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Neuer Investor für Weltbild vorgestellt
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Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Neuer Investor für Weltbild vorgestellt

Insolvenzberater Arndt Geiwitz gib auf einer Pressekonferenz den neuen Weltbild-Investor bekannt. Foto: B4B SCHWABEN

Der Insolvenzverwalter der Verlagsgruppe Weltbild, Arndt Geiwitz, informierte heute die Mitarbeiter des Unternehmens bei einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens. Die Verhandlungen mit Paragon hat Geiwitz ohne Einigung beendet. Zugleich stellte er mit der Droege Group bereits einen neuen Investor vor. Der Gläubigerausschuss hat der übertragenden Sanierung zugestimmt.

Die Droege Group, die von Anfang an mit eigenem Konzept im M&A-Prozess war, wird eine Kapitalerhöhung bei Weltbild zeichnen und die unternehmerische Führung übernehmen. Stellvertretend für die Gläubiger der Verlagsgruppe wird Geiwitz die verbleibenden Anteile halten. Das Joint Venture zwischen Insolvenzverwalter Geiwitz und dem Familienunternehmen Droege Group gibt den Weltbild Gläubigern die Chance, am Mehrwert der unternehmerischen Leistung zu partizipieren. Das Ziel, Weltbild als Ganzes zu erhalten wird mit Droege International Group AG, Düsseldorf angegangen.

Über die Schließung weiterer Weltbild Plus-Filialen wird verhandelt

Weltbild wird eine neue Geschäftsführung erhalten. Zudem wird ein Beirat gebildet. „Weltbild bildet mit seinen Marken, dem treuen Kundenstamm und der Präsenz im stationären-, Versand- und Online-Kanal eine gute Basis, um sich zu einem leistungsstarken Multikanal-Anbieter zu entwickeln. Hierzu gehört maximale Kundenorientierung und leidenschaftliche Teamarbeit“, sagt Walter P.J. Droege, Vorstand und Gründer der Droege Group. „Wir sind uns handelseinig und inhaltlich absolut beieinander.“ Auf einen Vorvertrag verzichten beide Verhandlungspartner deshalb und haben bereits einen Notar-Termin für den finalen Vertragsabschluss vereinbart. „Das Konzept Weltbild 2.0 ist betriebswirtschaftlich sinnvoll, es zeigt erste Erfolge und wird daher konsequent weiter fortgesetzt“, sagt Arndt Geiwitz. Der Insolvenzverwalter hatte das Konzept im Februar dieses Jahres gemeinsam mit Beratern von Roland Berger entwickelt. Bei der Tochtergesellschaft Weltbild Plus werden die Schließungen von 53 Filialen weiter umgesetzt. Über die Zukunft rund 20 weiterer defizitärer Verkaufsstellen wird, wie im Sanierungsplan vorgesehen, aktuell zwischen Management, Sachwalter und Gesamtbetriebsrat von Weltbild Plus verhandelt.

Trotz neuen Angebotes: Keine Einigung mit Paragon

Zuvor hatten Arndt Geiwitz und der Finanzinvestor Paragon Partners die Verhandlungen über einen gemeinsamen Einstieg als Gesellschafter des Unternehmens ohne Einigung beendet. Je weiter die Verhandlungspartner in den Detailplanungen vorankamen, desto deutlicher wurden die Unterschiede, wie Weltbild zukünftig strategisch, operativ und finanziell aufgestellt werden sollte. Ein vor wenigen Tagen von Paragon vorgelegtes, geändertes Angebot veränderte diese Situation nicht. Die Anfang Juli kommunizierten Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr hatten Geiwitz den Rücken gestärkt, dass das Konzept Weltbild 2.0 aufgeht. Zum Ende des Geschäftsjahrs lag der Umsatz mit 610 Millionen Euro über den Planzielen. Das Geschäftsergebnis war noch plangemäß im Minus, allerdings ist seit April 2014 eine nachhaltige Trendwende erkennbar.

Wirtschaftsministerin: "Ziel aller Beteiligten muss sein, schnell zu einer Einigung zu kommen"

Wirtschaftsministerin Aigner steht seit Wochen in engem Kontakt mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. „Erfreulich ist, dass der Insolvenzverwalter nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Paragon mit Droege International Group AG schnell einen neuen Investor präsentiert, der Weltbild als Ganzes erhalten will. Dass bereits ein Notar-Termin für die endgültige Vertragsunterzeichnung vereinbart wurde, spricht für die Ernsthaftigkeit und den weiten Fortschritt der Gespräche. Ziel aller Beteiligten muss es jetzt sein, schnell zu einer Einigung zu kommen. Die Beschäftigten, ihre Angehörigen sowie Kunden und Partner des Unternehmens brauchen schnell Klarheit über den künftigen Weg von Weltbild“, so Aigner.

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