Hauptversammlung

Mohnen: Kuka kann als Gewinner aus der Krise hervorgehen

Peter Mohnen, CEO der KUKA AG. Foto: KUKA Group
Auch Kuka wird wegen der Corona-Krise die ein oder andere harte Entscheidung treffen. Kuka-Chef Peter Mohnen will dabei aber„so wenig Personal und damit Knowhow wie möglich“ verlieren.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie fand die diesjährige Hauptversammlung in Augsburg als virtuelle Hauptversammlung statt. „Wir erleben derzeit eine Pandemie und eine schwere weltweite Krise, die auch Kuka vor Herausforderungen stellt“, sagte KUKA CEO Peter Mohnen in einer Videoübertragung. Wo nicht oder nur kaum gearbeitet werden kann, da sei es natürlich auch schwieriger, Geld zu verdienen, äußert sich Mohen. Das habe Kuka in den Ergebnissen des 1. Quartals zu spüren bekommen. Das spiegelte sich in den ersten drei Monaten 2020 in einem deutlichen Rückgang beim Auftragseingang, beim Umsatz und beim EBIT wider.

Kuka schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Kuka hat erstmals nach sehr langer Zeit wieder einen Quartalsverlust vermeldet. „Die Zahlen des ersten Quartals sind wenig aussagekräftig, sie sagen nichts über die wirkliche Leistung von KUKA aus. Sie spiegeln stattdessen eine absolut ungewöhnliche Situation, wie wir sie noch nie erlebt haben“, betont Mohnen. Am Heimatstandort in Augsburg wendet Kuka als Sparmaßnahme seit April anteilig Kurzarbeit an, insbesondere in den produktionsfernen Bereichen. Insgesamt mehr als tausend Mitarbeiter waren je einige Tage im Monat in Kurzarbeit.

Kuka hält Vorjahresniveau

„Unsere Sparanstrengungen und die frühzeitigen Maßnahmen zahlten sich aus: Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte Kuka das Vorjahresniveau halten und sich in einigen Bereichen sogar verbessern“, so Mohnen. Deutlich verbessern konnte Kuka das EBIT, auf 47,8 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse konnte das Augsburger Unternehmen mit 3,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau halten. Der Free Cashflow liegt laut Kuka um weit über 200 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, hier ist das Unternehmen mit 20,7 Millionen Euro das erste Mal seit 2015 im positiven Bereich.

„Kuka ist daher in vielen Bereichen zurück in der Spur und stabil in das neue Jahr gestartet. Dass uns alle eine solche globale Krise erschüttern würde, konnte niemand vorausahnen. Aber wir haben bei Kuka im vergangenen Jahr ein festes Fundament gelegt, um diesen Erschütterungen standzuhalten“, ist sich Mohnen sicher.

Mohnen: Krise zeigt die Chance von starker Automatisierung 

„Aber die Auswirkungen der Corona-bedingten Wirtschaftskrise werden auch wir bei KUKA sicherlich noch das ganze Jahr 2020 spüren. Allerdings stimmt uns eines zuversichtlich: Gerade jetzt, in der Krise, zeigte sich die Chance von starker Automatisierung. Manuelle Arbeitsplätze in der Industrie fielen über Nacht flach, doch vernetzt automatisierte Anlagen konnten weiterlaufen. Quer durch alle Branchen“, so Mohnen.

Kuka werde harte Entscheidungen treffen müssen

Aber er gibt auch zu, dass Kuka die eine oder andere harte Entscheidung treffen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Jedoch bin ich überzeugt: Wir kommen da durch. Ziel muss weiterhin ganz klar sein, so wenig Personal und damit Knowhow wie möglich zu verlieren, und uns für eine ‚Zeit nach Corona‘ richtig aufzustellen,“äußert sich der Kuka-Chef.

„Ich bin fest davon überzeugt: Wir können beim Comeback der Märkte als einer der Gewinner dastehen. Wenn wir heute die richtigen Hausaufgaben machen und mit Geduld und dem richtigen Fokus die Dinge nach vorne bringen“, sagt Mohnen.

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„Kuka ist daher in vielen Bereichen zurück in der Spur und stabil in das neue Jahr gestartet. Dass uns alle eine solche globale Krise erschüttern würde, konnte niemand vorausahnen. Aber wir haben bei Kuka im vergangenen Jahr ein festes Fundament gelegt, um diesen Erschütterungen standzuhalten“, ist sich Mohnen sicher.

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Aber er gibt auch zu, dass Kuka die eine oder andere harte Entscheidung treffen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Jedoch bin ich überzeugt: Wir kommen da durch. Ziel muss weiterhin ganz klar sein, so wenig Personal und damit Knowhow wie möglich zu verlieren, und uns für eine ‚Zeit nach Corona‘ richtig aufzustellen,“äußert sich der Kuka-Chef.

„Ich bin fest davon überzeugt: Wir können beim Comeback der Märkte als einer der Gewinner dastehen. Wenn wir heute die richtigen Hausaufgaben machen und mit Geduld und dem richtigen Fokus die Dinge nach vorne bringen“, sagt Mohnen.

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