Generationenwechsel

Neues Führungsduo übernimmt das Ruder bei Witty in Dinkelscherben

Beim Familienunternehmen Witty übernimmt die dritte Generation. Der Wechsel erfolgt in einer Zeit, die auch Witty hart trifft. Mit welchen Herausforderungen das neue Führungsduo zu kämpfen hat.

1999 hatte Hubert Witty die von seinem Vater gegründete Firma, die auf Hygiene in Schwimmbädern, Großküchen und bei Trinkwasserversorgern spezialisiert ist, übernommen. Mit Erreichen des 65. Lebensjahres schied er nun vereinbarungsgemäß aus, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Unter seiner Führung habe sich die Belegschaft und der Umsatz mehr als verdoppelt. Nun übernimmt mit Sohn David Witty die dritte Generation das Ruder. „Es ist mir eine besondere Freude, dass weiterhin ein Familienmitglied in der Geschäftsführung vertreten sein wird“, sagt Dr. Hubert Witty, der in den Firmenbeirat wechselt und dort in beratender Funktion tätig ist.

Das ist das neue Führungsduo

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„Es ist schon eine große Aufgabe, die Tradition fortzuführen und für rund 300 Mitarbeiter Verantwortung zu übernehmen“, sagt David Witty. Der 32-jährige Betriebswirt ist verheiratet und Vater einer Tochter. Nach dem Studium fing er bei einem Konzern im Außendienst an und stieg zum Vertriebsleiter auf. 2019 wechselte er zur Firma Witty und war für die Digitalisierung verantwortlich. „Wir müssen die eingeschlagene Entwicklung konsequent fortsetzen“, sagt David Witty. Thilo Schindler, schon unter Dr. Hubert Witty Geschäftsführer, bleibe gleichberechtigter Partner an der Firmenspitze.

Umsatzeinbußen durch Corona-Krise

Der Wechsel erfolgte in bewegten Zeiten. Corona habe auch die Firma Witty getroffen. Nach Jahren des steten Wachstums drohe nun ein kräftiger Rückgang. Die Schwimmbäder, das größte Geschäftsfeld, mussten im Frühjahr komplett schließen. Die Witty-Fachberater erstellten daraufhin für die Schwimmbäder Hygienepläne, die auf die Corona-Pandemie abgestimmt wurden, damit diese im Sommer wieder öffnen konnten. Umso bitterer sei für Witty daher die erneute Schließung in Folge der zweiten Corona-Welle. Dazu kommen die Probleme in Seniorenheimen. „Besuchsverbote erschweren es Witty-Fachberatern, ihre Kunden vor Ort zu unterstützen", heißt es weiter.

So blickt Witty in die Zukunft 

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Mit dem Aufbau einer neuen Anlage zur Herstellung der zwischenzeitlich knapp gewordenen Desinfektionsmittel reagierte Witty auf den enormen Bedarf bei den Kunden. Wettmachen lassen sich laut Witty damit die Einbußen im Geschäftsfeld Schwimmbad allerdings nicht. „In der Krise wollen wir unsere Kunden noch umfassender unterstützen“, sagt Geschäftsführer David Witty. Das Familienunternehmen fühle sich den Kunden und der Belegschaft im besonderen Maße verpflichtet. Nach dem Ende der Corona-Einschränkungen erwartet die Firma einen deutlichen Wachstumsschub aufgrund des Ausbaus ihres Sortiments und der Nachholeffekte bei den Kunden.

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