B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Landkreis Augsburg
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Landkreis Augsburg

Landkreis Augsburg

Den Dornröschenschlaf beenden. Claudia Ried startet nach 2006 in eine zweite fünfjährige Amtszeit als Kreisarchivpflegerin. Aus den tief gewölbten Gründen Steigt zu Tage das Archiv, Wo es, voll geheimer Sünden, Viele hundert Jahre schlief. (Gustav Schwab)

So manches Gemeindearchiv im Augsburger Land hat Claudia Ried aus seinem Schlaf geweckt. Sie steht bereits seit 2006 als Kreisarchivpflegerin in den Diensten des Landkreises Augsburg. Nun wurde sie vom Landkreis Augsburg und der Staatlichen Archivverwaltung für fünf weitere Jahre als Archivpflegerin bestellt. „Frau Ried hat sehr gute Arbeit geleistet und wir sind froh, sie noch einmal als Kreisarchivpflegerin gewonnen zu haben.“, so der Leiter des Staatsarchivs Augsburg, Dr. Thomas Engelke, anlässlich eines Gesprächstermins bei Landrat Martin Sailer.

Sie Spur beibehalten

Auch der Landrat zeigte sich erfreut darüber, dass Claudia Ried ihre Arbeit fortsetzen wird. „Die Arbeit von Frau Ried ist unentbehrlich für die Gemeinden in unserem Landkreis.“, sagte Landrat Sailer und fügte hinzu: „Angesichts der bisherigen Erfolge hoffen wir, dass in den nächsten fünf Jahren noch viele weitere Gemeinden die angebotenen Hilfestellungen in Anspruch nehmen.“

Einzigartigkeit in den Archiven

Aufgabe von Claudia Ried ist es, denjenigen Gemeinden, die über keinen hauptamtlichen Archivar verfügen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dabei geht es zunächst einmal darum, die Situation in den Gemeindearchiven zu erfassen. Viele Archive haben die letzten Jahrzehnte in einem regelrechten Dornröschenschlaf verbracht. Wenn es überhaupt jemanden gab, der sich um die Pflege des Archivs kümmerte, dann zumeist Gemeindebedienstete ohne fachliche Ausbildung, die diese Arbeit zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben erledigten. So konnte es vorkommen, dass unersetzliche Akten als Altpapier entsorgt wurden, weil ihre Bedeutung nicht erkannt wurde. „Das Besondere an einem Archiv“, erläutert Claudia Ried, „ist seine Einzigartigkeit. Es gibt keine Zweitüberlieferung.“ Das heißt anders als in einer Bibliothek existieren für die Akten in einem Archiv keine Kopien, bei einem Verlust oder einer Zerstörung sind diese unwiederbringlich verloren.

Das richtige Klima

Wenn der Ist-Zustand eines Archivs erfasst wurde, dann gibt die Kreisarchivpflegerin Ratschläge zum weiteren Vorgehen. Dazu gehören Hinweise zur Unterbringung, dem richtigen Raumklima oder zu den fachlichen Grundlagen der Bestandserfassung. Wo es notwendig ist, kann sie dabei behilflich sein, zusätzliche Unterstützung von der staatlichen Archivverwaltung zu organisieren.

Findbuch, eine Bereicherung nicht nur für den Archivar

Das Ergebnis der dann folgenden, zumeist sehr aufwändigen Arbeit, sind sogenannte „Findbücher“. Unter einem Findbuch versteht der Archivar eine Auflistung aller in einem Archiv vorhandenen Akten, mit Informationen zu den Daten und Themen, sortiert nach fachlichen Gesichtspunkten, vergleichbar mit dem Katalog einer Bibliothek. Ein Findbuch ist allerdings nicht nur für den Archivar von Interesse. Viele Bürger nutzen die neu erstellten Findbücher und stellen vermehrt Anfragen an die Gemeinde, die zuvor unbeantwortet bleiben mussten. Die Gemeinden selbst profitieren gleich mehrfach von der gemachten Arbeit. Wenn sie anlässlich des Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr auf der Suche nach der Geschichte der örtlichen Feuerwehr sind, werden sie dank des Findbuchs im Archiv schnell fündig.

Wichtige Informationen über die Gemeinde

Darüber hinaus gibt ein indiziertes Archiv über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Gemeinden Auskunft. Anhand von Sitzungsbänden lässt sich nachvollziehen, wann eine Gemeinde zum ersten Mal mit elektrischem Strom versorgt wurde, wann Telefonleitungen verlegt wurden oder zu welchem Zeitpunkt die Kanalisation entstand – und zukünftige Generationen werden feststellen können, wie sich das Internet über die Gemeinde ausgebreitet hat.

Finbücher bringen so manches Geheimnis zutage

Findbücher sind aber keineswegs eine für die ferne Forschung gedachte Spielerei der Kulturpolitik. Die wichtigste Aufgabe eines Archivs ist die Rechtssicherung über Jahrhunderte hinweg. Und für die effektive Nutzung des Archivs zur Klärung rechtlicher Fragen sind Findbücher unerlässlich. So kann es auch vorkommen, dass eine Gemeinde nach einem Blick ins neu erstellte Findbuch auf Akten stößt, die offenbaren, dass das Wegerecht für manche Straßen nicht bei der Gemeinde liegt, so dass diese auch nicht für deren Unterhalt aufkommen muss. Gerade in Zeiten klammer Kassen eine willkommene Nachricht.

Den Dornröschenschlaf beenden

Gemeinden die an einer Beratung durch Claudia Ried interessiert sind, um den Dornröschenschlaf ihres Gemeindearchivs zu beenden, können sich unter der Telefonnummer 0821/3102-2547 an das Landratsamt Augsburg wenden.

Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Artikel zum gleichen Thema