Bis zu 70.000 Euro

Modular Festival investiert gezielt in Umwelt- und Anwohnerschutz

Ausblick vom Hotelturm auf die Aufbauarbeiten des Modular Festivals. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Jedes Jahr begeistert das Modular Festival Tausende Besucher aus Augsburg und dem Umland. Doch gerade für die Umwelt und die Anwohner ist das Event oft belastend. Deshalb will der Stadtjugendring Augsburg (SJR) nun gezielt in den Schutz dieser Bereiche investieren.

Zwischen 60.000 und 70.000 Euro will der SJR in die Hand nehmen, um Anwohner-, Besucher- und Umweltschutz zu verbessern. Der Ticketpreis steigt dabei moderat um zwei Euro. Grundlage für die Anregungen zur Verbesserung war der vorangegangene Bürgertalk.

Fünfstelliger Betrag fließt in den Anwohnerschutz

„Den Bürgertalk haben wir als sehr positiv empfunden und fassen ihn als wichtige Anregung auf, um unser Festival noch umwelt- und anwohnerfreundlicher zu machen. In den Anwohnerschutz investieren wir zum Beispiel einen fünfstelligen Betrag“, untermauert SJR-Vorsitzender Franz Schenck das Vorhaben des SJR.

Verschiedene Maßnahmen zum Lärmschutz

Um die Lärmvorschriften noch besser einhalten zu können, gibt der SJR rund 10.000 Euro mehr für ein neues Ton- und Schallschutzkonzept aus. So wird dieses Jahr in ein teureres Lautsprechersystem mit 3-D-Animation zur fokussierteren Schallausrichtung investiert. Die Anlage wird von einem speziellen Akustiker vom Musikanalgenhersteller aus den Niederlanden eingestellt. Zusätzlich werden die Bands diesmal abwechselnd und nicht mehr parallel auf den beiden Hauptbühnen spielen. „Das gibt ein klareres Klangbild und lässt sich auch besser regulieren“, so Festivalleiter Christoph Elwert.

„Das Verständnis der Anwohner ist uns wichtig“

Zusätzlich werden die Bühnen etwas früher und nacheinander schließen: So endet das Programm auf der Zeltbühne bereits um 21:30 Uhr und auf der Technoterrasse um 22 Uhr. Auf der zweiten Hauptbühne (B-Stage) wird das Programm um 22:15 Uhr enden und auf der Mainstage um 23 Uhr. „Das Verständnis der Anwohner ist uns wichtig. Daher haben wir bei der Stadt Augsburg nur eine Stunde zur Nachtzeitverlängerung anstatt möglichen zwei Stunden beantragt“, so Geschäftsführer Helmut Jesske. Für die Ansprache vor Ort wird ein Lärmschutzbeauftragter den Kontakt zu den Anwohnern und Besuchern halten. Dieser ist mit Telefon und PKW ausgestattet, um bei Bedarf Vorortmessungen durchführen und auf Überschreitungen schnell reagieren zu können.

Verbesserter Umweltschutz

Auch im Bereich Umwelt soll sich einiges tun. So nutzen die Veranstalter wie auch im vergangenen Jahr Ökostrom der Stadtwerke Augsburg. Dafür wird auf Dieselgeneratoren verzichtet. Dadurch wird es gerade nachts für die im Park nistenden Vögel leiser. Mit einem „Vogel-Monitoring“ wird, wie auch in den Vorjahren, der Vogelbestand im Park überwacht. Neben den bewehrten Boden- und Unterholzschutzmaßnahmen vom letzten Jahr soll der Park zusätzlich durch entzerrte Auf- und Abbauzeiten noch weniger Belastung ausgesetzt werden. Darüber hinaus ist auch der mit dem städtischen Umweltreferat und dem Grünamt entwickelte Maßnahmenkatalog von 2017 wieder einzuhalten.

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Um die Lärmvorschriften noch besser einhalten zu können, gibt der SJR rund 10.000 Euro mehr für ein neues Ton- und Schallschutzkonzept aus. So wird dieses Jahr in ein teureres Lautsprechersystem mit 3-D-Animation zur fokussierteren Schallausrichtung investiert. Die Anlage wird von einem speziellen Akustiker vom Musikanalgenhersteller aus den Niederlanden eingestellt. Zusätzlich werden die Bands diesmal abwechselnd und nicht mehr parallel auf den beiden Hauptbühnen spielen. „Das gibt ein klareres Klangbild und lässt sich auch besser regulieren“, so Festivalleiter Christoph Elwert.

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Zusätzlich werden die Bühnen etwas früher und nacheinander schließen: So endet das Programm auf der Zeltbühne bereits um 21:30 Uhr und auf der Technoterrasse um 22 Uhr. Auf der zweiten Hauptbühne (B-Stage) wird das Programm um 22:15 Uhr enden und auf der Mainstage um 23 Uhr. „Das Verständnis der Anwohner ist uns wichtig. Daher haben wir bei der Stadt Augsburg nur eine Stunde zur Nachtzeitverlängerung anstatt möglichen zwei Stunden beantragt“, so Geschäftsführer Helmut Jesske. Für die Ansprache vor Ort wird ein Lärmschutzbeauftragter den Kontakt zu den Anwohnern und Besuchern halten. Dieser ist mit Telefon und PKW ausgestattet, um bei Bedarf Vorortmessungen durchführen und auf Überschreitungen schnell reagieren zu können.

Verbesserter Umweltschutz

Auch im Bereich Umwelt soll sich einiges tun. So nutzen die Veranstalter wie auch im vergangenen Jahr Ökostrom der Stadtwerke Augsburg. Dafür wird auf Dieselgeneratoren verzichtet. Dadurch wird es gerade nachts für die im Park nistenden Vögel leiser. Mit einem „Vogel-Monitoring“ wird, wie auch in den Vorjahren, der Vogelbestand im Park überwacht. Neben den bewehrten Boden- und Unterholzschutzmaßnahmen vom letzten Jahr soll der Park zusätzlich durch entzerrte Auf- und Abbauzeiten noch weniger Belastung ausgesetzt werden. Darüber hinaus ist auch der mit dem städtischen Umweltreferat und dem Grünamt entwickelte Maßnahmenkatalog von 2017 wieder einzuhalten.

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