Medienforum Augsburg e. V.

„Nach dem Medienpreis ist vor dem Medienpreis"

Der Medienpreis 2014 war ein voller Erfolg. Foto: B4B SCHWABEN

Vergangene Woche wurde der dritte Augsburger Medienpreis erstmals im Kongress am Park überreicht. Nicht nur die Gewinner der drei Kategorien wirkten mehr als zufrieden - auch Initiator Eiko Trausch überstrahlte das gut gelaunte Publikum. B4B SCHWABEN sprach mit ihm über sein Resümee des Abends.

von Kathrin Hansel, Online-Redaktion



B4B SCHWABEN: Herr Trausch, wie zufrieden sind Sie mit der Gala zum dritten Augsburger Medienpreis, der vergangene Woche rund 1.000 Besucher in den Kongress am Park lockte?

Eiko Trausch: Die Medienpreis Gala mit Preisverleihung und anschließender Sommernachtsparty war ein voller Erfolg. Zum einen war die gesamte Veranstaltung hervorragend vom Organisationsteam vorbereitet worden, bis hin zu CI-Details wie orangefarbene Stifte und fleißigen Gästebetreuerinnen mit orangefarbenen Halstüchern. Auf der anderen Seite waren auch die Rahmenbedingungen optimal: Deutschland ist Weltmeister, der FCA spielt in der 1. Bundesliga, es gab Kaiserwetter, es war einer der schönsten Juli Abende 2014 und der Kongress am Park hat die optimale Größe für so zahlreiche Gäste. Beides zusammen passte ideal und so bin ich sehr zufrieden mit diesem Augsburger Medienpreis 2014. Alles was ich bisher an Feedback bekommen habe, deckt sich mit dieser Analyse.

B4B SCHWABEN: Was war Ihr persönliches Highlight des Abends?

Eiko Trausch: Als Verantwortlicher ist man den ganzen Abend lang hauptsächlich damit beschäftigt, alle Details der Veranstaltung und die Reaktionen der Gäste zu beobachten und zu analysieren, um im Falle, dass etwas nicht optimal läuft, einzugreifen bzw. noch besser vorher etwas zu unternehmen. Da bleibt einem kaum Zeit, den Abend zu genießen. Mein Highlight war daher kein einzelner Auftritt oder eine einzelne Aussage. Am meisten gefreut habe ich mich über die große Menge an positivem Feedback, welches mir am gesamten Abend entgegen geströmt ist. Selbstverständlich habe ich mich auch sehr über die offenen Worte und den Dank des Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl an die Adresse des Medienforums gefreut. Das gibt Energie und ermutigt, über den nächsten Medienpreis 2016 nachzudenken.

B4B SCHWABEN: Sie persönlich waren ja nicht in der Jury vertreten – welche der Einreichung war Ihr persönlicher Favorit?

Eiko Trausch: Diese Frage möchte ich diplomatisch beantworten. Als Vorstand habe ich hier zwar selbstverständlich eine Meinung, aber es gibt einen Grund dafür, dass wir bei jedem Medienpreis eine sehr kompetente und immer wieder anders zusammengesetzte Jury haben, um die eingereichten Ideen seriös, fundiert und ohne Eigeninteressen zu bewerten. Es geht schlichtweg um den hohen Anspruch, den wir an uns selbst haben sowie um die Qualität der Preise. Deswegen möchte ich hier keinen eigenen Favoriten nennen, sondern stehe zu 100 Prozent hinter der Festlegung der beiden Jurys.

B4B SCHWABEN: Wenn Sie selbst am Medienpreis teilnehmen würden, mit welcher Idee würden Sie sich bewerben?

Eiko Trausch: Meine Idee wäre die Verfilmung der Fugger Story „Vom Weber zum Billionair“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle in einer Babelsberg Produktion mit internationalen Geldgebern und einem 300 Millionen Budget. Selbstverständlich sollte ein Großteil der Filmaufnahmen an Original-Schauplätzen in Augsburg (Stichwort Filmstadt) durchgeführt werden. 

B4B SCHWABEN: Was fehlt in der Augsburger Medienlandschaft?

Eiko Trausch: Ich denke, der Augsburger Medienlandschaft fehlt nichts. Wir haben eine gute Mischung an guten Medien. Zudem gibt es in Augsburg eine wachsende Anzahl medienschaffender Unternehmen – die oft auf sehr hohem Niveau und absolut konkurrenzfähigen Preis tolle Ergebnisse produzieren. Gerade hier sieht das Medienforum Augsburg seine definierte Aufgabenstellung: den Medienstandort Augsburg bekannter zu machen und in die Welt zu tragen. Nicht zuletzt mit einem tollen Medienpreis.

B4B SCHWABEN: Laufen die Planungen für den kommenden Medienpreis bereits?

Eiko Trausch: Nach dem Medienpreis ist vor den Medienpreis. Natürlich ist das Orgateam aktuell durch den großen Erfolg super motiviert, den nächsten Medienpreis anzugehen. Die Preisverleihung wäre dann im Juli 2016, aber die Vorbereitungen müssten schon in den nächsten Monaten beginnen. Als erstes mit der Analyse des letzten Wettbewerbes. Dann muss das Konzept entwickelt werden und Sponsoren damit so begeistert werden, dass die Finanzierung des MP16 gesichert wäre. Durch diese Prozedur, die wie eine Art Ausschreibung funktioniert, ist sichergestellt, dass nur ein fundiertes und nachhaltiges Konzept eine ausreichende Finanzierung erreicht. Nur wenn unser Konzept gut genug ist, um genügend Sponsoren zu begeistern, wird es einen Medienpreis 2016 geben. Deswegen kann ich es heute noch nicht definitiv bestätigen, dass es ein MP 16 geben wird. Selbstverständlich werde ich alles tun, um das Projekt voranzutreiben. Wichtig ist mir jedoch auch, dass wir es schaffen, dass eingereichte Ideen intensiv daraufhin geprüft werden, ob diese eine Chance auf Realisierung haben. Hier wäre es toll, wenn alle eingereichten Ideen zumindest eine Art Bewertung durch die regionale Wirtschaftsförderung erhalten könnten.

B4B SCHWABEN: Sind auch Neuerungen in Planung?

Eiko Trausch: Gerne würde ich Ihnen hier schon einige Details erzählen. Jedoch möchte ich dem Team nicht vorgreifen. Wichtig ist, dass es keinerlei Denk-Verbote gibt – der Medienpreis lebt sicherlich davon und bleibt dadurch attraktiv, weil das Konzept nicht in Stein gemeißelt ist, sondern immer wieder neu definiert und bewertet wird.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

Den ausführlichen Bericht und die Bilder zum Medienpreis 2014 finden Sie hier.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben