Coffee-to-go im Bambusbecher

Mehrwegbecher-System RECUP in Augsburg gestartet

Umweltreferent Reiner Erben gibt den Startschuss für das Pfandsystem RECUP. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei den RECUP-Partnern stehen die Becher schon bereit. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Kaffee für unterwegs gehört für viele zum Alltag und damit steigt auch die tägliche Flut an weggeworfenen Einwegbechern. In Augsburg werden täglich rund 27.000 solcher Becher nach einmaliger Verwendung entsorgt. Mit dem heute gestarteten Pfandsystem RECUP soll sich das ändern.

In ganz Deutschland landen jedes Jahr fast 2,8 Milliarden Einwegbecher in den Mülleimern. Augsburg will nun aktiv gegen diese Becherflut vorgehen. Deshalb wurde heute am Augsburger Stadtmarkt das Pfandsystem RECUP offiziell gestartet. Die Begrüßung übernahm Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration der Stadt Augsburg.

reCup-Geschäftsführer stellt das Pfandsystem vor

Vorgestellt wurde das System durch Florian Pachaly, Geschäftsführer der Münchner reCup GmbH. Für einen Euro Pfand erhält der Kunde bei allen RECUP-Partnern seinen Coffee-to-go im Mehrwegbecher. Diesen kann er nach Benützung auch bei allen Partnerunternehmen wieder abgeben. Dort erhält er dann auch einen neuen Coffee-to-go in einem gereinigten RECUP-Becher. Der Becher, der in Augsburg in Umlauf gebracht wird, wurde in entsprechendem Fuggerstadt-Design gestaltet. So sind darauf bedeutende Augsburger Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus oder der Perlachturm abgebildet. Er ist in den Größen 0,4 Liter und 0,3 Liter erhältlich.

Die ersten Becher sind bereits im Umlauf. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABENDie ersten Becher sind bereits im Umlauf. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

15 Partner decken über 50 Standorte ab

15 Partner konnte RECUP in Augsburg bereits für das System gewinnen. Gemeinsam decken sie mit ihren Filialen insgesamt über 50 Standorte ab. Die Partner sind der basic Bio-Supermarkt, Bricks Café | Bar Augsburg, dreizehn, Cafe Goldener Erker, Café himmelgrün, Kulperhütte, nunó im Tim, Platzhirsch-Friedberg, Bäckerei Konditorei Rager, Konditorei & Café Schenk, Biobäckerei Schubert, Tante Emma Laden & Café, VinCAFÉ, Bäckerei & Konditorei Wolf sowie die Schwarze Kiste.

Kritische Stimmen zu Produktion und Hygiene

„Die Partner des Pfandsystems werden rasend schnell mehr“, freut sich Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, beim Startschuss des Projekts. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen zu Mehrwegbecher-Systemen. So sei bislang unklar, ob die aufwendig und ressourcenintensiv hergestellten Bambus-Becher wirklich umweltfreundlicher sind als die Variante aus Pappe. Ebenso steht die Frage nach der Hygiene im Raum, wenn beispielsweise ein Bäcker den mitgebrachten Becher hinter die Theke nimmt. Dem Kritikpunkt tritt RECUP entgegen, indem die Partnerunternehmen die Becher selbst spülen.

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Bei den RECUP-Partnern stehen die Becher schon bereit. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Kaffee für unterwegs gehört für viele zum Alltag und damit steigt auch die tägliche Flut an weggeworfenen Einwegbechern. In Augsburg werden täglich rund 27.000 solcher Becher nach einmaliger Verwendung entsorgt. Mit dem heute gestarteten Pfandsystem RECUP soll sich das ändern.

In ganz Deutschland landen jedes Jahr fast 2,8 Milliarden Einwegbecher in den Mülleimern. Augsburg will nun aktiv gegen diese Becherflut vorgehen. Deshalb wurde heute am Augsburger Stadtmarkt das Pfandsystem RECUP offiziell gestartet. Die Begrüßung übernahm Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration der Stadt Augsburg.

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Vorgestellt wurde das System durch Florian Pachaly, Geschäftsführer der Münchner reCup GmbH. Für einen Euro Pfand erhält der Kunde bei allen RECUP-Partnern seinen Coffee-to-go im Mehrwegbecher. Diesen kann er nach Benützung auch bei allen Partnerunternehmen wieder abgeben. Dort erhält er dann auch einen neuen Coffee-to-go in einem gereinigten RECUP-Becher. Der Becher, der in Augsburg in Umlauf gebracht wird, wurde in entsprechendem Fuggerstadt-Design gestaltet. So sind darauf bedeutende Augsburger Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus oder der Perlachturm abgebildet. Er ist in den Größen 0,4 Liter und 0,3 Liter erhältlich.

Die ersten Becher sind bereits im Umlauf. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABENDie ersten Becher sind bereits im Umlauf. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

15 Partner decken über 50 Standorte ab

15 Partner konnte RECUP in Augsburg bereits für das System gewinnen. Gemeinsam decken sie mit ihren Filialen insgesamt über 50 Standorte ab. Die Partner sind der basic Bio-Supermarkt, Bricks Café | Bar Augsburg, dreizehn, Cafe Goldener Erker, Café himmelgrün, Kulperhütte, nunó im Tim, Platzhirsch-Friedberg, Bäckerei Konditorei Rager, Konditorei & Café Schenk, Biobäckerei Schubert, Tante Emma Laden & Café, VinCAFÉ, Bäckerei & Konditorei Wolf sowie die Schwarze Kiste.

Kritische Stimmen zu Produktion und Hygiene

„Die Partner des Pfandsystems werden rasend schnell mehr“, freut sich Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, beim Startschuss des Projekts. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen zu Mehrwegbecher-Systemen. So sei bislang unklar, ob die aufwendig und ressourcenintensiv hergestellten Bambus-Becher wirklich umweltfreundlicher sind als die Variante aus Pappe. Ebenso steht die Frage nach der Hygiene im Raum, wenn beispielsweise ein Bäcker den mitgebrachten Becher hinter die Theke nimmt. Dem Kritikpunkt tritt RECUP entgegen, indem die Partnerunternehmen die Becher selbst spülen.

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