Pflegewirtschaft von morgen

Kongress in Augsburg: vbw will Pflegewirtschaft digitalisieren

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Foto: ibw
Gerade im Bereich Technische Assistenzsysteme sieht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. große Chancen für die Pflegewirtschaft. Das wurde auch auf dem jüngsten vbw-Kongress in Augsburg deutlich.

Aus diesem Grund fordert die Vereinigung auch, dass die Digitalisierung künftig stärker in die Pflegewirtschaft eingebunden wird. Die Gesundheitsbranche ist einer der größten Wirtschaftssektoren in Deutschland. Allein in Bayern sind fast 900.000 Menschen in diesem Sektor tätig. „Sofern nicht gegengesteuert wird, haben wir aber in knapp 20 Jahren eine Pflegelücke in Höhe von 740.000 Personen. Daher ist klar: Deutschland braucht mehr pflegeaffine Zuwanderung und digitale Assistenzsysteme“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Menschliche Beziehungen müssen im Vordergrund stehen“

Diesem drohenden Fachkräftemangel kann die Digitalisierung zum Teil entgegenwirken, ist die vbw sicher. „Der Einsatz von digitalen Technologien in der Pflege bringt große Vorteile. Pflegeroboter oder physische und kognitive Assistenzsysteme können mit ihren technischen Möglichkeiten unterstützen und die Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige und Pflegende nachhaltig verbessern. Dabei ist aber eines klar: Bei allen Maßnahmen müssen die menschlichen Beziehungen im Vordergrund stehen“, so Brossardt.

Digitalsierung birgt „enorme Potenziale“

In Bayern sind die ersten Schritte bei der digitalen Pflege bereits gemacht. So unterstützt die vbw das Projekt „Care Regio“ in Schwaben, das Teil des Masterplans der Bayerischen Staatsregierung für den Einsatz moderner Technologien ist. „‚Care Regio‘ ist ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über die Grenzen Bayerns hinweg. Hier sieht man, dass die Digitalisierung für die Gesundheits- und Pflegewirtschaft enorme Potenziale birgt. Gerade in Bayern, da hier sowohl die Unternehmen als auch die akademische Forschung in einer guten Ausgangsposition sind“, erklärt der vbw-Hauptgeschäftsführer.

vbw fordert neue Strukturen

Staatlich überregulierte monopolartige Strukturen schaden Pflegebedürftigen wie Beitragszahlern, weil das Pflegeniveau sinkt, betont die vbw. Die Preise würden dagegen künstlich in die Höhe getrieben werden. Ziel müsse es deshalb sein, Strukturen für eine Pflegeversicherung und ein Pflegesystem auf den Weg zu bringen, die sich an marktwirtschaftlichen Prinzipien orientieren. Denn nur ein wettbewerbsorientiertes System gewährleistet hohe Qualität und günstige Preise, weiß die vbw.

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