Schneider Geiwitz & Partner

Königstherme auf dem Prüfstand: Insolvenzverwalter erstellt Gutachten

Insolvenzverwalter prüft die Lage - Königstherme bleibt wohl geschlossen. Foto: Königstherme Bau- und Betriebsgesellschaft mbH

Seit vergangenem Mittwoch ist bekannt: Die Königstherme Königsbrunn steht vor dem Aus. Nachdem am Dienstag der Königsbrunner Stadtrat es ablehnte, das Freizeitbad für rund 1,75 Millionen Euro zu erwerben, reichte der Geschäftsführer Uwe Deyle beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag ein. Nun liegt es in der Hand von Christian Plail, von der Schneider Geiwitz & Partner Kanzlei, die Königstherme als Insolvenzverwalter genau unter die Lupe zu nehmen.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Nachdem der Stadtrat Königsbrunn vergangenen Dienstag den Kauf der Königstherme ablehnte, musste Uwe Deyle, Geschäftsführer der Starwaters-Gruppe, am darauffolgenden Mittwoch nun doch einen Insolvenzantrag einreichen. Das Freizeitbad ist pleite. Und marode, wie die Stadt Königsbrunn erklärte. Ein Kauf wäre unrentabel gewesen. Das Amtsgericht Augsburg bestellte Christian Plail, von der Schneider Geiwitz & Partner Kanzlei, als Insolvenzverwalter für diesen Fall.

Mitarbeiter kündigen – Königstherme steht ohne ausreichend Personal da

Betroffen von der Insolvenz sind rund 65 Mitarbeiter, von denen schon ein nicht unerheblicher Teil die Kündigung eingereicht hat. „Wir hätten derzeit gar nicht genug Personal für einen ordnungsgemäßen Betrieb“, so Christian Plail. In mehreren Fällen sei dazu bereits seit Mai dieses Jahres kein Lohn mehr ausbezahlt worden. Zu einem Bruch mit der Deyle-Gruppe kam es auch schon vor ein paar Jahren beim Titania Neusäß. Hier trat die Starwaters-Gruppe als Betreiber auf, doch trennte sich die Stadt nach nur zwei Jahren wieder von dieser. Seit der erhöhten Legionellenkonzentration geht es hier nun wieder bergauf.

Königstherme: Mittelfristig mit keiner Wiedereröffnung zu rechnen

Nun hat Plail die vorläufige Leitung und wird sich in einem ersten Schritt einen Eindruck vor Ort verschaffen. Im Rahmen einer Betriebsversammlung will er die Beschäftigten zudem über die momentane Lage informieren. Auch Gespräche mit der Stadtverwaltung Königsbrunn und dem Geschäftsführer Uwe Deyle sind bereits geführt worden. Aber: „Für eine belastbare Prognose ist es derzeit noch zu früh, die Sammlung von wichtigen Information wurde erst begonnen“, erklärte Plail. Absehbar sei allerdings, dass die Königstherme mittelfristig nicht wieder öffnen werde. Dies liege vorrangig an den nötigen Arbeiten in der Therme sowie der Frage nach der Finanzierung dieser.

Plail prüft Voraussetzungen für Insolvenzverfahren

In den kommenden sechs Wochen hat das Team der Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner nun Zeit ein Gutachten zu erstellen. Es soll geprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegeben sind. Schwerpunkt der nächsten Tage wird die Einrichtung der bestandserhaltenden Maßnahmen für den sogenannten Ruhebtrieb in der Königstherme sein. Dazu gehören Dinge wie die Wärme- und die Stromversorgung. „Wir werden auch in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt Königsbrunn hier nach einer schnellen und effektiven Lösung suchen“, so Rechtsanwalt Plail.

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von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Nachdem der Stadtrat Königsbrunn vergangenen Dienstag den Kauf der Königstherme ablehnte, musste Uwe Deyle, Geschäftsführer der Starwaters-Gruppe, am darauffolgenden Mittwoch nun doch einen Insolvenzantrag einreichen. Das Freizeitbad ist pleite. Und marode, wie die Stadt Königsbrunn erklärte. Ein Kauf wäre unrentabel gewesen. Das Amtsgericht Augsburg bestellte Christian Plail, von der Schneider Geiwitz & Partner Kanzlei, als Insolvenzverwalter für diesen Fall.

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Betroffen von der Insolvenz sind rund 65 Mitarbeiter, von denen schon ein nicht unerheblicher Teil die Kündigung eingereicht hat. „Wir hätten derzeit gar nicht genug Personal für einen ordnungsgemäßen Betrieb“, so Christian Plail. In mehreren Fällen sei dazu bereits seit Mai dieses Jahres kein Lohn mehr ausbezahlt worden. Zu einem Bruch mit der Deyle-Gruppe kam es auch schon vor ein paar Jahren beim Titania Neusäß. Hier trat die Starwaters-Gruppe als Betreiber auf, doch trennte sich die Stadt nach nur zwei Jahren wieder von dieser. Seit der erhöhten Legionellenkonzentration geht es hier nun wieder bergauf.

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Nun hat Plail die vorläufige Leitung und wird sich in einem ersten Schritt einen Eindruck vor Ort verschaffen. Im Rahmen einer Betriebsversammlung will er die Beschäftigten zudem über die momentane Lage informieren. Auch Gespräche mit der Stadtverwaltung Königsbrunn und dem Geschäftsführer Uwe Deyle sind bereits geführt worden. Aber: „Für eine belastbare Prognose ist es derzeit noch zu früh, die Sammlung von wichtigen Information wurde erst begonnen“, erklärte Plail. Absehbar sei allerdings, dass die Königstherme mittelfristig nicht wieder öffnen werde. Dies liege vorrangig an den nötigen Arbeiten in der Therme sowie der Frage nach der Finanzierung dieser.

Plail prüft Voraussetzungen für Insolvenzverfahren

In den kommenden sechs Wochen hat das Team der Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner nun Zeit ein Gutachten zu erstellen. Es soll geprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegeben sind. Schwerpunkt der nächsten Tage wird die Einrichtung der bestandserhaltenden Maßnahmen für den sogenannten Ruhebtrieb in der Königstherme sein. Dazu gehören Dinge wie die Wärme- und die Stromversorgung. „Wir werden auch in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt Königsbrunn hier nach einer schnellen und effektiven Lösung suchen“, so Rechtsanwalt Plail.

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