillig ist, ist dieser ab 2022 Pflicht und europaweit vorgeschrieben.

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Das Abbiege-Assistenzsystem besteht aus einer 150 Grad Seitenkamera, einem 7-Zoll-Monitor und einer Steuereinheit. Letztere wertet die Informationen im Kamerabild aus und warnt den Fahrer bei gefährlichen Situationen vor. Die Kamera überwacht beim Abbiegevorgang den rechten toten Winkel neben dem Fahrzeug. Das softwarebasierte System erkennt in diesem Bereich gefährliche Bewegungen und warnt den Fahrer ebenfalls optisch und akustisch. Dabei wechselt der Überwachungsbereich im Monitor von Grün auf Rot. Gleichzeitig ertönt ein deutlich hörbares Warnsignal. Zudem ist das System an das Blinker-Signal angebunden und aktiviert sich automatisch mit dem Einschalten des rechten Blinkers. Im Geschwindigkeitsbereich von null bis 30 Kilometer pro Stunde ist das System dauerhaft aktiv. 

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