Regierungserklärung

Markus Söder: Theater Augsburg wird Staatstheater

Das Theater Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Ministerpräsident Dr. Markus Söder sieht die Stadt auf Augenhöhe mit München und Nürnberg. Darum soll nun das Theater verstaatlicht werden. Das entlastet die Kommune auch finanziell.

„Neben den bereits beschlossenen Konzertsälen in München und Nürnberg werden wir ein drittes bayerisches Staatstheater in der Metropole Augsburg einrichten“, verkündete der neue Bayerische Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung. Das stärkt nicht nur den Kulturstandort Augsburg, sondern entlastet auch die Kommune, bestätigte Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Mit einer Verstaatlichung des Theaters könnte Augsburg bis zu 15 Millionen Euro sparen.

Keine Überraschung für Gribl

Für Gribl eine starke Regierungserklärung: „Dass er von Augsburg als Metropole spricht, meint er ernst. Der Ministerpräsident sieht Augsburg auf Augenhöhe mit Nürnberg und München. Das hat mir Markus Söder heute auch noch einmal in einem kurzen Kontakt bestätigt. Schon als Finanzminister hat er im Juli 2016 die Stadt in Sachen Theatersanierung unterstützt. Jetzt befinden wir uns in der Umsetzung, da ist das Staatstheater dann der logische nächste Schritt.“ Überraschend sei die Ankündigung daher also nicht.

Details noch nicht besprochen

„Das Bekenntnis zum Theater-Standort Augsburg, das gerade in diese Zeit des Interims fällt, wo es alles andere als leicht ist Theater zu machen, ist eine fantastische Nachricht und ein großer Ansporn“, bekräftigt auch Theaterintendant Andre Bücker. Ihm obliegt es nun, die Qualität bis zur Übernahme zu sichern. Wie genau es danach weitergeht, steht noch nicht fest. OB Gribl erklärte, dass noch keine Details besprochen wurden, wie und wer künftig bestimmte Entscheidungen trifft.

Auch wann das Theater verstaatlicht wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Zunächst muss die Sanierung vorangetrieben werden. Die Interimslösung zu verstaatlichen, sei nicht der Plan. Es ist der Stadt jedoch ein Anliegen, dies so schnell wie möglich umzusetzen. „Wir werden ein Stückweit liefern müssen“, erklärte der OB weiter. Aufgabe sei nun, Konzepte zu entwickeln.

Söder sichert weitere Projekte zu

Selbiges gilt für die restlichen von Söder angekündigten Projekte. Er bekannt sich zu allen Hochschulprojekte, wodurch der Überführung des Augsburger Klinikums zur Universitätsklinik nichts mehr im Weg steht. Im Sinne der Umweltstadt wird der Freistaat zudem in Augsburg das Bayerische Zentrum für Artenschutz einrichten. Außenstellen in Laufen und Veitshöchheim ergänzen dieses. „Wir wollen die wichtigen Themen Artenschutz und Umweltbildung voranbringen und wir sind gut vorbereitet: 28 Prozent des Augsburger Stadtgebietes sind Naturschutzgebiet, eines der größten Naturschutzgebiete in ganz Bayern. Unsere zweite Grundlage ist das Umweltbildungszentrum, das bereits in der Planung weit vorangeschritten ist und wo wir den Artenschutz gut integrieren können. Unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen des Naturschutzes wird mit dem Zentrum für Artenschutz weiterhin gestärkt und unterstützt“, so Umweltreferent Reiner Erben.

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„Neben den bereits beschlossenen Konzertsälen in München und Nürnberg werden wir ein drittes bayerisches Staatstheater in der Metropole Augsburg einrichten“, verkündete der neue Bayerische Ministerpräsident Markus Söder in seiner Regierungserklärung. Das stärkt nicht nur den Kulturstandort Augsburg, sondern entlastet auch die Kommune, bestätigte Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. Mit einer Verstaatlichung des Theaters könnte Augsburg bis zu 15 Millionen Euro sparen.

Keine Überraschung für Gribl

Für Gribl eine starke Regierungserklärung: „Dass er von Augsburg als Metropole spricht, meint er ernst. Der Ministerpräsident sieht Augsburg auf Augenhöhe mit Nürnberg und München. Das hat mir Markus Söder heute auch noch einmal in einem kurzen Kontakt bestätigt. Schon als Finanzminister hat er im Juli 2016 die Stadt in Sachen Theatersanierung unterstützt. Jetzt befinden wir uns in der Umsetzung, da ist das Staatstheater dann der logische nächste Schritt.“ Überraschend sei die Ankündigung daher also nicht.

Details noch nicht besprochen

„Das Bekenntnis zum Theater-Standort Augsburg, das gerade in diese Zeit des Interims fällt, wo es alles andere als leicht ist Theater zu machen, ist eine fantastische Nachricht und ein großer Ansporn“, bekräftigt auch Theaterintendant Andre Bücker. Ihm obliegt es nun, die Qualität bis zur Übernahme zu sichern. Wie genau es danach weitergeht, steht noch nicht fest. OB Gribl erklärte, dass noch keine Details besprochen wurden, wie und wer künftig bestimmte Entscheidungen trifft.

Auch wann das Theater verstaatlicht wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Zunächst muss die Sanierung vorangetrieben werden. Die Interimslösung zu verstaatlichen, sei nicht der Plan. Es ist der Stadt jedoch ein Anliegen, dies so schnell wie möglich umzusetzen. „Wir werden ein Stückweit liefern müssen“, erklärte der OB weiter. Aufgabe sei nun, Konzepte zu entwickeln.

Söder sichert weitere Projekte zu

Selbiges gilt für die restlichen von Söder angekündigten Projekte. Er bekannt sich zu allen Hochschulprojekte, wodurch der Überführung des Augsburger Klinikums zur Universitätsklinik nichts mehr im Weg steht. Im Sinne der Umweltstadt wird der Freistaat zudem in Augsburg das Bayerische Zentrum für Artenschutz einrichten. Außenstellen in Laufen und Veitshöchheim ergänzen dieses. „Wir wollen die wichtigen Themen Artenschutz und Umweltbildung voranbringen und wir sind gut vorbereitet: 28 Prozent des Augsburger Stadtgebietes sind Naturschutzgebiet, eines der größten Naturschutzgebiete in ganz Bayern. Unsere zweite Grundlage ist das Umweltbildungszentrum, das bereits in der Planung weit vorangeschritten ist und wo wir den Artenschutz gut integrieren können. Unsere Arbeit in den verschiedenen Bereichen des Naturschutzes wird mit dem Zentrum für Artenschutz weiterhin gestärkt und unterstützt“, so Umweltreferent Reiner Erben.

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