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Klinikum Augsburg: „Wir können uns durchaus sehen lassen“
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Klinikum Augsburg

Klinikum Augsburg: „Wir können uns durchaus sehen lassen“

Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie am Klinikum Augsburg. Foto: Klinikum Augsburg

Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke im Interview mit B4B SCHWABEN zur aktuellen Situation am Klinikum Augsburg – finanziell, personell und atmosphärisch – und welche Ziele das Großkrankenhaus auf dem Weg zur Uniklinik verfolgt. 

von Kathrin Hansel, Online-Redaktion

B4B SCHWABEN: Herr Schmidtke, in den Medien ist derzeit die Rede von einem drastischen Sparkurs am Klinikum Augsburg. Ist dies gerechtfertigt?

Alexander Schmidtke: Dass wir am Klinikum Augsburg aktuell Einsparungen vornehmen müssen, ist eine Tatsache. Von einem extremen Sparkurs kann allerdings nicht die Rede sein. Es gibt verschiedene Stellschrauben, an denen wir bewusst drehen. Dies betrifft insbesondere Sachkosten und hat auf die Betreuung unserer Patienten keinerlei Auswirkung. Im Gegenzug haben sich unsere Personalkosten in 2014 um ca. elf Millionen Euro und 2015 gemäß ansatz im Wirtschaftsplan um ca. zehn Millionen Euro erhöht. Für 1,5 Millionen Euro werden 35 neuen Stellen, davon 25 allein in der Pflege, geschaffen.

B4B SCHWABEN: Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation am Klinikum Augsburg?

Schmidtke: Deutschlandweit schneiden wir mit dem Klinikum Augsburg sehr gut ab. Nicht ohne Grund hat sich der Freistaat Bayern für die 100-prozentige Übernahme unseres Hauses als Uniklinik und die Errichtung einer medizinischen Fakultät entschieden. Wir sind einer der größten kommunalen Versorger in Deutschland und bilden das gesamte Spektrum der medizinischen Versorgung ab. Dafür sind wir bestens ausgestattet. In den vergangenen Jahren hat unser Haus insgesamt dreistellige Beträge investiert, dies wird auch in den nächsten Jahren so sein. Personell wie auch von der Ausstattung her stehen wir im bundesweiten Vergleich gut da. Wir können uns als deutsches Großkrankenhaus durchaus sehen lassen.

B4B SCHWABEN: Welche Ziele verfolgen Sie mittel- und langfristig im Klinikum Augsburg?

Schmidtke: Neben der bestmöglichen Versorgung der Patienten müssen wir – nicht nur, aber auch – darauf achten, dass wir unser Haus zukunftssicher gestalten. Mittel- und langfristig ist dies defizitär nicht möglich. Denn in einem Krankenhaus wie anderswo spielt neben der Medizin und der Pflege immer auch die Ökonomie eine entscheidende Rolle. Dies betone ich immer wieder gern, denn bisweilen gerät die Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit Krankenhäusern in der öffentlichen Wahrnehmung in ein sehr schiefes Bild. Dennoch ist sie essentiell und muss gleichberechtigt behandelt werden, da sie unser Bestehen und die Gesundheitsversorgung der Bürger auf einem hohen Niveau sichert.

B4B SCHWABEN: Wie sehen die Pläne in diesem Zusammenhang konkret aus?

Schmidtke: Mit dem Restrukturierungsplan 2.0, der seit diesem Jahr läuft, ist bis 2018 im Rahmen eines zukunftsfähigen Entwicklungskonzepts eine Reihe an Maßnahmen geplant. Von 2010 bis 2013 haben wir bereits den Restrukturierungsplan 1.0 umgesetzt und ca. 25 Millionen Euro Wirtschaftlichkeitspotenziale gehoben. Nun setzen wir vertieft bei den Strukturen und Prozessen an, um das Klinikum Augsburg dauerhaft in ein wirtschaftliches Fahrwasser zu befördern und die Zukunft zu sichern. Im Zuge dessen werden Überkapazitäten im stationären Bereich durch ein optimiertes Patientenmanagement sowie effizientere Strukturen und Prozesse in den Ambulanzen – damit diese sich auch wirtschaftlich selbst tragen – abgebaut. Ein weiteres großes Projekt ist die Verbesserung der Abläufe im Zentraloperationsbereich und neue Rahmenverträge beim Sachbedarf, durch die wir uns günstigere Preise für das bestehende Sortiment versprechen.

B4B SCHWABEN: Wie nehmen Sie die Stimmung in der Belegschaft wahr?

Schmidtke:Die Kollegen gehen ihrer Arbeit mit Engagement und Herzblut nach. Dazu zählt auch, die Prozesse und die Arbeit des Vorstands in unserem Haus bisweilen kritisch zu beobachten, zu hinterfragen und die eigene Meinung kund zu tun. Insgesamt herrscht bei uns aber eine engagierte und wohlwollende Stimmung. In Spitzenzeiten im Sinne des Patientenaufkommens wie den derzeit noch anhaltenden Wintermonaten ist unser Haus voll belegt. Dass die Kollegen in dieser Zeit phasenweise überlastet sein können und auch sind, hat sich bereits in den vergangenen Jahren immer wieder abgezeichnet. Dies wird in unserem Restrukturierungsplan ebenfalls berücksichtigt. Wir brauchen vermehrt ein „atmendes System“.

B4B SCHWABEN: Was wird sich mit der Umstrukturierung des Klinikum Augsburg zur Uniklinik ändern? Können Sie hier bereits einen Ausblick geben?

Schmidtke: Mit der Umstrukturierung zur Uniklinik erhalten unsere Patienten noch mehr Vorteile, da auch Forschung und Entwicklung in unserem Haus angesiedelt sein werden. Dadurch ergeben sich noch mehr Möglichkeiten. Für unsere Mitarbeiter bringt die Neuausrichtung neue Karriere- und Entwicklungschancen mit sich. Und für die Region bedeutet eine etablierte, medizinische Fakultät große Strahlkraft und wertet Augsburg damit auch als wirtschaftlichen Standort auf. Die Weiterentwicklung unseres Krankenhauses ist übrigens das derzeit größte Wissenschaftsprojekt in Deutschland. Die Zukunftsvision ist es, das Klinikum Augsburg für die Patienten zu einer Gesundheitsdrehscheibe für ganz Schwaben auszubauen.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

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