Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

Nach geplatzter Fusion: swa schmiedet Pläne für die Zukunft

Die swa planen eine strategische Neuausrichtung. Foto: B4B SCHWABEN

Der Bürgerentscheid zur geplanten Fusion der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg (swa) mit erdgas schwaben brachte ein eindeutiges Ergebnis hervor. Nach dem „Nein“ richten die Stadtwerke Augsburg nun den Blick auf die Zukunft.

von Marina Huber, Online-Redaktion

Die Stadtwerke stellen sich für die Zukunft auf. Nach der geplatzten Fusion mit erdgas schwaben soll eine neue strategische Ausrichtung gefunden werden. Auch personelle Änderungen gibt es.

„Es ist nichts verloren“

Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Kurt Gribl erklärte: „Es ist nichts verloren. Wir stehen nicht unter akutem Handlungsdruck. Es wird keine Schnellschüsse geben. Wir können weiterhin aus einer Position der Stärke jetzt einen kontinuierlichen und nachhaltigen Veränderungsprozess anstoßen“. Das verkündete er am vergangenen Dienstag bei einer Versammlung gegenüber den Mitarbeitern von swa und erdgas schwaben. Nach dem eindeutigen „Nein“ zur Fusion der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg und erdgas schwaben sollen nun neue Strategien erarbeitet werden.

Dietmayer verlässt die swa

Wie vereinbart verlässt Klaus-Peter Dietmayer die Stadtwerke Augsburg zum 31. Juli. Er bleibt weiterhin Geschäftsführer von erdgas schwaben. Dass das Engagement von Dietmayer zum 31. Juli beendet ist, sollte es nicht zur Fusion kommen, war von vornherein vereinbart. Sein Auftrag war es, den Fusionsprozess zu gestalten. Dem Dank des OB an Klaus-Peter Dietmayer für die geleistete Arbeit schlossen sich die Mitarbeiter beider Unternehmen mit minutenlangem Beifall an. Bis ein Nachfolger gefunden ist, leitet Geschäftsführer Dr. Walter Casazza die Stadtwerke allein. Im Herbst entscheidet dann eine Findungskommission über die Nachfolge.

Strategische Neuausrichtung

OB Dr. Gribl erklärt: „Die Situation auf dem Energiemarkt, die die gesamte Branche ins Wanken bringt, hat sich ja durch den Bürgerentscheid nicht geändert“. Für die Stadtwerke Augsburg steht deshalb eine strategische Neuausrichtung bevor. Die Potenziale der Eigenoptimierung der Stadtwerke, die bereits in den Machbarkeitsstudien zur Fusion erarbeitet wurden, sollen nun konkretisiert werden. „Zusammen mit den Mitarbeitern werden bis Herbst Strategien erarbeitet“, so der OB. Wie viele Stellen im Zuge der Optimierung des Unternehmens letztlich wegfallen, kann noch nicht beziffert werden. Die Einsparung der Stellen soll durch natürliche Fluktuation erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

Weiterhin Zusammenarbeit zwischen swa und erdgas schwaben

Auch wenn die Fusion nicht geklappt hat: Die Stadtwerke Augsburg und erdgas schwaben werden trotzdem weiterhin zusammenarbeiten. So wurden mit den Machbarkeitsstudien auch strategische Partnerschaften untersucht. Kooperationen in unterschiedlichen Feldern bergen Synergiepotenziale von rund zwei Millionen Euro, anstatt wie für den Fall der Fusion veranschlagt, 11,5 Millionen Euro pro Jahr. Wie geplant ist vorgesehen noch im August innerhalb des Stadtwerke-Konzerns eine große Netzgesellschaft zu installieren, um Erlöse in dem regulierten Bereich der Energienetze zu sichern.

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Strategische Neuausrichtung

OB Dr. Gribl erklärt: „Die Situation auf dem Energiemarkt, die die gesamte Branche ins Wanken bringt, hat sich ja durch den Bürgerentscheid nicht geändert“. Für die Stadtwerke Augsburg steht deshalb eine strategische Neuausrichtung bevor. Die Potenziale der Eigenoptimierung der Stadtwerke, die bereits in den Machbarkeitsstudien zur Fusion erarbeitet wurden, sollen nun konkretisiert werden. „Zusammen mit den Mitarbeitern werden bis Herbst Strategien erarbeitet“, so der OB. Wie viele Stellen im Zuge der Optimierung des Unternehmens letztlich wegfallen, kann noch nicht beziffert werden. Die Einsparung der Stellen soll durch natürliche Fluktuation erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

Weiterhin Zusammenarbeit zwischen swa und erdgas schwaben

Auch wenn die Fusion nicht geklappt hat: Die Stadtwerke Augsburg und erdgas schwaben werden trotzdem weiterhin zusammenarbeiten. So wurden mit den Machbarkeitsstudien auch strategische Partnerschaften untersucht. Kooperationen in unterschiedlichen Feldern bergen Synergiepotenziale von rund zwei Millionen Euro, anstatt wie für den Fall der Fusion veranschlagt, 11,5 Millionen Euro pro Jahr. Wie geplant ist vorgesehen noch im August innerhalb des Stadtwerke-Konzerns eine große Netzgesellschaft zu installieren, um Erlöse in dem regulierten Bereich der Energienetze zu sichern.

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