KUKA AG

KUKA-Technologiezentrum: Till Reuter ebnet neue Wege im „verflixten siebten Jahr“

KUKA CEO Till Reuter. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

KUKA, das stand 1898 für „Keller und Knappich Augsburg“. Einige Jahrzehnte später wurde daraus für viele ein Synonym für Roboter. Und heute denkt jeder an die Übernahme durch Midea – auch bei der Eröffnung des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg. Dabei handelt es sich beim ETZ um etwas viel Größeres.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Vom Acetylenwerk Augsburg-Oberhausen bis zum KUKA ETZ war es ein langer Weg. Doch es hat sich gelohnt: „Es ist immer ein tolles Ereignis, wenn ein Technologiezentrum eröffnet wird. Weil es immer bedeutet, dass Arbeitsplätze gesichert werden, investiert wird und Know-how erhalten bleibt“, freute sich Augsburgs zweite Bürgermeisterin Eva Weber am vergangenen Donnerstag.

KUKA bringt Mensch und Roboter einander näher

60 Millionen Euro und zwei Jahre Bauzeit kostete die KUKA ihr neues Entwicklungs- und Technologiezentrum. Auf knapp 39.000 Quadratmetern arbeiten hier seit etwa drei Monaten rund 850 Kukaner. KUKA bündelt hier seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, den Kern des Technologieunternehmens. Ziel ist es, Innovationen zu schaffen, die Welt zu verbinden und dabei flexibel zu bleiben, wie CEO Till Reuter erklärte. „Wir wollen helfen, dass Mensch und Roboter zusammen kommen“, so der Konzern Chef. Dafür werden jährlich auch zwischen 6.000 und 7.000 Kunden im neuen KUKA College geschult.

Roboter werden selbst kreativ

Die Technik ist nicht das einzige, das KUKA vorantreiben möchte. Auch die Einsatz-Gebiete für Roboter erweitern sich laufend. In ihrer Keynote stellte Professor Sigrid Brell-Cokcan von der RWTH Aachen letzte Woche das Thema „Roboter in der Architektur“ vor. Seit mehreren Jahren finden sie und ihr Team heraus, wie Roboter auch in der Bau- und Kunstbranche genutzt werden können. Professor Sigrid Brell-Cokcan möchte diese Technologie der „kreativen Industrie zugänglich machen“. Ein Bereich, in dem sich KUKA bisher noch nicht gesehen hatte, erklärt Till Reuter, der jetzt aber intensiviert werden soll.

Standort Augsburg für weitere sieben Jahre gesichert

Raum für Ideen wie diese bietet nun das neue ETZ. Wie sie umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Bis 2023 hat Midea KUKA eine Standortsicherheit garantiert. Und KUKA plant, diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. „Sieben Jahren gehen schnell vorbei. Ich selbst bin in meinem ‚verflixten‘ siebten Jahr bei KUKA, wie man sagt. Wenn wir diese Zeit nutzen, können wir etwas schaffen, auf das wir stolz sind und uns weitere Freiräume schaffen“, erklärt der CEO.

Ilse Aigner: „Bayern ist ein Land, das offen ist“

Die Ängste, was nach der Übernahme durch Midea kommt, sitzen bei vielen tief. Diese Sorgen versuchte nicht nur Till Reuter zu zerstreuen. Auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte: „Bayern ist ein Land, das offen ist.“ Es sei „selbstverständlich, dass wir Investoren brauchen“, auch und gerade wenn sie aus dem Ausland kommen. Das Interesse der Chinesen an KUKA sei „eine Bestätigung unserer Kompetenz“. Dem pflichtete auch Till Reuter bei. „Made in Germany aus Bayern“ sei global so angesehen, dass es auch einer der Gründe sei, warum sich Midea für KUKA interessiert. Die Chinesen halten inzwischen über 76 Prozent der KUKA-Aktien.

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